Australien mit dem Camper – unser Familienabenteuer: 4 Wochen Elternzeitreise durch Westaustralien & Northern Territory mit Baby
Australien steht für unendliche Weite, rote Erde, einsame Strände und wildes Outback. Vor allem Westaustralien und das Northern Territory sind ideal, um das Land in seiner ursprünglichen Form zu erleben. Mit Kindern ist ein Camper dabei fast unschlagbar: Man hat alles dabei, ist flexibel und kann Pausen machen, wann immer es nötig ist. Aber so eine Reise braucht etwas Vorbereitung. Hier findest du die wichtigsten Tipps und Infos zur Vorbereitung deiner Elternzeitreise in Australien.
Was ist die beste Reisezeit?
Da Australien riesig ist und in mehreren Klimazonen liegt, ist die Frage nach der besten Reisezeit gar nicht so einfach zu beantworten.
Im australischen Sommer (Dezember bis Februar) wird es im Westen und Norden extrem heiß – im Norden kommt außerdem die Regenzeit dazu. Mit Kindern ist das kein Spaß. In der Regenzeit muss man mit hoher Luftfeuchtigkeit, Mücken, geschlossenen Nationalparks und sogar Überschwemmungen rechnen. Besonders im Northern Territory eignet sich die Trockenzeit zwischen Juni und September am besten. Deshalb ist der europäische Sommer mit der dortigen Trockenzeit ideal – perfekt also für die Sommerferien. Heiß ist es trotzdem, aber deutlich angenehmer und besser planbar.
In Westaustralien ist das Klima insgesamt milder und vergleichbar mit europäischen Temperaturen. Die beste Reisezeit liegt hier zwischen April und Oktober. Dann ist es warm, aber nicht zu heiß, es regnet kaum, und selbst abgelegene Straßen sind gut befahrbar.
Wer auch den Osten oder das Zentrum Australiens bereisen möchte, sollte das Klima dort mitbedenken:
- Für den Osten (z. B. Queensland, New South Wales) eignen sich Frühling und Herbst am besten – also September bis November oder März bis Mai. Im Sommer ist es in Queensland oft schwül-heiß, im Winter dagegen etwas kühler, aber meist trocken.
- Das Zentralaustralien rund um Alice Springs und den Uluru ist ein Wüstengebiet: tagsüber heiß, nachts kühl. Die angenehmsten Monate sind hier Mai bis September, wenn die Temperaturen erträglich sind und kaum Regen fällt.
Wir selbst waren vier Wochen von Darwin nach Perth unterwegs (und anschließend noch in Tasmanien) – und haben wirklich alles erlebt: über 30 Grad mit tropischer Hitze im Norden, dann Schnee und Minusgrade in Tasmanien. Obwohl es für Westaustralien (und auch Tasmanien) nicht unbedingt die perfekte Reisezeit war, ließ sich trotzdem alles gut besichtigen. Je weiter wir nach Süden kamen, desto kühler wurde es – aber das war nach der Tropenhitze sogar willkommen. Zum Wandern ist mildes Wetter ohnehin besser als Gluthitze. Nur die Regenjacke sollte auf keiner Etappe fehlen!
Welche Reisedauer?
Australien ist riesig. Auch wenn es auf der Karte so aussieht, als könnte man „mal eben“ die Westküste hoch- oder runterfahren – die Distanzen sind gigantisch. Mit Kindern ist es entspannter, sich nicht zu viel vorzunehmen. Zwei bis drei Wochen reichen für eine kürzere Strecke (z. B. Perth bis Exmouth). Wer die komplette Strecke bis Darwin fahren will, sollte eher vier bis sechs Wochen einplanen.
Wir sind die kompletten 6000km (mit Detour über Karijini, Exmouth und die Küste) von Darwin bis Perth in 4 Wochen gefahren. Das war machbar, aber eben auch sehr viel Fahrerei. Dazu kommt, dass gerade die großen Strassen in Westaustralien sehr eintönig und die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten groß sind. Für uns hat es gut gepasst, aber für Kinder, die Autofahren hassen, wäre eine andere Route z.b. an der Ostküste wahrscheinlich besser geeignet.
Warum eine Camperreise mit Kindern ideal ist
Wir lieben es mit unserem Camper unterwegs zu sein. Daher war es für uns keine Frage, dass wir das in Australien auch ausprobieren wollen. Mit Kindern ist eine Reise mit dem Camper durch Australien auch einfach perfekt. Das zuhause ist immer dabei und gerade Babys oder Kleinkinder müssen sich nicht jeden Tag umgewöhnen, da das ‘Zimmer’ immer das gleiche bleibt. Nur der Ausblick aus dem Fenster ändert sich.
Der Camper bietet alles, was wir auf Reisen brauchen: Man kann anhalten, wann immer man will – sei es für ein Picknick, für den Mittagsschlaf, einen kurzen Strandstopp oder um Kängurus am Straßenrand zu beobachten. Genauso wie jederzeit zu kochen oder sich einen Kaffee zubereiten und außerdem ganz viel draussen und n der Natur sein.
Gerade in Ländern wie Australien, wo Campingplätze sauber, familienfreundlich und oft wunderschön gelegen sind, ist eine Camperreise für uns die beste Art, das Land zu erleben.
Vor allem für die Elternzeit bietet es sich an. Da Australien einfach so weit weg ist, lohnt es sich dort mehr Zeit als einen typischen 2-3 wöchigen Urlaub zu verbringen. Daher ist die Elternzeit, wo man mal länger am Stück frei ideal für so eine weite Reise. Außerdem ist Australien sehr sicher, kinderfreundlich und einfach zu bereisen.
Camper mieten in Australien – das musst du wissen

Ein Camper ist die perfekte Wahl für Familien. Man hat Küche, Betten und oft sogar Dusche und Toilette an Bord (hatten wir nicht ;). Besonders mit kleinen Kindern ist es ein Segen, nicht ständig Koffer ein- und auspacken zu müssen. Es gibt viele kostenlose Stellplätze und die Natur ist einfach wunderschön. Wir lieben Camping und würden es jederzeit wieder so machen!
Aber Achtung: Nicht jede Straße darf mit einem Miet-Camper befahren werden. Beliebte Routen wie z.b. die Gibb River Road im Nordwesten sind tabu – wer Abenteuer im Outback sucht, braucht ein 4WD-Fahrzeug.
Wichtig ist auch die Wahl des Anbieters: Manche Camper sind eher spartanisch, andere besser ausgestattet. Wir hatten unseren über TUI Camper gebucht, da es dort ein super gutes Frühbucher Angebot gab. Ansonsten gibt es die bekannten Anbieter:
- Für Komfort & Platz: Maui oder Apollo. Unterschiedliche Modelle in verschiedenen Preisklassen verfügbar.
- Für Offroad-Abenteuer: RedSands oder Britz 4WD. Wer vor allem im Northern Territory offroad unterwegs sein möchte, sollte sich hier umsehen.
- Für günstige Basics: Jucy oder Travellers Autobarn – sehr klein und Basic, nicht unbedingt für Familien geeignet.
Alternativ kann man auch über Vergleichsportale buchen, die direkt die verschiedenen Modelle vergleichen uns bewerten. Auf folgenden Seiten kann man buchen:
Und: Unbedingt prüfen, ob Kindersitze eingebaut werden können! Dies ist nicht in allen Campern der Fall. Wir hatten einen Kindersitz vorab gemietet und der war auch völlig in Ordnung. Dieser konnte aber nur hinten eingebaut werden. Und da die Sitze hinten bei unserem Camper sehr weit auseinander waren, war es mit Vorlesen oder spielen während der Fahrt erst etwas schwierig, wir haben uns dann aber arrangiert. In anderen Modellen war es z.b. gar nicht möglich Kindersitze einzubauen.
Und noch ein Servicehinweis: Frühzeitig tanken – manchmal liegen mehrere Hundert Kilometer zwischen den Tankstellen. Daher am besten wirklich immer dann tanken, wenn eine zu sehen ist.
Übernachten auf Australiens Campingplätzen
Entlang der großen Straßen gibt es viele sogenannte Rest Areas, auf denen man kostenlos übernachten darf. Sie sind praktisch für Zwischenstopps, aber die Ausstattung ist sehr basic – oft nur Plumpsklos, manchmal gar nichts. Wer mehr Komfort möchte, steuert Campingplätze an, die es in fast jedem Ort gibt.
Besonders in Nationalparks sollte man Stellplätze unbedingt vorab reservieren. Das geht online über parkstay.dbca.wa.gov.au. In der Hauptsaison sind die Plätze schnell ausgebucht. Am einfachsten findet man Campingplätze über Apps wie Wikicamps Australia (kostenpflichtig, aber sehr umfangreich) oder CamperMate(kostenlos), die auch Bewertungen und Infos zur Ausstattung zeigen.
Die Kosten variieren natürlich für die verschiedenen Möglichkeiten. hier ein grober Überblick:
- Holiday Parks: ca. 30–70 AUD pro Nacht (je nach Lage und Ausstattung).
- Nationalpark-Camping: ca. 10–20 AUD pro Person/Nacht.
- Rest Areas: meist kostenlos.
Ansonsten gibt es noch ein paar Punkte zu beachten:
- Wildcampen: Offiziell verboten – aber in abgelegenen Gegenden wird es oft toleriert, solange man nicht sichtbar im Ort parkt. Besser ausgewiesene Free Camps nutzen.
- Feuer: Offene Feuer sind oft verboten (Bushfire-Gefahr). Hinweise beachten.
- Müll: Wie immer gilt: „Leave no trace“ – Müll mitnehmen, wenn keine Tonnen vorhanden sind. Vor allem in den Nationalparks sind oft bewusst keine Mülleimer aufgestellt, so dass alles wieder mitgenommen werden muss.
- Tiere: Essen nicht draußen liegen lassen, sonst kommen Kängurus, Possums oder Ameisen.

Einreise und Visum
Für Australien braucht jeder Reisende, auch Kinder, ein Visum. Am einfachsten ist das eVisitor-Visum (Subclass 651), das kostenlos online beantragt wird und bis zu drei Monate Aufenthalt erlaubt. Alternativ gibt es die ETA (Subclass 601), die ähnlich funktioniert, aber ca. 20 AUD kostet.
Wichtig: rechtzeitig beantragen (mindestens einige Tage vor Abflug) und nur über die offizielle Seite der australischen Einwanderungsbehörde : immi.homeaffairs.gov.au
Einreisebestimmungen:
- Reisepass muss bei Einreise gültig sein (mindestens für die Dauer des Aufenthalts, besser noch länger).
- Bei Ankunft muss man eine Incoming Passenger Card ausfüllen (Zoll, Gesundheit, etc.).
- Strenge Quarantäne-Regeln: keine Lebensmittel, Samen, Honig, unbehandeltes Holz usw. einführen.
Währung
Bezahlt wird mit dem australischen Dollar. Kreditkarten sind fast überall üblich, aber auf langen Outback-Strecken ist Bargeld praktisch – nicht jede Tankstelle nimmt Karten, und manchmal fällt das Netz aus.
Sprache
Englisch ist die Landessprache. Australier sprechen schnell und gerne Slang, aber im Alltag kommt man gut zurecht. Kinder sind oft stolz, wenn sie erste Wörter aufschnappen.
Steckdosen
Australien hat Steckdosen vom Typ I, also unbedingt einen Adapter mitnehmen oder vor Ort kaufen. Die Spannung ist mit 230 V wie in Deutschland.
Trinkwasser
In den Städten und größeren Orten ist Leitungswasser trinkbar. Unterwegs lohnt es sich aber, große Kanister mitzunehmen, da manche Rest Areas kein Wasser haben. Ein Wasserfilter kann praktisch sein. Wir haben aber unser Trinkwasser aber einfach ganz normal in Flaschen im Supermarkt gekauft. Zum Duschen hatten wir eine Solardusche dabei, die wir mir normalen Leitungswasser z.b. an den rest areas aufgefüllt haben.
Internet
Das australische Outback ist so einsam wie man es sich vorstellt – und das gilt auch fürs Netz. Telstra hat die beste Abdeckung, aber auch damit gibt es oft stunden- oder tagelang keinen Empfang. Offline-Karten und eine gute Playlist sind daher Pflicht.
Öffnungszeiten
Supermärkte haben meist von 8 bis 20 Uhr geöffnet. In kleinen Orten schließen Läden oft früher, und Restaurants machen selten nach 21 Uhr auf. Mit Kindern passt das ganz gut, weil man sowieso früh essen geht.
Sicherheit
Australien ist ein sicheres Reiseland, aber man sollte die Natur respektieren.
- Tiere: Krokodile im Norden, giftige Quallen an manchen Stränden, Schlangen im Busch. Immer auf Warnschilder achten.
- Fliegen: In weiten Teilen Australiens – vor allem im Outback von Westaustralien und im Northern Territory – gibt es riesige Fliegenpopulationen. Sie sind auf der Suche nach Feuchtigkeit und Nahrung und setzen sich deshalb ständig ins Gesicht. Ein einfaches Netz, das man über den Hut zieht, ist Gold wert. Gibt’s in jedem Outdoor-Shop oder sogar an Tankstellen.
- Straßen: Lange Fahrten können ermüdend sein, und Kängurus hüpfen gerne vor die Autos – besonders in der Dämmerung. Lieber tagsüber fahren und Pausen einplanen.
- UV-Schutz: Über Australien ist die Ozonschicht besonders dünn. Dadurch gelangen viel mehr UV-Strahlen zur Erdoberfläche als in Europa. Sonnencreme mit LSF 50 ist Pflicht!
Mit Kindern und Babys unterwegs

Unterkunft
Der Camper ist unschlagbar – Kinder haben ihr festes Nest, und man spart sich das tägliche Umziehen. Eine Herausforderung war es schattige Plätze für eine Pause oder zum Übernachten zu finden, da es tagsüber doch oft sehr heiß geworden ist. Wenn es mal zu heiß wird oder man eine Pause vom Camper braucht, sind Cabins auf Campingplätzen eine tolle Alternative: kleine Ferienhäuser, oft klimatisiert und mit Küche. Je weiter südlich wir waren, desto kühler wurde es dann aber auch.
Transport
In Australien gilt wie in Deutschland: Kindersitze sind Pflicht. Unbedingt beim Camper-Anbieter vorher abklären, ob passende Sitze verfügbar sind und ob diese in den Camper eingebaut werden können (ist nicht bei jedem Modell der Fall!). Lange Strecken sollten in kleinen Etappen gefahren werden – lieber öfter anhalten, als die Kinder fünf Stunden am Stück im Auto zu haben.
Babynahrung und Windeln
In größeren Städten gibt es alles, was man braucht. In kleinen Orten ist die Auswahl eingeschränkt, deshalb lohnt es sich, Vorräte mitzunehmen. Wir hatten 2 Packungen Windeln dabei, den Rest haben wir vor Ort nachgekauft. Praktisch: Viele australische Supermärkte sind sehr familienfreundlich und haben Wickelräume.
Hygiene
Der Westen Australiens besteht vor allem aus rotem Staub. Dieser ist gerade beim Camping irgendwann überall und gerade Babys oder Kleinkinder sind schnell von Kopf bis Fuß paniert. Daher haben wir unsere Solardusche tatsächlich immer gut genutzt und mit ein paar klassischen Waschlappen im Gepäck war es möglich alle wieder einigermaßen sauber zu bekommen. Leider ging der Staub aus ein paar Kleidungsstücken auch nach der Waschmaschine nicht mehr raus, daher würde ich das nächste Mal nicht die allerschönste Lieblingskleidung einpacken.
Gesundheitsvorsorge
Eine kleine Reiseapotheke ist Gold wert. Fieberzäpfchen, Insektenschutz (gegen Mücken & Fliegen) und Pflaster gehören unbedingt ins Gepäck. Ärzte gibt es in allen größeren Städten, im Outback kann der nächste aber mehrere Stunden entfernt sein.
Mehr zur Reiseapotheke für Kinder findest du hier: Packliste fürs Reisen mit Kindern und Babys
Ganz wichtig: Sonnenschutz! Sonnencreme mit hohem LSF, Hut, und UV-Shirts fürs wandern oder baden/schnorcheln sind Pflicht! Es hat seinen Grund, dass man in Australien Sonnencreme gleich in der 10 Liter Packung kaufen kann.
Impfungen
Standardimpfungen prüfen, dazu empfehlen viele Ärzte für Australien eine Hepatitis-A-Impfung. Für Babys vorher unbedingt Rücksprache mit dem Kinderarzt halten.
Essenszeiten und Restaurants
Australier essen früh (sie stehen auch sehr früh auf!). Restaurants schließen gegen 21 Uhr, manchmal früher. Wer mit Kindern unterwegs ist, kommt damit gut klar. Viele Familien kochen ohnehin im Camper oder nutzen die kostenlosen BBQs, die es in fast jedem Ort und an Stränden gibt. Wir waren tatsächlich so gut wie gar nicht essen, da es entweder nichts gab oder sehr teuer war.
Aktivitäten mit Kindern
Australien ist ein Paradies für Familien vor allem was die fantastische Natur, die freundlichen Menschen und die vielen tollen Spielplätze betrifft:
- Kängurus und Emus beobachten, Delfine in Monkey Mia füttern oder eine Waltour machen. Auch schnorcheln oder Delfine und Meeresschildkröten am Ningaloo Reef beobachten ist toll für ältere Kinder.
- Nationalparks sind meist mit kurzen, gut ausgeschilderten Wanderwegen versehen. Die schaffen auch kleine Beine und sind meistens auch ohne große Steigungen.
- Traumhafte Strände, an denen Kinder im Sand spielen können. Sandburgen bauen, Muscheln sammeln und baden sind Aktivitäten die wahrscheinlich alle Kinder toll finden.
Mit Babys und Kleinkindern sind Spaziergänge und Strandtage am entspanntesten. Ältere Kinder lieben die Wildtierparks und Abenteuer im Outback.
Strände
Die Westküste ist berühmt für ihre endlosen Strände – oft ist man dort fast allein. Aber Vorsicht: In manchen Regionen gibt es giftige Quallen (Box Jellyfish) oder im Norden Krokodile. Immer vorher informieren, ob Schwimmen sicher ist. Vor allem die Strände am Ningaloo Reef und rund um Monkey Mia sind traumhaft schön.
FAQ
Route & Planung
Wie lange sollte man für die Strecke Darwin-Perth einplanen? Minimum 3-4 Wochen. Wir haben 4 Wochen gebraucht und hätten gerne noch mehr Zeit gehabt. Manche machen es in 2-3 Wochen, aber dann ist es sehr gehetzt.
Braucht man einen 4WD für diese Route? Nein, die Hauptroute ist mit einem normalen Campervan machbar. Nur für François Peron NP und manche Tracks im Karijini bräuchte man 4WD. Wir hatten einen normalen Camper und kamen überall hin.
Wann ist die beste Reisezeit? April-Oktober ist ideal. Wir waren im August/September (australischer Winter/Frühjahr) und fanden es perfekt. Nicht zu heiß, weniger Fliegen, Wale zu sehen. Im Sommer (Dezember-Februar) wird es sehr heiß (40+ Grad).
Wie sind die Fahrstrecken? Schafft man das mit Kleinkind? Die Etappen sind lang (oft 300-500 km zwischen Stops). Mit Kleinkind sollte man mehrere Pausen einplanen und nicht zu viel pro Tag fahren. Spielzeug, Snacks und Hörbücher helfen. Viele Rastplätze haben Picknicktische.
Sollte man die Route vorher komplett durchplanen? Ja, zumindest grob. Campingplätze in beliebten Parks (Cape Range, Karijini) müssen Monate voraus gebucht werden. Bei der groben Route kann man aber flexibel bleiben.
Kosten & Praktisches
Wie viel kostet der Parks Pass? 4 Wochen Holiday Pass: 60 AUD. Lohnt sich absolut, wenn man mehrere Parks besucht!
Wie teuer ist Camping generell? National Park Campgrounds: 10-20 AUD/Nacht. Private Caravan Parks: 40-60 AUD/Nacht (mit Duschen, Waschmaschine, Spielplatz). Freies Campen (wo erlaubt): kostenlos.
Gibt es überall Trinkwasser und Duschen? In National Parks oft nur Plumpsklos und kein Trinkwasser. Immer genug Wasser mitführen! Private Caravan Parks haben bessere Einrichtungen – gut für einen “Waschtag” zwischendurch.
Wie ist die Handyverbindung? In größeren Orten gut, zwischen den Orten oft tagelang kein Empfang. Offline-Karten (Maps.me) downloaden! Wichtige Infos vorher ausdrucken.
Wo kann man Vorräte kaufen? In allen größeren Orten (Exmouth, Coral Bay, Karijini Visitor Centre, Carnarvon) gibt es Supermärkte. Dazwischen oft nichts – gut bevorraten! Preise sind höher als in Perth.
Camping & Unterkunft
Wo waren die besten Campingplätze? Cape Range NP (direkt am Strand), Karijini Dales Campground, Yanchep NP. Viele müssen Monate im Voraus gebucht werden!
Wie weit im Voraus muss man Campingplätze buchen? Beliebte Plätze in der Hauptsaison: 3-6 Monate vorher. Weniger frequentierte oder private Parks: oft auch kurzfristig möglich. Über parks.dpaw.wa.gov.au buchen.
Gibt es auch kinderfreundliche Alternativen zum Camping? Ja, in Exmouth, Coral Bay und anderen Orten gibt es auch Chalets, Cabins oder Motels. Gut für eine Nacht “Luxus” zwischendurch mit richtigen Betten und Küche.
Was macht man bei schlechtem Wetter mit Kleinkind im Camper? Malbücher, Hörbücher, kleine Spiele mitnehmen. Zum Glück ist schlechtes Wetter in der Trockenzeit selten. Notfalls einen Tag in einem Caravan Park mit Indoor-Spielbereich.
Mit Kleinkind unterwegs
Ist Schnorcheln am Ningaloo Reef mit Kleinkind möglich? Ja! An flachen Stränden wie Turquoise Bay ist es ideal. Schwimmweste für Kleinkinder, kindgerechte Schnorchelmaske mitbringen. Morgens ist das Wasser ruhiger.
Welche Aktivitäten sind für Kleinkinder geeignet? Strände, kurze Wanderungen (Mandu Mandu Gorge, Joffre Falls Lookout), Wildtiere beobachten (Kängurus, Emus), Playground in Exmouth, Glass Bottom Boat Tours. Im Karijini: nur die Lookouts, nicht die schweren Gorge-Wanderungen.
Wie gefährlich sind Schlangen und Spinnen? Wir haben kaum welche gesehen. Festes Schuhwerk tragen, Kind beaufsichtigen, beim Campen Zelt immer schließen. Nicht unnötig Angst machen – mit gesundem Menschenverstand ist es sicher.
Was gehört in die Reiseapotheke für Kleinkinder? Fiebermittel, Sonnencreme SPF 50+, Mückenspray, Pflaster, Elektrolytlösung bei Durchfall, gewohnte Medikamente. Apotheken gibt es nur in größeren Orten!
Wie hält man Kleinkinder bei Hitze kühl? Viel Wasser trinken, UV-Kleidung, Sonnenhut, Mittagshitze meiden. Nasses Handtuch im Nacken hilft. Strand und Pool (in Caravan Parks) sind die besten Freunde!
Windeln und Babynahrung – bekommt man das unterwegs? In größeren Orten wie Exmouth, Carnarvon problemlos. Dazwischen gibt es oft nichts – großzügig bevorraten! Windeln aus Deutschland mitnehmen falls spezielle Marke benötigt.

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