Mit dem Campervan von Darwin bis Perth in 4 Wochen mit Kleinkind
In diesem Artikel geht es um den zweiten Teil unserer Reise durch Nord- und Westaustralien mit Camper von Darwin nach Perth.
Für den ersten Teil von Darwin bis Broome schau hier: Roadtrip durch den Norden Australiens – Von Darwin bis Lake Argyle mit Kindern
Für generelle Tipps zu Reisezeit, Camper mieten und Route für Australien schau hier: Australien Roadtrip mit dem Camper – Tipps und Infos
Wichtiger Hinweis: Parks Pass für Western Australia
Bevor es losgeht, ein wichtiger Spartipp: Der Parks Pass Western Australia lohnt sich definitiv für Roadtrips durch WA!
Was ist der Parks Pass?
- Berechtigt zum Eintritt in alle Nationalparks von Western Australia
- Holiday Park Pass: 4 Wochen für 60 AUD (ca. 38 EUR) pro Fahrzeug
- Annual Local Park Pass: 1 Jahr für 120 AUD
- Einzeleintritte kosten meist 15-17 AUD pro Fahrzeug/Tag
Wo kaufen?
- Online vor der Reise auf der Parks and Wildlife Service Website https://parks.dpaw.wa.gov.au/know/fees-and-visitor-contributions
- An den Eingängen der größeren Nationalparks
- In Visitor Centres
Unsere Erfahrung: Bei unserer Route durch Karijini NP, Cape Range NP, Kalbarri NP, Nambung NP und Yanchep NP hätten wir ohne Pass über 80 AUD gezahlt – der Pass hat sich also schon nach wenigen Tagen amortisiert!
Campingplätze in Westaustralien buchen
Alle staatlichen Nationalpark-Campgrounds in WA buchst du über parks.dpaw.wa.gov.au. Du brauchst ein Konto und eine Kreditkarte, die Buchung läuft komplett online ab. Beliebte Plätze wie Cape Range oder Karijini sind in der Hochsaison (April-Oktober) oft schon 3-6 Monate im Voraus ausgebucht – also früh dran sein! Viele setzen sich einen Wecker, wenn die Buchungen für ihren Zeitraum freigegeben werden.
Private Caravan Parks in Exmouth, Coral Bay etc. buchst du direkt über deren Websites oder booking.com. Die sind flexibler und kurzfristig verfügbar, aber teurer (40-60 AUD statt 10-20 AUD). Dafür gibt’s Duschen, Waschmaschinen und oft Spielplätze – perfekt für einen Komfort-Tag zwischendurch.
In Nationalparks gibt es nur unpowered sites (ohne Strom), also Powerbanks mitnehmen! Manche abgelegene Campgrounds funktionieren mit Self-Registration: Platz suchen, Umschlag mit Bargeld ausfüllen, einwerfen. Trotzdem vorher online prüfen, ob Buchung nötig ist.
Broome – Perlenstadt am Indischen Ozean


Nachdem wir die Grenze nach Western Australia überquert hatten, war der erste größere Stopp die Stadt Broome. Nettes kleines Städtchen mit Cafés und vielen Juwelieren, da hier Perlen gezüchtet werden.
Unser Highlight hier war vor allem der Gantheaume Point, ein Leuchtturm und Aussichtspunkt am Meer, dessen rötliche Gesteinsfarbe einen wunderbaren Kontrast zum blauen Meer bietet. Die Felsen hier sind Teil der 130 Millionen Jahre alten Broome-Sandsteinformation und bei Ebbe kann man sogar versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke sehen!
Den Rest der Stadt nutzten wir vor allem zum Einkaufen und um die Infrastruktur zu nutzen. Es gibt noch einen kleinen Mangrovenwald, den man auf einem kleinen Holzsteg erkunden kann. Zum Baden geht es an den Cable Beach, den Hausstrand von Broome.

Infos zu Broome:
- Cable Beach: 22 km langer weißer Sandstrand, berühmt für Kamelritte bei Sonnenuntergang
- Chinatown: Historisches Viertel mit Perlenläden und Cafés
- Staircase to the Moon: Naturphänomen bei Vollmond (März-Oktober), wenn der Mond über dem Watt aufgeht
- Mit Kindern: Town Beach hat einen tollen Spielplatz und ist gut zum Plantschen
Cape Keraudren – Camping direkt am Meer

Der nächste Stopp ist das Cape Keraudren, vor allem weil es günstig zum Übernachten lag. Man kann direkt am Strand übernachten und hat eine wahnsinnig schöne Aussicht vom Camper aufs Meer. Allerdings gab es hier so viele nervige Sandfliegen (Sandflies), dass wir statt der angepeilten zwei Nächte nur eine blieben. Der Strand an sich war aber wunderschön und man konnte gut buddeln und in den kleineren Gezeitenpools baden.


Infos zu Cape Keraudren:
- Lage: Ca. 150 km südlich von Port Hedland
- Camping: Basic Campingplatz direkt am Strand (ca. 15 AUD/Nacht)
- Keine Facilities: Nur Plumpsklos, kein Trinkwasser
- Gezeiten beachten: Bei Flut wird der Strand sehr schmal
- Tipp: Insektenspray nicht vergessen! Die Sandflies sind vor allem morgens und abends aktiv
Karijini National Park – Spektakuläre Schluchten im Herzen der Pilbara
Das nächste große Highlight ist der Karijini National Park, den viele als den schönsten Nationalpark Australiens bezeichnen. Und ich kann verstehen, warum! Die roten Felsformationen, türkisfarbenen Wasserlöcher und spektakulären Schluchten sind einfach atemberaubend.

Der erste Stopp zum Mittagessen liegt noch außerhalb des Parks, die Fortescue Falls Rest Area, von wo aus man aber bereits einen wunderschönen Ausblick auf eine Schlucht hat.
Dales Gorge – Die familienfreundlichste Schlucht
Als nächstes ging es in die Dales Gorge. Dort gibt es einen wunderschönen Wanderweg runter in die Schlucht und zu zwei Badestellen, dem Circular Pool und dem Fern Pool. Das Wasser ist herrlich erfrischend, daher definitiv Badesachen einpacken! Wir fanden diese Schlucht am besten mit Kleinkind machbar, da der Weg relativ einfach zu gehen ist.




Wanderung Dales Gorge:
- Länge: 3,2 km return zum Circular Pool
- Schwierigkeit: Moderat, befestigter Weg mit Stufen
- Dauer: 1-2 Stunden (mit Kind länger)
- Highlights: Fortescue Falls (Wasserfall), Circular Pool, Fern Pool
- Mit Kindern: Gut machbar, aber die Stufen sind anstrengend
Joffre Gorge – Abenteuerlich mit Leitern
Am zweiten Tag ging es in die Joffre Gorge. Auch hier kann man in die Schlucht herunterlaufen. Es sind am Schluss einige Eisenleitern hinunter (und wieder hinauf!) zu klettern. Theoretisch kann man unten auch baden, das haben wir aber nicht ausprobiert. Mit Kleinkind würde ich diese Schlucht eher nicht empfehlen – ohne Kind ist sie aber spektakulär!




Wanderung Joffre Gorge:
- Länge: 1 km return
- Schwierigkeit: Schwer, steile Leitern (Class 5)
- Dauer: 1-1,5 Stunden
- Highlights: Joffre Falls, Ausblick von oben
- Mit Kindern: Nur für ältere, trittsichere Kinder geeignet
Weitere Schluchten im Karijini NP:
- Hancock Gorge: Spektakulär, aber sehr anspruchsvoll (waten durch Wasser, enge Passagen)
- Weano Gorge: Moderate Wanderung mit schönem Aussichtspunkt (Oxer Lookout)
- Knox Gorge: Weniger besucht, toll für erfahrene Wanderer
- Hamersley Gorge: Etwas abgelegen, aber wunderschön und weniger überlaufen
Praktische Infos Karijini NP:
- Eintritt: 15 AUD/Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Beste Reisezeit: April-Oktober (im Sommer über 40 Grad!)
- Camping: Dales Campground (powered/unpowered), Karijini Eco Retreat (luxuriöser)
- Verpflegung: Kein Supermarkt im Park! In Tom Price (60 km) einkaufen
- Tanken: Tom Price oder Auski Roadhouse
- Wichtig: Viel Wasser mitnehmen, festes Schuhwerk, Sonnenschutz
Ningaloo Reef – Korallen, Schildkröten und Rochen

Nach den spektakulären Schluchten des Karijini ging es weiter zur Westküste zum weltberühmten Ningaloo Reef – dem größten Saumriff der Welt und UNESCO-Weltnaturerbe.
Coral Bay – Schnorcheln direkt vom Strand
In Coral Bay kann man an jeder Ecke Schnorchelausrüstung ausleihen und einfach ins Wasser springen. Das Riff beginnt direkt vor dem Strand – wie praktisch! Aber auch der Strand selbst ist sehr schön und feinsandig, perfekt zum Buddeln.
Wir haben uns dann noch für eine Glasbodenboot-Tour entschieden, da das auch mit Kleinkind gut machbar war. Wir waren mit einer Gruppe australischer Rentner an Bord, so hat es ganz gut gepasst. Man sieht auch vom Boot schon total viele Fische und Schildkröten. An einer Stelle weiter draußen kann man dann auch schnorcheln gehen mit Leihausrüstung vom Boot. Das haben wir auch abwechselnd gemacht und es hat sich richtig gelohnt. Neben unzähligen Fischen und Schildkröten haben wir sogar einen Rochen gesehen!


Infos zu Coral Bay:
- Lage: Kleiner Ort, ca. 1.200 km nördlich von Perth
- Schnorcheln: Direkt vom Strand möglich, Ausrüstung überall ausleihbar (ca. 20 AUD/Tag)
- Touren: Glasbodenboot-Touren (ab 50 AUD), Schnorchel-Touren, Walhai-Schwimmen (März-Juli)
- Mit Kindern: Der geschützte Bills Bay ist perfekt für kleine Kinder
- Camping: Peoples Park Caravan Village, Bayview Coral Bay
- Einkaufen: Kleiner Supermarkt (teuer!), besser in Exmouth einkaufen
Cape Range National Park – Turquoise Bay und mehr
Danach ging’s von Coral Bay etwas weiter Richtung Exmouth zum Cape Range National Park. Auch hier geht das Ningaloo Reef noch weiter und man kann wieder fantastisch schnorcheln. Am bekanntesten ist die Turquoise Bay. Das Wasser ist echt wahnsinnig türkis – der Name ist absolut Programm!


Tipp: Schnorchelausrüstung bekommt man an den Nationalpark-Stationen ausgeliehen (ca. 15 AUD/Tag) oder man bringt seine eigene mit.
Auch an Land kann man Schönes entdecken, z.B. die Yardie Creek. Dort haben wir unsere ersten Kängurus (eigentlich Wallabys) aus der Nähe gesehen! Die Bootstour durch die Schlucht ist auch sehr empfehlenswert.
Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz im Nationalpark. Wir hatten mal wieder sehr viel Glück, denn diese sind normalerweise 6 Monate im Voraus ausgebucht. Wir konnten aber eine Stornierung erwischen. Alle Plätze im Cape Range NP liegen wunderschön direkt am Strand. Leider war es bei uns sehr windig, aber der Wahnsinns-Sonnenuntergang hat dafür entschädigt.


Beste Schnorchelspots im Cape Range NP:
- Turquoise Bay: Drift-Schnorcheln mit der Strömung (sehr beliebt!)
- Oyster Stacks: Viele Korallen und Fische
- Lakeside: Ruhiger, gut für Kinder
- Sandy Bay: Schildkröten-Hotspot
- Ned’s Camp: Weniger überlaufen
Praktische Infos Cape Range NP:
- Eintritt: 15 AUD/Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Camping: Mehrere Campgrounds am Strand (keine Buchung möglich außer Mesa), alle unpowered
- Beliebte Camps: Osprey Bay, Sandy Bay, Kurrajong
- Facilities: Nur Plumpsklos, kein Trinkwasser mitbringen!
- Wichtig: Strom-/Wasserversorgung vorher planen
- Yardie Creek: Bootstour (ca. 45 AUD), Wanderung entlang der Schlucht
Exmouth – Versorgungsbasis:
- Größerer Ort mit Supermärkten, Tankstellen, Restaurants
- Touren-Ausgangspunkt für Walhai-Schwimmen (März-Juli), Mantarochen (Mai-November)
- Whale Watching (Juni-November)
Shark Bay – UNESCO-Weltnaturerbe
Vom Ningaloo Reef ging es weiter nach Shark Bay, einem weiteren UNESCO-Weltnaturerbe mit unglaublicher Artenvielfalt.
Shell Beach – Ein Strand aus Muscheln
Erster Stopp hier ist der Shell Beach, ein Strand, der nicht aus Sand, sondern aus unzähligen kleinen weißen Muscheln besteht. Bis zu 10 Meter tief liegt hier eine Schicht aus Herzmuscheln – absolut faszinierend! In der Nähe haben wir auch Emus gesehen, die gemütlich am Straßenrand grasten.


Infos zu Shell Beach:
- Besonderheit: Einer von nur zwei Muschelstränden weltweit (der andere ist in Mexiko)
- Muscheln: Fragum erugatum (Herzmuscheln), bis zu 10 Meter dick
- Baden: Möglich, aber das Wasser ist sehr salzig
- Historisch: Früher wurden die Muscheln als Baumaterial genutzt
Monkey Mia – Delfine hautnah
In Monkey Mia kann man jeden Morgen am Strand Delfine sehen, da diese von der Parkverwaltung gefüttert werden. Wir waren uns erst unsicher, ob wir das machen sollten, da es sehr touristisch ist, aber es war dann gar nicht so schlimm. Und die Fütterung ist wirklich minimal (nur ein kleiner Fisch pro Delfin), sodass sie ihren Jagdtrieb nicht verlieren. Wir fanden es insgesamt also doch ganz empfehlenswert.

Die Delfine kommen meist gegen 7:45 Uhr das erste Mal – es können bis zu drei Fütterungen am Vormittag stattfinden. Die Rangers erklären dabei viel über die einzelnen Delfine (viele kennen sie schon seit Jahren) und über den Schutz der Tiere.
Infos zu Monkey Mia:
- Delfin-Fütterung: Täglich ab ca. 7:45 Uhr (kostenlos, aber Parkeintritt zahlen)
- Eintritt: 15 AUD/Person (Kinder unter 5 frei)
- Fütterung: Nur wenige Besucher dürfen aktiv füttern (wird vor Ort ausgewählt)
- Weitere Aktivitäten: Kayak-Touren, Wildlife-Cruises, Aquarium
- Übernachtung: RAC Monkey Mia Dolphin Resort (Camping und Bungalows)
- Tipp: Früh da sein für die beste Sicht
Weitere Touren ab Monkey Mia:
- Wildlife-Cruise: Delfine, Schildkröten, Dugongs beobachten
- Kayak-Tour: Selbst paddeln und Meeresbewohner entdecken
- Sunset Cruise: Romantisch bei Sonnenuntergang
Denham – Charmantes Küstenstädtchen
Auf dem Rückweg hielten wir noch an der Lagune Little Lagoon und sind dort spazieren gegangen. Das war richtig schön – das Wasser ist unglaublich türkis und flach. Perfekt auch zum Schwimmen mit kleinen Kindern.



Tipp mit Kindern: In Denham gibt es neben dem Gordon Peters Park direkt am Meer einen mega Spielplatz! Der ganze Bereich ist Piratenschiffen nachempfunden mit supercoolem verwittertem Holz und richtig schön durchdacht. Perfekt für eine Pause!
Weitere Highlights in Shark Bay:
- Hamelin Pool: Stromatolithen (lebende Fossilien), 3,5 Milliarden Jahre alte Lebensformen
- Eagle Bluff: Spektakulärer Aussichtspunkt, oft Haie und Rochen sichtbar
- François Peron National Park: 4WD-Gebiet mit heißen Quellen und rotem Sand
Kalbarri National Park – Rote Schluchten und Küstenklippen
Weiter geht es die Küste runter bis zum Kalbarri National Park. Hier gibt es ganz viele Schluchten und großartige Ausblicke – allerdings ist hier leider alles eher mit dem Auto als zu Fuß zu erkunden, was mit Kind aber auch ganz praktisch war.

Kalbarri Skywalk – Schwindelfrei sollte man sein!
Der Kalbarri Skywalk ist relativ neu (eröffnet 2020) und absolut beeindruckend. Es gibt zwei Aussichtsplattformen, die 25 bzw. 100 Meter über dem Murchison River schweben. Der Blick in die Tiefe ist atemberaubend – und nichts für Menschen mit Höhenangst!


Infos zum Kalbarri Skywalk:
- Lage: Im Inland-Teil des Nationalparks
- Zwei Plattformen: Castle Cove Skywalk und West Loop Skywalk
- Länge: Jeweils ca. 25 Meter über der Schlucht
- Kosten: Im Parkeintritt enthalten
- Wanderungen: Mehrere kurze Walks ab Parkplatz
Nature’s Window – Das berühmte Felsfenster
Nature’s Window ist wohl der meist fotografierte Spot im Kalbarri NP. Ein natürliches Felsfenster rahmt den Blick auf den Murchison River perfekt ein. Der kurze Spaziergang dorthin (ca. 800 Meter) ist auch mit Kindern gut machbar.

Weitere Highlights im Kalbarri NP:
- Z-Bend: Spektakuläre Schlucht mit Wanderung hinunter zum Fluss (schwer, 3 Stunden)
- The Loop: Aussichtsplattform mit tollem Blick
- Ross Graham Lookout: Panoramablick über die Schlucht
- Coastal Cliffs: Entlang der Küste gibt es dramatische Klippen und Natural Bridge
Am nächsten Tag hatten wir das erste Mal nach fast 4 Wochen mal wieder Regen und haben trotzdem schön am Strand übernachtet – auch im Regen hat Australien seinen Charme!
Praktische Infos Kalbarri NP:
- Eintritt: 15 AUD/Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Zwei Bereiche: Inland (Schluchten) und Küste (Klippen)
- Kalbarri Town: Kleiner Ort mit Supermarkt, Tankstelle, Cafés
- Camping: Mehrere Campingplätze in Kalbarri Town
- Beste Zeit: Juli-Oktober (Wildblumen!), April-Oktober generell
Nambung National Park – Die mystischen Pinnacles
Die Pinnacles sind eine der beeindruckendsten Steinformationen Australiens. Tausende Kalksteinsäulen ragen hier aus der Wüste – ein surrealer Anblick!


Es gibt eine Fahrstrecke durch den Park (4,5 km Loop) und einen Fußweg. Da fast alle lieber mit dem Auto fahren, hatten wir die Landschaft auf dem Fußweg ganz für uns alleine. Leider war das Wetter nicht so toll, daher war es recht grau. Ich kann mir aber vorstellen, dass es z.B. bei Sonnenuntergang eine tolle Lichtstimmung sein muss.
Infos zu den Pinnacles:
- Entstehung: Bis zu 30.000 Jahre alte Kalksteinformationen, entstanden aus Muscheln
- Anzahl: Tausende Säulen, manche bis zu 4 Meter hoch
- Scenic Drive: 4,5 km Loop (auch für normale PKW geeignet)
- Pinnacles Desert Discovery Trail: 1,2 km Fußweg zwischen den Säulen
- Beste Zeit: Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang für tolles Licht
- Eintritt: 15 AUD/Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Lage: Nur 200 km nördlich von Perth, Tagesausflug möglich
Weitere Aktivitäten:
- Hangover Bay & Kangaroo Point: Schöne Strände zum Baden
- Lake Thetis: Stromatolithen (wie Hamelin Pool)
Yanchep National Park – Känguru-Alarm!
Im Yanchep National Park haben wir auch übernachtet. Dieser Park ist auch für seine Kängurus bekannt, und als wir ankamen, war unser ganzer Platz voll davon! Sie sind wirklich überhaupt nicht scheu und liegen quasi überall im Weg rum oder grasen gemütlich. Die Australier lässt das Ganze übrigens völlig kalt – wahrscheinlich sind hier Kängurus sowas wie Kaninchen bei uns.



Im Park gibt es auch ein kleines Gehege mit Koalas, die man besuchen kann – unsere erste richtige Koala-Sichtung! Am nächsten Tag sind wir daher noch einmal um den See im Park gelaufen und haben weitere Kängurus, aber auch viele Vögel gesehen. Der Loch McNess ist wirklich sehr idyllisch.
Infos zum Yanchep National Park:
- Lage: Nur 50 km nördlich von Perth
- Koalas: Kleine Koala-Anlage mit Fütterungszeiten (11 Uhr, 14 Uhr)
- Kängurus: Überall im Park frei herumlaufend (Western Grey Kangaroos)
- Wanderungen: Wetlands Walk (1,5 km), Yaberoo Budjara Heritage Trail (5 km)
- Crystal Cave: Führungen durch die Tropfsteinhöhle (buchbar)
- Camping: Yanchep National Park Campground (powered/unpowered)
- Eintritt: 15 AUD/Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Tipp: Perfekter Zwischenstopp vor oder nach Perth

Leeuwin-Naturaliste National Park – Wale und Wellen
Da wir etwas schneller waren als gedacht, hatten wir dann noch 3 Tage Zeit, den Camper abzugeben. Daher sind wir noch ein Stück weiter in den Süden gefahren zum Leeuwin-Naturaliste National Park. Diese Region ist vor allem für ihre Surfer-Strände, Weingüter und Whale Watching bekannt.
Cape Naturaliste – Leuchtturm und Wale
Am Cape Naturaliste gibt es einen historischen Leuchtturm, und man kann wunderschön spazieren gehen entlang der Klippen. Es gibt sogar einen Whale Watching Aussichtspunkt, und wir haben von dort tatsächlich Delfine und Wale gesehen! Einen Blauwal und einen Southern Right Whale (das hat uns jemand erklärt) – absolut magisch!




Infos zu Cape Naturaliste:
- Leuchtturm: Touren verfügbar (ca. 20 AUD), toller Ausblick
- Whale Watching: Juni-Dezember (Buckelwale, Southern Right Whales)
- Cape to Cape Track: 135 km langer Wanderweg von Cape Naturaliste nach Cape Leeuwin
- Küstenwanderungen: Viele kürzere Abschnitte möglich
- Strände: Meelup Beach, Bunker Bay (perfekt zum Schwimmen)

Yallingup – Surfer-Paradies
Übernachtet haben wir in Yallingup, einem kleinen Surfer-Städtchen. Am Strand kann man auch super spazieren gehen und lauter kleine Meerestiere wie Seesterne, Meeresschnecken und Krebse in den Gezeitenpools beobachten – perfekt für neugierige Kinder!
Margaret River Region – Die Highlights:
- Weinregion: Über 200 Weingüter (Weinproben oft mit Kinderbetreuung)
- Ngilgi Cave & Mammoth Cave: Tropfsteinhöhlen mit Führungen
- Canal Rocks: Spektakuläre Felsformation am Meer
- Boranup Forest: Karri-Wald mit riesigen Bäumen
- Prevelly Beach: Surf-Spot und schöner Strand
Perth – Die sonnigste Hauptstadt Australiens
Fremantle – Historischer Hafencharme
Unser letzter Stopp in Perth startete mit dem Besuch von Fremantle und dem Fremantle Prison, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Das ehemalige Gefängnis kann man in Führungen erkunden – sogar Tunnel-Touren sind möglich!


Highlights in Fremantle:
- Fremantle Prison: UNESCO-Welterbe, verschiedene Touren (Day Tour, Torchlight Tour, Tunnel Tour)
- Fremantle Markets: Freitag-Sonntag, toller Markt mit Essen, Kunst und Souvenirs
- Cappuccino Strip: South Terrace mit vielen Cafés und Restaurants
- Bathers Beach: Kleiner Stadtstrand mit Beach Club
- Round House: Ältestes öffentliches Gebäude in WA
- Shipwreck Galleries: Museum über Schiffswracks vor der Küste
Perth City – Was man sehen sollte:
- Kings Park: Einer der größten Stadtparks der Welt, toller Ausblick auf die Skyline
- Elizabeth Quay: Moderne Waterfront mit Restaurants und Spielplatz
- Perth Mint: Münzprägeanstalt mit Goldgießvorführungen
- Cottesloe Beach: Berühmter Stadtstrand
- Swan River: Bootstouren oder Spaziergang entlang des Flusses
Rottnest Island – Das haben wir verpasst
Eigentlich wollten wir auch noch nach Rottnest Island, dem Highlight von Perth. Leider hat es bei uns sehr viel geregnet und da es Winter war, auch recht kalt. Daher waren uns die 100 AUD alleine für die Fährfahrt von 30 Minuten das Ganze nicht wert. Bei gutem Wetter ist es bestimmt ein einmaliges Erlebnis!
Infos zu Rottnest Island:
- Anreise: Fähre ab Perth oder Fremantle (30-90 Minuten, ca. 50-100 AUD return)
- Quokkas: Die berühmten “glücklichsten Tiere der Welt” leben nur hier
- Aktivitäten: Schnorcheln, Radfahren (keine Autos!), Strände erkunden
- Strände: 63 Strände und 20 Buchten, The Basin ist besonders schön
- Beste Zeit: Oktober-April (wärmer)
- Tipp: Fahrrad mieten und die ganze Insel erkunden
Fazit: Western Australia mit Kleinkind
Western Australia ist ein absoluter Traum für Roadtrips – die Weite, die spektakulären Nationalparks, die unglaublichen Küstenabschnitte und die freundlichen Menschen haben uns total begeistert.
Was hat besonders gut mit Kleinkind funktioniert:
- Die vielen Campingplätze direkt am Strand
- Kurze Wanderungen zu Wasserstellen zum Planschen (Karijini, Ningaloo)
- Tierbeobachtungen (Kängurus, Delfine, Wale, Emus)
- Entspanntes Reisen ohne Zeitdruck
Was war herausfordernd:
- Lange Distanzen (teilweise 300-500 km zwischen Stops)
- Hitze in manchen Regionen
- Fliegen und Sandflies an einigen Orten
- Vorausbuchung der beliebten Campingplätze nötig
Unser Highlight: Definitiv der Karijini Nationalpark und das Schnorcheln am Ningaloo Reef!
Würden wir es wieder machen? Absolut! Vielleicht nächstes Mal in der wärmeren Jahreszeit, um auch Perth und Rottnest Island richtig genießen zu können.
FAQ: Westaustralien Roadtrip mit (Klein-)Kind
Wie lange sollte man für die Strecke Darwin-Perth einplanen? Minimum 3-4 Wochen. Wir haben 4 Wochen gebraucht und hätten gerne noch mehr Zeit gehabt. Manche machen es in 2-3 Wochen, aber dann ist es sehr gehetzt.
Braucht man einen 4WD für diese Route? Nein, die Hauptroute ist mit einem normalen Campervan machbar. Nur für François Peron NP und manche Tracks im Karijini bräuchte man 4WD. Wir hatten einen normalen Camper und kamen überall hin.
Wann ist die beste Reisezeit? April-Oktober ist ideal. Wir waren im August/September (australischer Winter/Frühjahr) und fanden es perfekt. Nicht zu heiß, weniger Fliegen, Wale zu sehen. Im Sommer (Dezember-Februar) wird es sehr heiß (40+ Grad).
Wie viel kostet der Parks Pass? 4 Wochen Holiday Pass: 60 AUD. Lohnt sich absolut, wenn man mehrere Parks besucht!
Wo waren die besten Campingplätze? Cape Range NP (direkt am Strand), Karijini Dales Campground, Yanchep NP. Viele müssen Monate im Voraus gebucht werden!
