Eine kompakte Winterreise durch Islands Süden und Westen
Island im Winter in 8 Tagen – geht das überhaupt? Ja, definitiv! Allerdings sollte man realistisch planen und sich auf bestimmte Regionen konzentrieren, statt zu versuchen, die komplette Insel zu umrunden. Wir haben uns für den Süden und Westen Islands entschieden und diese Entscheidung keine Sekunde bereut.
In diesem Artikel nehme ich dich mit auf unsere 8-tägige Winterreise durch Island. Von der Hauptstadt Reykjavik über die mystische Halbinsel Snæfellsnes, den berühmten Golden Circle bis zur spektakulären Südküste mit der Jökulsárlón Gletscherlagune – wir haben in dieser kurzen Zeit unglaublich viel gesehen und erlebt. Darunter auch ein echtes Highlight: Nordlichter direkt vor unserem Hotel und Rentiere, die vor uns die Straße überquerten.
Diese Route ist perfekt für alle, die im Winter nach Island reisen und eine gute Mischung aus Sehenswürdigkeiten, Natur und machbaren Tagesetappen suchen.
Tag 1-2: Snæfellsnes Peninsula – Die Highlights im Westen
Reykjavik als Ausgangspunkt
Unsere Reise startete in Reykjavik, der kompakten und charmanten Hauptstadt Islands. Nach der Ankunft und der Übernahme unseres Mietwagens (ein 4×4 mit Spikereifen – mehr dazu in meinem Artikel “Island im Winter: Das musst du wissen”) haben wir uns direkt auf den Weg zur Halbinsel Snæfellsnes gemacht.

Die Fahrt von Reykjavik nach Snæfellsnes dauert etwa 2-2,5 Stunden und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Schon auf der Fahrt merkt man: Island ist anders, besonders im Winter.
Stykkishólmur und die Nordküste
Unser erstes Ziel war Stykkishólmur, ein kleines Hafenstädtchen an der Nordküste der Halbinsel. Der Leuchtturm und der Hafen mit Blick über den Breiðafjörður sind malerisch. Das Städtchen selbst ist überschaubar, aber hat einen besonderen Charme mit seinen bunten Häusern.
Kirkjufell – Islands meistfotografierter Berg
Das absolute Highlight war der Kirkjufell, auch “Kirchenberg” genannt. Dieser 463 Meter hohe Berg mit seiner markanten, fast pyramidenförmigen Silhouette ist wahrscheinlich der meistfotografierte Berg Islands – und das völlig zu Recht.

Direkt davor liegt der Kirkjufellsfoss, eigentlich eine Kombination aus mehreren kleinen Wasserfällen. Im Winter war der obere Teil teilweise gefroren, mit riesigen Eiszapfen an den Felsen, während das Wasser darunter noch tosend floss. Die Kombination aus dem markanten Berg im Hintergrund und den Wasserfällen im Vordergrund ist einfach spektakulär.
Wichtig: Der Weg zu den Wasserfällen war komplett vereist. Ohne Grödel war es wirklich schwierig, sicher zu laufen.
Djúpalónssandur – Schwarzer Strand mit Geschichte
Djúpalónssandur ist ein schwarzer Kieselstrand an der Südküste von Snæfellsnes. Der Strand ist nicht nur landschaftlich beeindruckend mit seinen schwarzen Steinen und den dramatischen Felsformationen, sondern hat auch eine Geschichte: Hier liegen noch Überreste eines 1948 gestrandeten britischen Fischerbootes.
Am Strand befinden sich auch vier alte Hebsteine, mit denen früher Fischer ihre Kraft unter Beweis stellen mussten. Der stärkste Stein wiegt 154 kg – nur wer diesen heben konnte, durfte auf einem Fischerboot mitfahren.
Der Weg zum Strand führt über eine kleine Felsschlucht hinunter. Im Winter war dieser Weg teilweise eisig und rutschig, aber machbar.
Lóndrangar – Vulkanische Felsnadeln

Die Lóndrangar sind zwei markante Basaltfelsen, die direkt an der Küste aus dem Meer ragen. Diese vulkanischen Felsformationen sind Überreste eines alten Vulkankraters und wurden durch Erosion freigelegt.
Die größere der beiden Felsnadeln ist 75 Meter hoch, die kleinere 61 Meter. Der Weg zu den Lóndrangar führt entlang der Küste und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Klippen und das Meer.
Nordlichter direkt vorm Hotel – Ein magischer Moment

An unserem zweiten Abend auf Snæfellsnes haben wir Nordlichter gesehen – und zwar direkt vor unserem Hotel! Wir mussten nicht mal irgendwohin fahren. Allerdings waren wir schon auf dem Weg ins Bett und haben nur nochmal schnell ein Foto mit der Kamera gemacht und da waren sie. Plötzlich fing der Himmel an zu leuchten, und wir standen in der Kälte und konnten einfach nicht aufhören zu staunen.

Die Nordlichter tanzten über dem schneebedeckten Land, spiegelten sich im Wasser, und die Szenerie war einfach magisch. Das war definitiv einer der Höhepunkte unserer gesamten Reise.
Tag 3: Golden Circle – Die Klassiker
Nach zwei Tagen auf Snæfellsnes ging es zurück Richtung Reykjavik und dann zum Golden Circle, der klassischen Rundroute zu drei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands.
Þingvellir Nationalpark
Þingvellir (Thingvellir) ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch historisch bedeutsam. Hier wurde im Jahr 930 das erste Parlament der Welt gegründet. Geologisch ist der Ort besonders: Hier kann man die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte sehen, die sich jedes Jahr etwa 2 cm voneinander entfernen.
Im Winter liegt oft Schnee, und die Landschaft wirkt besonders dramatisch. Der Weg entlang der Almannagjá-Schlucht war teilweise vereist – Grödel wären wieder sehr hilfreich gewesen.
Geysir – Der namensgebende Geysir
Das Geysir-Geothermalgebiet ist die Heimat des Geysirs, nach dem alle anderen Geysire der Welt benannt sind. Der ursprüngliche Geysir selbst ist allerdings nicht mehr aktiv. Dafür bricht der Strokkur zuverlässig alle 5-10 Minuten aus und schießt das Wasser bis zu 30 Meter in die Höhe.
Im Winter ist das Geothermalgebiet besonders eindrucksvoll: Der Dampf steigt in die kalte Luft, und rund um die heißen Quellen schmilzt der Schnee. Der Kontrast zwischen dem eisigen Schnee und dem heißen, dampfenden Wasser ist faszinierend.
Gullfoss – Der goldene Wasserfall

Gullfoss (“Goldener Wasserfall”) ist einer der beeindruckendsten Wasserfälle Islands. Das Wasser des Gletscherflusses Hvítá stürzt hier in zwei Stufen insgesamt 32 Meter in eine schmale Schlucht.
Im Winter war Gullfoss teilweise gefroren – riesige Eismassen an den Seiten, während das Wasser in der Mitte noch mit gewaltiger Kraft hinunterdonnerte. Die Gischt gefriert in der Kälte zu Eis, und die Aussichtsplattformen waren entsprechend rutschig. Aber der Anblick war atemberaubend.
Reykjadalur – Das Tal der heißen Quellen
Als Bonus haben wir noch einen Abstecher nach Reykjadalur gemacht, ein geothermales Tal in der Nähe von Hveragerði. Hier kann man in einem warmen Fluss baden, der von heißen Quellen gespeist wird.
Die Wanderung zum Fluss dauert etwa 45-60 Minuten und führt durch eine schöne Landschaft. Im Winter war der Weg teilweise verschneit und eisig. Wir sind nicht bis zum Fluss gelaufen (zu rutschig ohne Grödel), aber die Landschaft allein war schon sehenswert.
Tag 4-6: Die Südküste – Wasserfälle, schwarze Strände und Gletscher
Die isländische Südküste gehört zu den spektakulärsten Regionen der Insel. Wir haben uns drei Tage Zeit genommen, um diese Region zu erkunden.
Seljalandsfoss – Der Wasserfall, hinter den man gehen kann
Seljalandsfoss ist berühmt dafür, dass man hinter den Wasserfall gehen kann. Im Winter war das bei uns leider gesperrt.

Aber auch von vorne ist der Seljalandsfoss beeindruckend: Das Wasser fällt 60 Meter in die Tiefe, und die Gischt gefriert in der Kälte zu Eis. Die gesamte Umgebung war mit einer Eisschicht überzogen.
Skógafoss – Einer der schönsten Wasserfälle Islands
Skógafoss ist mit 25 Metern Breite und 60 Metern Höhe einer der größten und beeindruckendsten Wasserfälle Islands. Im Winter war die Szenerie besonders dramatisch: Der Wasserfall selbst war nicht gefroren (zu viel Wassermenge), aber drumherum bildeten sich riesige Eismassen.

Man kann über eine Treppe zur Aussichtsplattform oben gehen – die Stufen waren allerdings sehr eisig.
Reynisfjara Black Sand Beach – Dramatische Küstenlandschaft

Der Reynisfjara ist wohl einer der bekanntesten schwarzen Strände Islands. Die Basaltsäulen an der Felswand sehen aus wie ein riesiges Orgelpfeifenwerk, und die Felsnadeln (Reynisdrangar) ragen dramatisch aus dem Meer.
Wichtig: Der Strand ist nicht ungefährlich! Die sogenannten “Sneaker Waves” (unerwartet hohe Wellen) haben hier schon mehrere Touristen erfasst. Man sollte immer einen sicheren Abstand zum Wasser halten und nie dem Meer den Rücken zudrehen.
Im Winter war der Strand besonders stürmisch und dramatisch. Der schwarze Sand, die weißen Wellen und die schneebedeckten Felsen dahinter – ein unglaublicher Kontrast.
Víkurfjara Beach bei Vik
Kurz vor dem Ort Vík gibt es noch einen weiteren schwarzen Strand mit spektakulärem Blick auf die Reynisdrangar-Felsnadeln. Vík selbst ist ein kleines, charmantes Dorf und ein guter Ort für eine Pause oder Übernachtung.
Fjaðrárgljúfur Canyon – Dramatische Schlucht

Der Fjaðrárgljúfur Canyon ist eine etwa 2 km lange und bis zu 100 Meter tiefe Schlucht. Der Weg entlang des Canyon-Randes bietet spektakuläre Ausblicke in die Tiefe, wo sich der Fluss Fjaðrá durch das Gestein schlängelt.
Im Winter war der Weg teilweise gesperrt oder sehr eisig. Wir konnten nur ein Stück weit gehen, aber selbst das war beeindruckend. Die Schlucht mit Schnee und Eis wirkte noch dramatischer.
Hinweis: Der Canyon wurde durch einen Auftritt in einem Justin Bieber Musikvideo sehr bekannt und ist entsprechend touristisch. In den letzten Jahren gab es auch Sperrungen wegen Überlastung und Erosionsschäden. Wir waren aber tatsächlich komplett alleine dort.
Svínafellsjökull Gletscher – Gletscherzunge zum Anfassen

Svínafellsjökull ist eine Gletscherzunge des großen Vatnajökull-Gletschers. Man kann relativ nah an den Gletscher heranfahren und -laufen.
Der Anblick ist beeindruckend: Die massive Eiswand mit ihren Spalten und Gletschermühlen, die Moräne davor, und rundherum die schwarze Vulkanlandschaft. Hier wird einem richtig bewusst, wie gewaltig die Naturkräfte in Island sind.
Tag 7: Jökulsárlón Gletscherlagune und Diamond Beach – Das Highlight
Der siebte Tag war für uns der absolute Höhepunkt der Reise: die Jökulsárlón Gletscherlagune und der Diamond Beach.
Jökulsárlón – Eine Lagune voller Eisberge
Die Jökulsárlón ist eine Gletscherlagune am Südrand des Vatnajökull. Hier brechen riesige Eisberge vom Breiðamerkurjökull-Gletscher ab und treiben langsam durch die Lagune in Richtung Meer.

Die Eisberge sind teilweise mehrere Meter hoch, und das Eis ist teilweise über 1.000 Jahre alt! Die Farben sind faszinierend: von kristallklar über weiß bis zu verschiedenen Blautönen. Manche Eisberge sind durch Vulkanasche grau-schwarz gefärbt.
Im Winter ist die Lagune besonders beeindruckend. Die Eisberge wirken noch dramatischer im kontrastreichen Winterlicht, und oft spiegeln sie sich im ruhigen Wasser. Wir haben hier bestimmt zwei Stunden verbracht und konnten uns kaum sattsehen.
Diamond Beach – Eisdiamanten am schwarzen Strand
Direkt gegenüber der Lagune, auf der anderen Seite der Ringstraße, liegt der Diamond Beach. Hier werden die Eisberge aus der Lagune vom Meer an den schwarzen Sandstrand gespült – und genau das macht diesen Ort so besonders.

Die Eisbrocken liegen verstreut am schwarzen Lavastrand und glitzern im Sonnenlicht wie riesige Diamanten. Daher der Name. Die Kombination aus dem schwarzen Sand, dem weißen und blauen Eis und den Wellen ist einfach spektakulär.
Man kann zwischen den Eisblöcken spazieren gehen (vorsichtig, manche sind rutschig!), und mit jedem Schritt eröffnet sich ein neues Fotomotiv. Der Strand ist bei Fotografen entsprechend beliebt.
Rentiere auf der Straße!

Auf der Rückfahrt von der Gletscherlagune hatten wir noch ein besonderes Erlebnis: Plötzlich überquerten Rentiere direkt vor uns die Straße! Wir mussten anhalten und warten, während eine kleine Herde gemütlich die Straße überquerte.
Das war ein magischer Moment – die Rentiere im Schnee, die dramatische Landschaft drumherum, und wir mittendrin. In Island gibt es etwa 3.000-5.000 wilde Rentiere, die hauptsächlich im Osten der Insel leben. Dass wir welche zu Gesicht bekommen haben, war ein echter Glücksfall!
Gletscherhöhlen-Tour auf dem Vatnajökull

Als krönenden Abschluss haben wir noch eine Tour zu den Gletscherhöhlen gemacht. Die natürlichen Eishöhlen im Vatnajökull-Gletscher sind nur im Winter zugänglich und sind ein absolutes Highlight.
Wir wurden mit einem umgebauten Jeep zum Gletscher gefahren und sind dann mit Steigeisen und Helm in die Eishöhle gegangen. Der Anblick war unwirklich: Das Eis leuchtete in verschiedenen Blautönen, das Licht schimmerte durch die Eisdecke, und man war umgeben von Jahrtausende altem Eis.
Jede Eishöhle ist anders, und jedes Jahr bilden sich neue Höhlen und alte verschwinden. Deshalb ist jede Tour einzigartig. Unsere Höhle war wunderschön – mit hohen gewölbten Decken und glattem, blau leuchtendem Eis.
Wichtig: Eishöhlen sollte man niemals auf eigene Faust erkunden! Immer nur mit einem erfahrenen Guide und der richtigen Ausrüstung. Die Höhlen können einstürzen, und es gibt viele Gefahren.
Tag 8: Rückfahrt nach Reykjavik
Am letzten Tag ging es zurück nach Reykjavik. Wir haben die Fahrt gemütlich angehen lassen und sind noch mal an ein paar Stellen angehalten, die wir auf der Hinfahrt nur kurz gesehen hatten.
Unsere Route im Überblick
Tag 1-2: Reykjavik → Snæfellsnes Peninsula (Stykkishólmur, Kirkjufell, Djúpalónssandur, Lóndrangar) Tag 3: Golden Circle (Þingvellir, Geysir, Gullfoss, Reykjadalur) Tag 4-6: Südküste (Seljalandsfoss, Skógafoss, Reynisfjara, Fjaðrárgljúfur, Svínafellsjökull) Tag 7: Jökulsárlón, Diamond Beach, Gletscherhöhlen-Tour Tag 8: Rückfahrt nach Reykjavik
Fazit: 8 Tage Island im Winter – intensiv und unvergesslich
8 Tage Island im Winter waren intensiv, aber absolut machbar. Durch die Konzentration auf Süden und Westen haben wir zwar nicht die komplette Insel gesehen, aber dafür hatten wir Zeit, die Orte wirklich zu genießen und nicht nur abzuhaken.
Die Highlights unserer Reise:
- Nordlichter direkt vorm Hotel auf Snæfellsnes – einfach magisch!
- Die Jökulsárlón Gletscherlagune und der Diamond Beach – atemberaubend
- Die Gletscherhöhlen-Tour – unwirklich schön
- Die Rentiere auf der Straße – ein unerwarteter Glücksmoment
- Der Kirkjufell im Winterlicht – der meistfotografierte Berg zu Recht
Was wir beim nächsten Mal anders machen würden:
- Unbedingt Grödel von Anfang an dabei haben (wir haben sie schmerzlich vermisst!)
- Vielleicht einen Tag mehr für die Südküste einplanen
- Mehr Zeit für Reykjavik selbst – die Stadt haben wir eher vernachlässigt
Unsere wichtigsten Tipps:
- Konzentriert euch auf eine Region, statt zu viel fahren zu wollen
- Plant Puffertage ein für schlechtes Wetter
- Checkt jeden Tag road.is und vedur.is
- Investiert in gutes Equipment (Grödel, warme Kleidung, wasserfeste Schuhe)
- Bleibt flexibel – das Wetter bestimmt eure Route
Island im Winter ist eine besondere Erfahrung. Die Kombination aus Schnee, Eis, Vulkanlandschaft und den langen Nächten für Nordlichter macht diese Jahreszeit einzigartig. Die Route, die wir gefahren sind, ist perfekt für eine erste Winterreise nach Island – nicht zu ambitioniert, aber trotzdem voller Highlights.
Würden wir es nochmal machen? Sofort! Island hat uns verzaubert, und wir kommen definitiv wieder. Vielleicht im Sommer, um die Insel noch mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.
FAQ – Häufige Fragen zu unserer Island-Route
Ist diese Route im Winter gut machbar? Ja, absolut! Wir sind diese Route Ende Februar gefahren und hatten keine größeren Probleme. Der Süden und Westen Islands sind im Winter gut befahrbar, da die Hauptstraßen regelmäßig geräumt werden. Wichtig ist ein 4×4 mit Spikereifen und dass man täglich die Straßenverhältnisse auf road.is checkt.
Reichen 8 Tage für diese Route? Ja, 8 Tage sind gut. Wir hatten genug Zeit für alle Highlights und mussten uns nie hetzen. Mit 10 Tagen hätte man noch etwas mehr Puffer für schlechtes Wetter oder könnte noch zusätzliche Orte einbauen.
Wie viel sind wir pro Tag gefahren? Sehr unterschiedlich. An manchen Tagen nur 100-150 km (z.B. an der Südküste, wo wir viele Stopps gemacht haben), an anderen Tagen 250-300 km (z.B. Reykjavik nach Snæfellsnes oder zurück von Jökulsárlón). Im Winter fährt man generell langsamer als im Sommer.
Wo haben wir übernachtet? Wir haben meistens in Gästehäusern und kleinen Hotels übernachtet. Auf Snæfellsnes in Grundarfjörður, an der Südküste in Vík und in der Nähe von Jökulsárlón. Im Winter sind viele Unterkünfte günstiger als im Sommer.
Muss man die Gletscherhöhlen-Tour vorbuchen? Ja, definitiv! Die Touren sind sehr beliebt und oft Wochen im Voraus ausgebucht, besonders in der Hauptsaison (Dezember-März). Wir haben etwa 3 Wochen vorher gebucht.
Wie teuer war die Gletscherhöhlen-Tour? Ca. 150-200 € pro Person für eine 3-4 stündige Tour (inklusive Transport zum Gletscher). Es gibt verschiedene Anbieter und verschiedene Höhlen, die Preise variieren.
Hat man im Winter genug Tageslicht für diese Route? Ende Februar ja. Wir hatten etwa 9-10 Stunden Tageslicht, das war völlig ausreichend. Im Dezember/Januar wäre es mit nur 4-5 Stunden Tageslicht deutlich schwieriger.
Welche Sehenswürdigkeit war am beeindruckendsten? Schwer zu sagen! Die Jökulsárlón Gletscherlagune und der Diamond Beach waren landschaftlich am spektakulärsten. Die Nordlichter waren das emotionalste Erlebnis. Und die Gletscherhöhlen waren am unwirklichsten. Jede Sehenswürdigkeit hatte ihren eigenen Zauber.
Waren die Sehenswürdigkeiten sehr voll? Nein, im Winter war es deutlich ruhiger als im Sommer. Nur an den bekanntesten Spots (Jökulsárlón, Gullfoss) waren mehr Leute, aber nie unangenehm voll. Viele Orte hatten wir fast für uns alleine.
Was kostet so eine 8-Tage-Reise? Das hängt stark vom Reisestil ab. Grob geschätzt:
- Mietwagen (4×4): ca. 800-1.200 €
- Unterkünfte: ca. 600-1.000 € (für 2 Personen, 7 Nächte)
- Essen: ca. 400-600 € (Selbstverpflegung + einige Restaurantbesuche)
- Gletscherhöhlen-Tour: ca. 300-400 € (für 2 Personen)
- Benzin: ca. 200-300 €
- Gesamt: ca. 2.300-3.500 € (ohne Flüge, für 2 Personen)
Braucht man für diese Route Grödel? Ja, unbedingt! Fast alle Wege zu Sehenswürdigkeiten waren vereist. Ohne Grödel kommt man oft nicht sicher weiter oder muss umkehren. Das war eine der wichtigsten Lektionen unserer Reise.
Kann man auch ohne 4×4 fahren? Für die Ringstraße und die Hauptstrecken theoretisch ja, aber im Winter empfehle ich dringend einen 4×4. Die Sicherheit und das bessere Fahrgefühl auf Schnee und Eis sind es absolut wert.
Haben wir auch andere Rentiere gesehen außer auf der Straße? Nein, das war unser einziges Rentier-Erlebnis. Rentiere sind scheue Tiere und halten sich meist in größerer Entfernung von Straßen auf. Dass sie direkt vor uns die Straße überquerten, war reines Glück!
Lohnt sich die Snæfellsnes Peninsula im Winter? Absolut! Die Halbinsel ist wunderschön und deutlich weniger touristisch als die Südküste. Der Kirkjufell und die anderen Sehenswürdigkeiten sind im Winter besonders dramatisch. Und die Chancen auf Nordlichter sind hier gut.
Was war die größte Herausforderung der Reise? Die vereisten Wege ohne Grödel. Und manchmal die Flexibilität – wir mussten ein paar Mal Pläne ändern wegen des Wetters. Aber genau das gehört zu Island dazu.
