3 Wochen Hawaii: Die perfekte Route für 4 Inseln (+ 2-Wochen-Variante)

Hawaii – das Paradies im Pazifik mit traumhaften Stränden, aktiven Vulkanen, üppigen Regenwäldern und der herzlichen Aloha-Kultur. Doch welche Inseln sollte man besuchen und wie viel Zeit braucht man wirklich? In diesem ausführlichen Guide zeige ich dir meine empfohlene 3-Wochen-Route über vier hawaiianische Inseln, inklusive aller Highlights und praktischer Tipps. Außerdem verrate ich dir, wie du das Beste aus einem 2-Wochen-Trip herausholst.

Warum mindestens 3 Wochen für Hawaii?

Hawaii ist weit weg – von Europa fliegt man mindestens 20 Stunden mit Zwischenstopps. Bei so einer langen Anreise lohnt es sich, ausreichend Zeit vor Ort zu verbringen. Meine Empfehlung: mindestens 3 Wochen, am besten sogar 4 Wochen, wenn möglich.

Warum so lange?

  • Der Jetlag ist heftig (11-12 Stunden Zeitverschiebung) – ihr braucht ein paar Tage zum Ankommen
  • Jede Insel hat ihren eigenen Charme und verdient ausreichend Zeit
  • Entspannung kommt bei zu kurzen Trips zu kurz
  • Inselhopping braucht Zeit (Flüge, Check-ins, Umziehen)
  • Hawaii ist teuer – bei der weiten Anreise sollte man die Zeit ausnutzen

Welche Inseln sollte man besuchen?

Hawaii besteht aus acht Hauptinseln, aber für Touristen sind hauptsächlich vier Inseln relevant:

Oahu – Die lebhafte Insel mit Honolulu und Waikiki 

Maui – Die Abenteuerinsel mit dem Haleakalā-Vulkan 

Big Island – Die größte Insel mit aktiven Vulkanen 

Kauai – Die Garteninsel mit spektakulärer Natur

Wir haben alle vier Inseln besucht und jede einzelne hat ihren ganz eigenen Charakter. Es lohnt sich definitiv, nicht nur auf Oahu zu bleiben, sondern mehrere Inseln zu erkunden!

Meine empfohlene 3-Wochen-Route: 4 Inseln

Wir haben insgesamt 21 Tage auf Hawaii verbracht und die Zeit wie folgt aufgeteilt:

  • 3 Tage Oahu (Ankunft und Eingewöhnung)
  • 4 Tage Kauai (Natur und Wandern)
  • 6 Tage Maui (Mix aus Abenteuer und Strand)
  • 4 Tage Big Island (Vulkane und Natur)
  • 2-3 Tage Oahu (Abschluss vor dem Rückflug)

Diese Aufteilung fand ich sehr ausgewogen und abwechslungsreich – ich würde sie jederzeit wieder so machen!

1. Oahu (3-5 Tage): Die lebhafte Insel

Oahu eignet sich perfekt als erste Station eurer Hawaii-Reise, denn die meisten Flüge aus Europa landen ohnehin in Honolulu. Die Insel ist touristisch hervorragend erschlossen und bietet viel Infrastruktur, was das Ankommen deutlich erleichtert.

Highlights auf Oahu

Waikiki Beach & Honolulu

3 Wochen Hawaii

Der berühmteste Strand Hawaiis ist tatsächlich der perfekte Ort zum Ankommen. Hier könnt ihr euch erstmal akklimatisieren, im warmen Pazifik schwimmen gehen und vielleicht eure ersten Surfversuche wagen – Waikiki ist ideal für Anfänger, da die Wellen hier nicht zu groß sind.

Der nahegelegene Diamond Head Krater bietet eine relativ einfache Wanderung mit spektakulärem Ausblick über ganz Waikiki und Honolulu. Ein Bummel über die berühmte Kalakaua Avenue mit ihren unzähligen Shops, Restaurants und dem typischen Hawaii-Flair gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm.

North Shore

Die Nordküste von Oahu ist das Mekka für Surfer und bietet vor allem im Winter (November bis Februar) die besten und größten Wellen der Welt. Das charmante Surf-Städtchen Haleiwa ist unglaublich entspannt und authentisch mit kleinen Läden, Galerien und Restaurants. Berühmte Surf-Spots wie Sunset Beach und die legendäre Banzai Pipeline ziehen Profis aus aller Welt an. Ein absolutes Muss ist ein Stopp bei Matsumoto Shave Ice, wo ihr das berühmte hawaiianische Slush-Eis in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen probieren könnt – perfekt zur Abkühlung nach einem Tag am Strand.

Pearl Harbor

Für Geschichtsinteressierte ist Pearl Harbor ein absolutes Muss. Das USS Arizona Memorial ist kostenlos zugänglich, allerdings müsst ihr die Tickets unbedingt vorher online reservieren, da sie schnell ausgebucht sind. Der Besuch ist bewegend und gibt einen tiefen Einblick in ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Geschichte.

Schnorcheln in Hanauma Bay

Diese türkisblaue Bucht gilt als einer der allerbesten Schnorchelplätze auf Hawaii. Das geschützte Naturschutzgebiet beherbergt hunderte bunte tropische Fische, die oft direkt um euch herumschwimmen. Da der Ort sehr beliebt ist, müsst ihr mittlerweile online eine Reservierung vornehmen und Eintritt bezahlen. Es lohnt sich trotzdem – die Unterwasserwelt hier ist einfach spektakulär.

Kailua & Lanikai Beach

Wer etwas ruhigere Strände abseits des Waikiki-Trubels sucht, sollte an die Ostküste nach Kailua fahren. Der Kailua Beach und der benachbarte Lanikai Beach sind traumhaft schön mit türkisblauem Wasser und feinem weißem Sand. Hier könnt ihr auch Kayaks mieten und zu den vorgelagerten Mokulua Islands paddeln – ein wunderschönes Abenteuer mit tollen Fotomotiven.

Makapuu Lighthouse Trail

Diese relativ leichte Wanderung führt euch zu einem alten Leuchtturm mit spektakulärem Ausblick über die Ostküste Oahus. Zwischen Dezember und April habt ihr hier außerdem gute Chancen, Buckelwale im Meer zu beobachten – ein unvergessliches Erlebnis.

Polynesisches Kulturzentrum

Wer sich für die polynesische Kultur interessiert, sollte dem Polynesian Cultural Center einen Besuch abstatten. Hier bekommt ihr einen authentischen Einblick in die Traditionen verschiedener polynesischer Völker mit traditionellen Shows, Tänzen und kulinarischen Spezialitäten.

Plant am besten 3 Tage für den Einstieg auf Oahu ein und optional nochmal 2-3 Tage am Ende eurer Reise, um vor dem langen Rückflug nochmal richtig zu entspannen und vielleicht das ein oder andere Highlight nochmal zu besuchen.

2. Kauai (4-5 Tage): Die Garteninsel

Kauai ist die grünste, wildeste und für viele auch schönste Insel des hawaiianischen Archipels. Hier gibt es deutlich weniger Touristenmassen als auf Oahu und dafür umso mehr ursprüngliche, atemberaubende Natur. Die Insel ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber, Wanderfans und alle, die die dramatische Schönheit Hawaiis in ihrer reinsten Form erleben wollen.

Highlights auf Kauai

Nāpali Coast

3 Wochen Hawaii

Die Nāpali Coast ist ohne Zweifel die spektakulärste Küste ganz Hawaiis und eines der eindrucksvollsten Naturwunder, die ich je gesehen habe. Dramatische, bis zu 1.200 Meter hohe Klippen fallen steil ins türkisblaue Meer ab, kleine versteckte Strände liegen zwischen den Felsen und üppige grüne Täler schneiden sich tief ins Landesinnere. Da es keine Straße entlang dieser Küste gibt, habt ihr drei Möglichkeiten, sie zu erleben: Eine Bootstour von der Westküste aus bietet spektakuläre Perspektiven vom Wasser aus und führt oft auch in Höhlen hinein. Ein Helikopterflug gibt euch den ultimativen Überblick und zeigt auch die versteckten Wasserfälle im Landesinneren.

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Und schließlich gibt es den anspruchsvollen Kalalau Trail, eine der schönsten aber auch schwierigsten Wanderungen der USA. Die komplette Strecke ist 11 Meilen lang (one-way) und erfordert ein Permit sowie Übernachtung. Alternativ könnt ihr auch nur die ersten 2 Meilen zum wunderschönen Hanakapiai Beach wandern, wofür kein Permit nötig ist – aber unterschätzt die Wanderung nicht, sie ist anspruchsvoll und vor allem nach Regen sehr rutschig. Wir sind tatsächlich nur den ersten Teil bis zum Hanakapiai Beach gelaufen, auch da bekommt man schon einen guten Eindruck.

Waimea Canyon

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Der Waimea Canyon wird oft als “Grand Canyon des Pazifiks” bezeichnet und macht diesem Namen alle Ehre. Die atemberaubenden roten, braunen und grünen Felsformationen erstrecken sich über 16 Kilometer Länge und bis zu 1.100 Meter Tiefe. Es gibt mehrere Aussichtspunkte entlang der Straße, darunter der Waimea Canyon Lookout und der Puu Hinahina Lookout, die alle spektakuläre Fotomotive bieten. Für aktivere Besucher gibt es verschiedene Wanderwege wie den Canyon Trail oder den Cliff Trail, die euch noch näher an die beeindruckende Landschaft heranbringen.

Koke’e State Park

Direkt oberhalb des Waimea Canyon liegt der Koke’e State Park, ein Hochland mit komplett anderer Vegetation – hier werdet ihr plötzlich von Nebel und mystischen Nebelwäldern umgeben. Der Kalalau Lookout bietet einen atemberaubenden Blick auf die Nāpali Coast von oben – eine völlig andere Perspektive als vom Boot oder zu Fuß. Der Pihea Trail und der Alakai Swamp Trail führen durch faszinierende Nebelwälder mit einzigartiger Flora und Fauna. An klaren Tagen sind die Ausblicke einfach unfassbar.

Wailua Falls

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Die Wailua Falls sind ein imposanter 25 Meter hoher Wasserfall, der direkt und einfach mit dem Auto zu erreichen ist. Ihr kennt ihn vielleicht aus der Eröffnungsszene der TV-Serie “Fantasy Island”. Der Wasserfall ist besonders am Morgen schön, wenn die Sonne das Wasser zum Glitzern bringt und manchmal sogar Regenbogen erzeugt.

Tunnels Beach & Ke’e Beach

An der Nordküste von Kauai liegen einige der traumhaftesten Strände der Insel. Tunnels Beach ist bekannt für seine außergewöhnlichen Schnorchelmöglichkeiten – das Riff hier ist spektakulär mit bunten Fischen, Schildkröten und manchmal sogar Delfinen. Der nahegelegene Ke’e Beach am Ende der Straße ist ebenfalls wunderschön, allerdings braucht ihr mittlerweile eine Reservierung, um hierher zu fahren oder zu parken.

Hanalei Bay

Die Hanalei Bay ist eine Bilderbuch-Bucht mit Blick auf die grünen Berge im Hintergrund – absolut malerisch. Das charmante Hanalei Town mit seinen kleinen Läden, Cafés und Galerien lädt zum Bummeln ein. Die Bucht selbst ist perfekt zum Surfen, Paddleboarding oder einfach nur zum Entspannen am Strand.

Poipu Beach

An der sonnigeren Südküste liegt der familienfreundliche Poipu Beach, wo ihr mit etwas Glück Mönchsrobben beim Sonnenbaden am Strand oder Meeresschildkröten beim Schnorcheln beobachten könnt. Das Wasser ist hier meist ruhig und klar – ideal auch für Kinder.

Mietet auf Kauai unbedingt ein Auto, denn die Insel ist gut zu befahren und ihr braucht die Flexibilität, um all die verstreuten Naturhighlights zu erreichen. Plant mindestens 4, besser 5 Tage ein, um die Insel wirklich zu genießen.

3. Maui (6-7 Tage): Die Abenteuerinsel

Maui ist für viele die perfekte hawaiianische Insel, denn sie bietet die ideale Mischung aus Abenteuer, spektakulärer Natur und entspanntem Strandurlaub. Die Vielfalt auf Maui ist einfach unglaublich – von hochalpinen Vulkanlandschaften über tropische Regenwälder bis hin zu traumhaften Stränden findet ihr hier alles. Deshalb sind 6 Tage hier auch gut investiert und werden garantiert nicht langweilig.

Highlights auf Maui

Haleakalā Nationalpark & Sonnenaufgang

3 Wochen Hawaii

Der Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Haleakalā-Vulkans auf 3.055 Metern Höhe ist ein absolutes Muss und eines der unvergesslichsten Erlebnisse auf Hawaii. Ihr müsst zwar mitten in der Nacht aufstehen (Abfahrt gegen 3 Uhr morgens), aber es lohnt sich wirklich.

Wichtig: Eine Reservierung über recreation.gov ist zwingend erforderlich und sollte Monate im Voraus erfolgen, da die Plätze schnell ausgebucht sind.

Oben angekommen erwartet euch eine surreale Mondlandschaft, und wenn die Sonne langsam über dem Wolkenmeer aufgeht, versteht ihr, warum Haleakalā “Haus der Sonne” bedeutet. Nach dem Sonnenaufgang könnt ihr im Krater wandern – der Sliding Sands Trail oder der Halemau’u Trail führen durch die faszinierende Vulkanlandschaft. Falls ihr keine Lust auf das frühe Aufstehen habt, ist der Sonnenuntergang eine Alternative, für den keine Reservierung nötig ist.

Road to Hana

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Die Road to Hana gilt als eine der schönsten und kurvenreichsten Küstenstraßen der Welt – und das zu Recht. Die Strecke führt über 620 Kurven und 59 Brücken entlang der spektakulären Nordostküste Mauis. Plant unbedingt einen ganzen Tag dafür ein und startet früh am Morgen, um den größten Touristenmassen zu entgehen. Zu den Highlights gehören die Twin Falls (erste Wasserfälle, oft noch nicht überlaufen), der Wai’anapanapa Black Sand Beach (ein mystischer schwarzer Sandstrand mit dramatischen Felsformationen), das verschlafene Städtchen Hana selbst, und der spektakuläre Pipiwai Trail, der durch einen magischen Bambuswald zu den Waimoku Falls führt.

Mein Tipp: Fahrt früh los, die Route ist sehr beliebt und wird im Laufe des Tages immer voller!

Schnorcheln im Molokini Crater

Der Molokini Crater ist ein halbrunder, versunkener Vulkankrater, der aus dem Meer ragt und kristallklares Wasser mit einer unglaublichen Unterwasserwelt bietet. Auf Bootstouren ab Maalaea oder Kihei könnt ihr hier mit bunten tropischen Fischen, Meeresschildkröten und manchmal sogar Mantarochen schnorcheln. Das Wasser ist hier so klar, dass die Sichtweite oft über 50 Meter beträgt – ein Paradies für Schnorchler.

Lahaina & Kaanapali

Das historische Walfänger-Städtchen Lahaina an der Westküste ist charmant und voller Geschichte. Der riesige Lahaina Banyan Tree ist der größte Banyan-Baum der USA und erstreckt sich über fast einen ganzen Häuserblock. In der Front Street reihen sich Galerien, Restaurants und Shops aneinander. Der nahegelegene Kaanapali Beach ist einer der schönsten Strände Mauis mit goldenem Sand und hervorragenden Hotels.

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Iao Valley State Park

Dieses grüne, mystische Tal im Zentrum Mauis beherbergt die berühmte Iao Needle, einen 366 Meter hohen Felsen, der steil aus dem Tal ragt. Eine kurze, einfache Wanderung führt euch zu Aussichtspunkten mit tollen Blicken auf die üppig bewachsenen Berge. Der Park ist besonders schön am frühen Morgen, wenn Nebel durch das Tal zieht.

Maui Ocean Center

Das Maui Ocean Center in Maalaea ist eines der besten Aquarien der USA und perfekt bei schlechtem Wetter oder wenn ihr mit Kindern unterwegs seid. Hier könnt ihr die hawaiianische Unterwasserwelt kennenlernen, durch einen Glastunnel inmitten von Haien laufen und viel über Meeresschildkröten und Mönchsrobben lernen.

Walbeobachtung (Dezember – April)

Maui ist DIE Insel für Buckelwal-Beobachtung. Zwischen Dezember und April kommen tausende Buckelwale in die warmen Gewässer zwischen Maui, Lanai und Molokai, um ihre Kälber zur Welt zu bringen. Bootstouren ab Lahaina oder Maalaea bringen euch ganz nah an diese majestätischen Tiere heran. Mit etwas Glück könnt ihr sogar vom Strand aus Wale beobachten, die aus dem Wasser springen. Wir waren natürlich mal wieder zur falschen Jahreszeit (November) unterwegs, daher wurden bei uns keine Touren angeboten.

Makena Beach (Big Beach)

Der Makena Beach, auch Big Beach genannt, ist einer der schönsten und längsten Strände Mauis. Er ist deutlich weniger überlaufen als andere Strände und bietet traumhafte Sonnenuntergänge. Das Wasser ist klar, der Sand fein und golden – perfekt zum Entspannen nach all den Abenteuern.

Maui hat wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten. Plant mindestens 6 Tage ein, um die Insel nicht nur zu sehen, sondern auch zu erleben, ohne euch gehetzt zu fühlen.

4. Big Island (4-5 Tage): Die Vulkaninsel

Big Island ist die größte und geologisch jüngste Insel Hawaiis und bietet eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften – von schneebedeckten Gipfeln über tropische Regenwälder bis hin zu kargen Lavafeldern. Hier erlebt ihr die Urgewalt der Natur hautnah, denn die Insel wächst noch immer durch aktive Vulkane.

Highlights auf Big Island

Hawaiʻi Volcanoes National Park

Der Hawaiʻi Volcanoes National Park ist das absolute Highlight der Insel und einer der Hauptgründe, warum ihr Big Island besuchen solltet. Hier könnt ihr die aktiven Vulkane Kīlauea und Mauna Loa hautnah erleben. Wir hatten das unglaubliche Glück, fließende Lava zu sehen – ein absolut magisches und unvergessliches Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Die glühende Lava, die sich ihren Weg bahnt, ist einfach faszinierend und zeigt die rohe Kraft der Erde. Ob ihr Lava seht, hängt allerdings von der aktuellen Vulkanaktivität ab, also checkt vorher den Park-Status online.

Der Crater Rim Drive ist eine Panoramastraße, die euch um den Kīlauea Krater führt und verschiedene Aussichtspunkte bietet. Der Thurston Lava Tube ist ein begehbarer Lavatunnel, durch den vor tausenden von Jahren flüssige Lava geflossen ist – ein surreales Erlebnis. Der Devastation Trail ist ein einfacher Weg durch Lavafelder, die bei früheren Ausbrüchen entstanden sind. Wenn der Vulkan aktiv ist, lohnt sich unbedingt eine Nachtwanderung zur Lava – das rote Glühen in der Dunkelheit ist absolut magisch und eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele überhaupt.

Mauna Kea Summit

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Der Mauna Kea ist mit 4.207 Metern der höchste Berg Hawaiis und gilt als einer der besten Orte weltweit für Sternbeobachtung. Auf dem Gipfel befinden sich mehrere astronomische Observatorien, und die klare Luft sowie die geringe Lichtverschmutzung machen den Ort perfekt zum Sternegucken. Der Sonnenuntergang über den Wolken auf dem Gipfel ist atemberaubend – ihr steht buchstäblich über allem und schaut auf ein Wolkenmeer hinab.

Für die Fahrt zum Gipfel braucht ihr allerdings ein 4WD-Fahrzeug oder ihr bucht eine geführte Tour. Wir hatten natürlich kein 4WD Fahrzeug und haben es daher unten stehen lassen und uns von anderen Touristen mit hochnehmen lassen. Leider wollte uns dann niemand so recht wieder mit runter nehmen und es wurde nach Sonnenuntergang recht schnell sehr kalt. Zum Glück hatten wir dann nach längerem Warten doch noch ein Auto gefunden, dass uns wieder mit runter genommen hat.

Akaka Falls

Die Akaka Falls sind ein beeindruckender 135 Meter hoher Wasserfall, der sich durch üppigen tropischen Regenwald stürzt. Ein kurzer, gepflasterter Rundweg führt durch die grüne Vegetation zu verschiedenen Aussichtspunkten. Der Wasserfall ist besonders nach Regenfällen spektakulär, wenn die Wassermassen tosend in die Tiefe stürzen.

Punalu’u Black Sand Beach

Dieser schwarze Sandstrand aus feingemahlenem Vulkangestein ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein beliebter Ruheplatz für Meeresschildkröten. Mit etwas Glück seht ihr die beeindruckenden Tiere am Strand liegen und sich sonnen. Wichtig: Haltet immer mindestens 3 Meter Abstand und berührt die Schildkröten niemals – sie stehen unter Naturschutz.

Kona Coffee Plantagen

3 Wochen Hawaii

An der Westküste rund um Kona wird der berühmte Kona-Kaffee angebaut, einer der teuersten und besten Kaffees der Welt. Viele Plantagen bieten Führungen an, bei denen ihr den gesamten Prozess vom Anbau bis zur Röstung kennenlernt und natürlich auch verschiedene Sorten verkosten könnt. Ein Muss für Kaffeeliebhaber!

Schnorcheln in Kealakekua Bay

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Die Kealakekua Bay gilt als einer der allerbesten Schnorchelplätze auf Big Island. Das kristallklare Wasser und das gesunde Korallenriff beherbergen unzählige bunte Fische, Delfine schwimmen regelmäßig in der Bucht. Am Captain Cook Monument am südlichen Ende der Bucht ist das Schnorcheln besonders spektakulär. Die Bucht ist am besten mit einem Kayak oder Boot zu erreichen. Es gibt aber auch einen kleinen Pfad der recht steil nach unten führt.

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Pololu Valley Lookout

An der rauen Nordküste bietet der Pololu Valley Lookout einen spektakulären Ausblick auf dramatische Klippen, schwarze Sandstrände und das tosende Meer. Eine steile Wanderung führt hinunter zum abgelegenen schwarzen Sandstrand im Tal – anstrengend, aber lohnenswert.

Hilo Town

Hilo an der Ostküste ist die größte Stadt auf Big Island und deutlich entspannter und regenreicher als das touristische Kona. Der Farmers Market (Mittwoch und Samstag) ist ein Fest für die Sinne mit tropischen Früchten, lokalen Produkten und Kunsthandwerk. Die Rainbow Falls liegen direkt am Stadtrand und sind leicht zu erreichen – morgens bei Sonnenschein entstehen hier oft wunderschöne Regenbogen im Wasserfall-Sprühnebel.

Waipio Valley

Das Waipio Valley, auch “Tal der Könige” genannt, ist eines der heiligsten Täler Hawaiis mit steilen Klippen, üppiger Vegetation und einem schwarzen Sandstrand. Die Straße hinunter ins Tal ist extrem steil und nur mit einem 4WD-Fahrzeug befahrbar. Alternativ könnt ihr zu Fuß hinunterwandern – der Aufstieg zurück ist allerdings sehr anstrengend. Im Tal erwarten euch Wasserfälle, Taro-Felder und eine mystische Atmosphäre.

Hapuna Beach

Der Hapuna Beach an der Westküste gilt als einer der schönsten weißen Sandstrände auf Big Island. Das türkisblaue Wasser lädt zum Schwimmen ein, der feine Sand zum Sonnenbaden. Der Strand ist breiter und weniger überlaufen als viele andere.

Big Island ist riesig und extrem vielfältig. Plant mindestens 4 Tage ein und überlegt euch, ob ihr euch auf Kona an der Westküste (mehr Strände, trocken) oder Hilo an der Ostküste (mehr Natur, Vulkane, regnerisch) als Basis konzentrieren wollt – oder teilt euren Aufenthalt auf beide Seiten auf, um alles zu sehen.

Praktische Tipps fürs Inselhopping

Das Springen zwischen den Inseln ist auf Hawaii relativ einfach und wird von zwei Hauptfluglinien angeboten. Hawaiian Airlines ist die größte Airline mit dem besten Streckennetz und vielen täglichen Verbindungen zwischen allen Inseln. Southwest Airlines ist oft etwas günstiger, bietet aber weniger Flüge und Routen. Die Kosten für einen Inter-Island-Flug liegen je nach Buchungszeitpunkt zwischen 50 und 150 Dollar pro Strecke und Person.

Bei der Buchung solltet ihr frühzeitig buchen, um Geld zu sparen. Morgenflüge sind oft günstiger als nachmittags oder abends. Plant eure Flüge außerdem nicht zu knapp – Verspätungen kommen durchaus vor und ihr wollt keinen Anschlussflug verpassen. Beim Gepäck gibt es Unterschiede: Hawaiian Airlines erlaubt ein Freigepäckstück, Southwest Airlines sogar zwei Freigepäckstücke, was sehr praktisch ist.

Die empfohlene Route für das Inselhopping wäre: Oahu (Ankunft) → Kauai → Maui → Big Island → zurück nach Oahu für den Rückflug nach Europa. So minimiert ihr die Flugstrecken und seht trotzdem alles.

Auf jeder Insel – außer vielleicht auf Oahu, wenn ihr ausschließlich in Waikiki bleibt – ist ein Mietwagen absolut Pflicht. Die Highlights liegen verstreut und öffentliche Verkehrsmittel sind begrenzt oder nicht vorhanden. Bucht eure Mietwagen unbedingt frühzeitig, denn auf Hawaii sind sie teuer und schnell ausgebucht, besonders in der Hauptsaison. Für den Mauna Kea auf Big Island benötigt ihr ein 4WD-Fahrzeug.

Alternative: 2-Wochen-Route für Hawaii

Falls ihr nur 2 Wochen Zeit habt, empfehle ich euch, drei statt vier Inseln zu besuchen, um nicht zu gehetzt zu sein. Hier sind meine drei favorisierten Kombinationen.

Option 1: Oahu + Maui + Big Island ist die perfekte Mischung aus Stadt, Kultur, Strand, Abenteuer und Natur. Plant 3 Tage auf Oahu für die Ankunft ein, um anzukommen und die Highlights wie Waikiki, North Shore und Pearl Harbor zu sehen. Verbringt dann 6 Tage auf Maui für die Road to Hana, den Haleakalā-Sonnenaufgang und traumhafte Strände. Zum Abschluss solltet ihr 5 Tage auf Big Island einplanen, um die faszinierenden Vulkane, Lavafelder und die vielfältige Natur zu erleben. Diese Route bietet wirklich von allem etwas und ist ideal für Erstbesucher.

Option 2: Oahu + Kauai + Maui ist perfekt, wenn ihr Naturliebhaber seid und gerne wandert. Startet mit 3 Tagen auf Oahu für Stadt und Strand, verbringt dann 5 Tage auf Kauai zum Wandern, um die spektakuläre Nāpali Coast zu erleben und durch den Waimea Canyon zu staunen. Schließt mit 6 Tagen auf Maui ab, wo ihr Abenteuer und schöne Strände kombinieren könnt. Diese Route ist ideal für alle, die aktiv sein wollen und die dramatische Natur Hawaiis lieben.

Option 3: Nur Maui + Big Island bietet mehr Zeit pro Insel und damit mehr Entspannung. Wenn ihr weniger Inseln besucht, habt ihr mehr Zeit, wirklich einzutauchen statt nur Highlights abzuhaken. Plant 7-8 Tage auf Maui und 6-7 Tage auf Big Island ein. Diese Route ist ideal, wenn ihr lieber tiefer in eine Region eintauchen wollt, statt möglichst viel zu sehen, und wenn ihr Wert auf Entschleunigung legt.

Beste Reisezeit für Hawaii

Das Schöne an Hawaii ist, dass es ganzjährig warm ist. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den Jahreszeiten. Die Trockenzeit von April bis Oktober bringt weniger Regen und mehr Sonne, dafür aber auch höhere Preise und mehr Touristen. Die Regenzeit von November bis März bedeutet mehr Regen, vor allem an den Nordküsten der Inseln, aber auch günstigere Preise und weniger Besucher. Ein großer Vorteil der Wintermonate ist die Möglichkeit zur Walbeobachtung von Dezember bis April. Außerdem ist der North Shore auf Oahu in dieser Zeit die beste Surfzeit mit den größten Wellen.

Meine persönliche Empfehlung für die beste Reisezeit wäre April/Mai oder September/Oktober. In diesen Monaten habt ihr weniger Touristen, angenehmes Wetter und moderate Preise – die perfekte Kombination.

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Fazit: 3 Wochen Hawaii lohnen sich!

Hawaii ist weit weg, aber jede einzelne Flugstunde wert. Mit 3 Wochen habt ihr genug Zeit, um vier faszinierende Inseln zu erkunden und trotzdem nicht gehetzt zu sein. Jede Insel hat ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Charme: Oahu ist lebendig, urban und perfekt zum Ankommen. Kauai ist wild, grün und spektakulär für Naturliebhaber. Maui ist abenteuerlich, vielseitig und bietet für jeden etwas. Und Big Island ist geologisch faszinierend mit ihren aktiven Vulkanen und der unglaublichen Vielfalt an Landschaften.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus unserer Reise: Plant wirklich mindestens 3 Wochen ein, besser noch 4, wenn eure Zeit es zulässt. Besucht mehrere Inseln – das Inselhopping lohnt sich absolut, denn jede Insel ist anders. Mietet auf jeder Insel einen Mietwagen für maximale Flexibilität. Bucht Flüge und Mietwagen so früh wie möglich, um Geld zu sparen. Plant Pufferzeiten ein – auf Hawaii gilt die entspannte “Hawaiian Time” und nicht alles läuft nach deutschem Zeitplan. Und am wichtigsten: Genießt die Aloha-Mentalität, hetzt nicht von einem Highlight zum nächsten und lasst euch von der Magie der Inseln verzaubern.

Egal ob ihr 2 oder 3 Wochen Zeit habt – Hawaii wird euch mit seiner atemberaubenden Natur, den freundlichen Menschen und dem entspannten Lebensgefühl verzaubern. Aloha und viel Spaß bei eurer Hawaii-Reise!

FAQ: Häufige Fragen zu 3 Wochen Hawaii

Reichen 2 Wochen für Hawaii? 2 Wochen sind grundsätzlich möglich, aber 3 Wochen sind deutlich besser und weniger stressig. Bei nur 2 Wochen empfehle ich, euch auf 3 statt 4 Inseln zu konzentrieren, zum Beispiel Oahu, Maui und Big Island, um nicht zu gehetzt zu sein und auch Zeit zum Entspannen zu haben.

Welche Inseln sollte man auf Hawaii unbedingt besuchen? Für Erstbesucher empfehle ich Oahu für Kultur und Strand, Maui für Abenteuer und die Road to Hana, und Big Island für die beeindruckenden Vulkane. Naturliebhaber sollten unbedingt auch Kauai mit der spektakulären Nāpali Coast einplanen.

Wie viel kostet 3 Wochen Hawaii insgesamt? Rechnet mit etwa 4.000 bis 7.000 Euro pro Person für Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Essen und Aktivitäten. Budget-Reisende können durch Ferienwohnungen mit eigener Küche und Selbstverpflegung einiges sparen.

Brauche ich auf jeder Insel einen Mietwagen? Ja, auf allen Inseln außer vielleicht Oahu, wenn ihr ausschließlich in Waikiki bleibt. Die Highlights liegen verstreut über die Inseln und öffentliche Verkehrsmittel sind sehr begrenzt oder nicht vorhanden.

Wann ist die beste Reisezeit für Hawaii? Die Monate April/Mai und September/Oktober sind ideal mit weniger Touristen, gutem Wetter und moderaten Preisen. Für Walbeobachtung solltet ihr zwischen Dezember und April kommen.

Wie viel Zeit sollte man pro Insel einplanen? Ich empfehle für Oahu 3-5 Tage, für Kauai 4-5 Tage, für Maui 6-7 Tage und für Big Island 4-5 Tage. Bei weniger verfügbarer Zeit solltet ihr lieber eine Insel weglassen, statt die Zeit pro Insel zu sehr zu reduzieren.

Kann man auf Big Island wirklich fließende Lava sehen? Das hängt von der aktuellen Vulkanaktivität ab. Der Kīlauea ist zwar aktiv, aber nicht immer fließt Lava. Checkt vor eurer Reise den aktuellen Status des Hawaiʻi Volcanoes National Park online, um zu sehen, was gerade möglich ist.

Lohnt sich Inselhopping oder sollte man lieber auf einer Insel bleiben? Inselhopping lohnt sich definitiv, denn jede Insel ist komplett anders und bietet einzigartige Erlebnisse. Bei wenig Zeit gilt: Lieber 2 Inseln richtig erleben als 4 Inseln im Schnelldurchlauf.

Wie komme ich zwischen den Inseln hin und her? Mit dem Flugzeug über Hawaiian Airlines oder Southwest Airlines. Die Flüge dauern nur 30 bis 60 Minuten und kosten je nach Buchungszeitpunkt zwischen 50 und 150 Dollar pro Strecke.

Was ist das absolute Must-Do auf Hawaii? Der Sonnenaufgang auf dem Haleakalā auf Maui, die aktiven Vulkane im Hawaiʻi Volcanoes National Park auf Big Island, die dramatische Nāpali Coast auf Kauai und Schnorcheln in der Hanauma Bay auf Oahu gehören zu den absoluten Highlights, die ihr nicht verpassen solltet.