Alle Infos zur Reise nach Hawaii
Hawaii – der 50. Bundesstaat der USA mitten im Pazifik ist ein absolutes Traumziel. Wir waren im November für 3 Wochen auf den hawaiianischen Inseln unterwegs und ich möchte in diesem umfassenden Hawaii Reiseführer alle wichtigen Informationen mit dir teilen, die du für deine Hawaii-Reise brauchst. Von der besten Reisezeit über Einreisebestimmungen bis hin zu praktischen Tipps zu Transport, Währung und Sicherheit erfährst du hier alles, was du wissen musst.
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Allgemeines zu Hawaii
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean, die aus acht Hauptinseln besteht und seit 1959 der 50. Bundesstaat der USA ist. Die Inseln liegen etwa 3.700 Kilometer südwestlich der US-Westküste und sind vulkanischen Ursprungs. Die vier touristisch relevanten Hauptinseln sind Oahu mit der Hauptstadt Honolulu, Maui als die Abenteuerinsel, Big Island (offiziell Hawaii Island) mit aktiven Vulkanen und Kauai, die grüne Garteninsel.
Hawaii ist bekannt für seine traumhaften Strände, die herzliche Aloha-Kultur, spektakuläre Natur von Vulkanen über Regenwälder bis zu Wasserfällen, ausgezeichnete Surfbedingungen und die einzigartige Mischung aus polynesischer, asiatischer und amerikanischer Kultur. Die Gesamtbevölkerung beträgt etwa 1,4 Millionen Menschen, die meisten davon leben auf Oahu. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt minus 11 Stunden im Winter und minus 12 Stunden im Sommer, da Hawaii keine Sommerzeit hat.
Beste Reisezeit für Hawaii
Hawaii ist ein Ganzjahresziel mit ganzjährig warmen Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad Celsius. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Jahreszeiten, die ihr bei der Reiseplanung beachten solltet.
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober bringt sonniges, warmes Wetter mit wenig Regen, ist dafür aber die Hauptsaison mit höheren Preisen und mehr Touristen. Das Meer ist in dieser Zeit ruhiger und ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Die Regenzeit von November bis April bedeutet mehr Niederschläge, vor allem an den Nordküsten der Inseln, dafür aber auch günstigere Preise und weniger Besucher. Ein großer Vorteil dieser Jahreszeit: Von Dezember bis April könnt ihr Buckelwale beobachten, die in die warmen Gewässer kommen. Außerdem ist der North Shore auf Oahu in dieser Zeit die beste Surfzeit mit den größten Wellen – ein Paradies für Surfer.
Ich war im November auf Hawaii und fand die Reisezeit perfekt. Das Wetter war angenehm warm, es gab zwar ab und zu kurze Regenschauer, aber insgesamt viel Sonne. Die Preise waren moderater als im Hochsommer und die Strände nicht überlaufen. Besonders das Surfen auf Maui war ein absolutes Highlight – die Wellen waren perfekt und nicht zu groß.
Meine Empfehlung: Die Übergangsmonate April/Mai und September/Oktober sind ideal mit bestem Wetter, weniger Touristen und moderaten Preisen. Wer Wale sehen oder surfen möchte, sollte zwischen Dezember und März kommen.
Wichtig zu wissen: Hawaii hat verschiedene Mikro-Klimazonen. Die Westküsten der Inseln sind meist sonniger und trockener, die Ostküsten und Nordküsten regenreicher und grüner. Plant eure Aktivitäten entsprechend.
Empfohlene Reisedauer
Aufgrund der weiten Anreise von Europa (mindestens 20 Stunden Flugzeit mit Zwischenstopps) empfehle ich mindestens 3 Wochen für Hawaii, besser noch 4 Wochen wenn möglich. Der Jetlag mit 11-12 Stunden Zeitverschiebung ist heftig und ihr braucht ein paar Tage zum Ankommen. Außerdem hat jede Insel ihren eigenen Charme und verdient ausreichend Zeit. Bei weniger als 3 Wochen kommt die Entspannung zu kurz und ihr hetzt nur von Highlight zu Highlight.
Ich war 3 Wochen auf Hawaii und habe alle vier Hauptinseln besucht. Diese Zeit hat perfekt gereicht, um überall die wichtigsten Highlights zu sehen und trotzdem auch Zeit zum Entspannen am Strand zu haben. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich sie gerne genutzt – Hawaii ist so vielfältig, dass man problemlos einen Monat dort verbringen könnte ohne dass es langweilig wird.
Zeitempfehlungen:
- Minimum: 2 Wochen (aber sehr straff, nur 2-3 Inseln)
- Ideal: 3 Wochen (4 Inseln mit ausreichend Zeit)
- Optimal: 4 Wochen (4 Inseln mit viel Entspannung)

Empfohlene Route
Ich habe in 3 Wochen alle vier Hauptinseln besucht und die Zeit wie folgt aufgeteilt: 3 Tage Oahu zum Ankommen, 4 Tage Kauai für Wanderungen und Naturerlebnisse, 6 Tage Maui für Abenteuer und Strand, 4 Tage Big Island für die Vulkane, und 2 Tage zurück auf Oahu vor dem Rückflug. Diese Aufteilung war sehr ausgewogen und ich würde sie wieder genau so machen.
Jede Insel hat ihren eigenen Charakter: Oahu ist urban und lebendig mit Waikiki Beach, Pearl Harbor und dem surfigen North Shore. Kauai ist grün und wild mit der spektakulären Nāpali Coast und dem beeindruckenden Waimea Canyon. Maui bietet die perfekte Mischung aus Abenteuer mit der Road to Hana und dem Haleakalā-Sonnenaufgang sowie traumhaften Stränden. Big Island fasziniert mit aktiven Vulkanen im Hawaiʻi Volcanoes National Park und vielfältiger Natur von Lavafeldern bis zu tropischen Wäldern.
Zwischen den Inseln kommt ihr mit Inlandsflügen von Hawaiian Airlines oder Southwest Airlines, die nur 30-60 Minuten dauern und je nach Buchungszeitpunkt zwischen 50 und 150 Dollar pro Strecke kosten. Plant die Flüge nicht zu knapp, da Verspätungen vorkommen können.
Alternative für 2 Wochen: Konzentriert euch auf 3 Inseln statt 4, zum Beispiel Oahu + Maui + Big Island, um nicht zu gehetzt zu sein.
Mehr Details zu den einzelnen Inseln und allen Highlights findet ihr in meinem ausführlichen Artikel über die perfekte 3-Wochen-Route durch Hawaii.
Meine persönlichen Highlights
Jede der hawaiianischen Inseln hatte ihre besonderen Momente, aber ein paar Erlebnisse stechen besonders heraus und haben mich nachhaltig beeindruckt.
Surfen auf Maui war definitiv eines meiner absoluten Highlights. Ich hatte zuvor zwar schon einiges an Surferfahrung, davor aber länger nicht auf dem Brett gestanden. Die Wellen waren im November ideal – groß genug um spannend zu sein, aber nicht zu gefährlich. Einer meiner absoluten Buckelist Momente der in Erfüllung ging!
Die fließende Lava auf Big Island war das beeindruckendste Naturschauspiel, das ich je erlebt habe. Im Hawaiʻi Volcanoes National Park hatten wir das unglaubliche Glück, aktive Lava zu sehen – nicht jeder Besucher hat diese Chance, da es von der aktuellen Vulkanaktivität abhängt. Wir sind vor Einbruch der Dunkelheit los und konnten und haben die glühende Lava beobachtet. Das rote Leuchten, die Hitze und das Geräusch der flüssigen Lava sind einfach magisch und zeigen die rohe Kraft der Natur. Leider konnte man nicht näher ran. Daher sind wir am nächsten Tag nochmal los und hatten Glück. Nach einer ziemlich langen Wanderung quer über das Lavafeld standen wir ganz alleine neben einem fließenden Lavastrom. Mein absolutes Highlight!
Schnorcheln war auf jeder Insel fantastisch, aber besonders drei Spots haben mich begeistert: Die Hanauma Bay auf Oahu mit ihren hunderten bunten tropischen Fischen, die direkt um einen herumschwimmen, ist wie ein riesiges natürliches Aquarium. Der Molokini Crater vor Maui bietet kristallklares Wasser mit Sichtweiten von über 50 Metern und wir haben dort Meeresschildkröten, bunte Korallen und sogar einen Mantarochen gesehen. Die Kealakekua Bay auf Big Island ist einer der besten Schnorchelplätze überhaupt – das Wasser ist so klar und die Artenvielfalt so groß, dass man stundenlang im Wasser bleiben könnte. Wenn ihr nach Hawaii kommt, packt unbedingt eure eigene Schnorchelausrüstung ein oder kauft sie vor Ort – es wäre schade, diese Unterwasserwelt zu verpassen.
Weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Neben den großen Highlights gibt es auf Hawaii noch unzählige weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die eure Reise bereichern.
Wanderungen gehören zu den besten kostenlosen Aktivitäten auf Hawaii. Der Diamond Head Trail auf Oahu bietet einen fantastischen Blick über Waikiki, der Kalalau Trail entlang der Nāpali Coast auf Kauai ist anspruchsvoll aber atemberaubend schön, und der Pipiwai Trail auf Maui führt durch einen magischen Bambuswald zu einem spektakulären Wasserfall. Die Wanderungen im Haleakalā-Krater auf Maui und durch die Lavafelder im Volcanoes National Park auf Big Island sind ebenfalls unvergesslich.
Wasserfälle gibt es überall auf Hawaii. Besonders beeindruckend fand ich die Akaka Falls auf Big Island mit 135 Metern Höhe, die Wailua Falls auf Kauai, die Twin Falls entlang der Road to Hana auf Maui, und die Manoa Falls auf Oahu, die man auf einer kurzen Wanderung durch Regenwald erreicht.
Strände sind natürlich ein Hauptgrund, nach Hawaii zu kommen. Neben den bereits erwähnten gibt es noch viele weitere traumhafte Beaches: Der Lanikai Beach auf Oahu mit seinem türkisfarbenen Wasser, der Poipu Beach auf Kauai wo man Mönchsrobben sehen kann, der Wailea Beach auf Maui für Luxus-Feeling, und der Hapuna Beach auf Big Island mit feinstem weißen Sand.
Kulturelle Erlebnisse wie ein traditionelles Luau (hawaiianisches Fest mit Musik, Tanz und Essen) geben Einblick in die polynesische Kultur. Das Polynesian Cultural Center auf Oahu ist zwar touristisch, aber sehr informativ. Auch ein Besuch des Iolani Palace in Honolulu, dem ehemaligen Königspalast, lohnt sich für Geschichtsinteressierte.
Sonnenauf- und -untergänge sind auf Hawaii besonders spektakulär. Der Sonnenaufgang auf dem Haleakalā ist legendär (Reservierung erforderlich!), ebenso wie der Sonnenuntergang am Waikiki Beach oder an einem der Strände auf der Westküste von Maui oder Big Island.
Helikopter-Rundflüge sind teuer (ab 200-300 Dollar), aber bieten spektakuläre Perspektiven auf die Inseln, besonders über der Nāpali Coast auf Kauai oder den Vulkanen auf Big Island.

Good to Know: Praktische Reisetipps
Einreise und Visum
Da Hawaii zu den USA gehört, gelten die gleichen Einreisebestimmungen wie für das US-Festland. Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, sondern nur eine ESTA-Genehmigung (Electronic System for Travel Authorization). Diese kostet 21 Dollar und muss mindestens 72 Stunden vor Abflug online beantragt werden unter https://esta.cbp.dhs.gov. Die ESTA-Genehmigung ist zwei Jahre gültig.
Euer Reisepass muss für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein. Bei der Einreise werden eure Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Plant ausreichend Zeit für die Einreisekontrolle ein, besonders wenn ihr über Los Angeles oder San Francisco fliegt – hier können die Warteschlangen lang sein.
Wichtig: Füllt im Flugzeug die Zollerklärung aus. Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln, Pflanzen und tierischen Produkten ist streng reguliert oder verboten. Hawaii hat sehr strikte Quarantänebestimmungen zum Schutz der einzigartigen Flora und Fauna.
Währung
Die Währung in Hawaii ist der US-Dollar (USD). Ein Euro entspricht aktuell etwa 1,05-1,10 USD (Stand 2024, Kurs schwankt). Ich empfehle, bereits vor der Reise etwas Bargeld zu wechseln oder am Flughafen abzuheben, auch wenn Kreditkarten fast überall akzeptiert werden.
Kreditkarten (Visa und Mastercard) werden praktisch überall akzeptiert – in Hotels, Restaurants, Supermärkten, Tankstellen und für Aktivitäten. Bargeld braucht ihr hauptsächlich für Trinkgelder, Parkgebühren, kleinere Food Trucks oder Farmerstände. Ich hatte immer etwa 100-200 Dollar Bargeld dabei, was völlig ausreichend war.
Geldautomaten (ATMs) gibt es überall, die Gebühren variieren je nach eurer Bank. Informiert eure Bank vorher über eure USA-Reise, damit eure Karte nicht aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Ich empfehle eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren – das spart auf Dauer richtig Geld.
Wichtig: Preise in den USA werden immer ohne Steuern angegeben. In Hawaii kommt eine Umsatzsteuer (General Excise Tax) von 4,5% hinzu, in Honolulu sogar 4,712%. Außerdem wird in Restaurants und für Dienstleistungen Trinkgeld (Tip) erwartet: 15-20% sind üblich für guten Service.
Sprache
Die Amtssprachen in Hawaii sind Englisch und Hawaiianisch. Im Alltag wird hauptsächlich Englisch gesprochen, mit einigen hawaiianischen Wörtern vermischt. Die wichtigsten hawaiianischen Begriffe, die ihr überall hören werdet: Aloha bedeutet Hallo, Auf Wiedersehen und Liebe, Mahalo heißt Danke, Ohana bedeutet Familie, Keiki sind Kinder, und Pau heißt fertig/Ende.
Mit Englisch kommt ihr überall problemlos zurecht. Die Menschen auf Hawaii sind generell sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn euer Englisch nicht perfekt ist. Die entspannte “Aloha-Mentalität” macht die Kommunikation sehr angenehm.
Straßennamen und Ortsnamen sind oft hawaiianisch und können am Anfang schwer auszusprechen sein.
Transport vor Ort
Der öffentliche Nahverkehr auf Hawaii ist sehr begrenzt. Auf Oahu gibt es “TheBus”, das größte öffentliche Bussystem, mit dem ihr theoretisch die ganze Insel erreichen könnt. Eine Einzelfahrt kostet 3 Dollar, ein Tagespass 7,50 Dollar. Für Touristen ist der Bus aber oft unpraktisch, da er langsam ist und nicht alle Sehenswürdigkeiten direkt anfährt.
Auf den anderen Inseln (Maui, Kauai, Big Island) gibt es praktisch keinen nennenswerten öffentlichen Nahverkehr. Hier ist ein Mietwagen absolut notwendig, um die Inseln zu erkunden.
Taxis und Uber/Lyft gibt es hauptsächlich in touristischen Gebieten wie Waikiki, sind aber teuer für längere Strecken. Für Flughafentransfers oder kurze Fahrten sind sie okay, aber nicht für Tagesausflüge.
Fahrräder kann man in touristischen Orten mieten, aber für längere Strecken ist das auf Hawaii nicht praktikabel – die Entfernungen sind zu groß und es gibt oft keine Radwege.
Fazit: Ein Mietwagen ist auf allen Inseln außer vielleicht Oahu (wenn ihr nur in Waikiki bleibt) unverzichtbar.
Mietwagen
Ein Mietwagen ist der beste und oft einzige Weg, Hawaii zu erkunden. Die Highlights liegen verstreut über die Inseln und ohne Auto verpasst ihr viele der schönsten Orte.
Buchung: Bucht euren Mietwagen unbedingt frühzeitig (mindestens 2-3 Monate vorher), da die Preise sonst explodieren und die Verfügbarkeit begrenzt ist. Die großen internationalen Anbieter wie Hertz, Avis, Budget und Enterprise sind auf allen Inseln vertreten. Vergleicht Preise über Check24, Billiger-Mietwagen oder direkt bei den Anbietern.
Kosten: Rechnet mit 50-100 Dollar pro Tag, je nach Saison und Fahrzeugtyp. Ein kompakter SUV ist ideal für Hawaii – ihr habt genug Platz für Gepäck und Strandausrüstung, und die Straßen sind teilweise holprig. Für den Mauna Kea auf Big Island benötigt ihr zwingend ein 4WD-Fahrzeug.
Versicherung: Schließt unbedingt eine Vollkasko-Versicherung ab. Die Straßen sind oft eng und kurvenreich (besonders die Road to Hana), und Kratzer passieren schnell. Prüft, ob eure Kreditkarte bereits eine Mietwagenversicherung beinhaltet.
Führerschein: Euer deutscher Führerschein reicht aus, ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend nötig, aber empfehlenswert. Das Mindestalter für Mietwagen liegt bei den meisten Anbietern bei 21 Jahren, unter 25 wird oft ein Zuschlag fällig.
Tanken: Benzin ist auf Hawaii teurer als auf dem US-Festland (etwa 4-5 Dollar pro Gallon, also ca. 1-1,20 Dollar pro Liter). Tankstellen gibt es nicht überall – tankt rechtzeitig voll, besonders auf Kauai und Big Island.
Parken: In Waikiki und touristischen Gebieten ist Parken oft kostenpflichtig (15-30 Dollar pro Tag in Hotels). An Stränden und Wanderparkplätzen ist es meist kostenlos oder gegen geringe Gebühr. Lasst niemals Wertsachen sichtbar im Auto liegen – Autoeinbrüche kommen vor, besonders an abgelegenen Stränden.
Verkehrsregeln: In den USA wird rechts gefahren (wie in Deutschland). An roten Ampeln dürft ihr nach rechts abbiegen, wenn kein Schild es verbietet (nach kurzem Anhalten). Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind niedriger als in Deutschland (meist 25-35 mph in Ortschaften, 55-60 mph außerhalb). Anschnallpflicht besteht für alle Insassen.
Steckdosen und Elektrizität
In Hawaii werden Steckdosen vom Typ A und B verwendet (flache parallele Stifte), wie überall in den USA. Die Netzspannung beträgt 110-120 Volt bei 60 Hz (in Deutschland 230 Volt bei 50 Hz). Ihr benötigt daher unbedingt einen Reiseadapter für eure europäischen Geräte.
Die meisten modernen Geräte wie Handy-Ladegeräte, Laptops und Kamera-Akkus sind mit 110-240 Volt kompatibel (steht auf dem Netzteil) und funktionieren mit einem einfachen Adapter. Ältere Geräte wie Föhne oder Rasierer benötigen eventuell zusätzlich einen Spannungswandler, was ich aber nicht empfehle – kauft lieber vor Ort einen günstigen Föhn, falls nötig.
Ich empfehle einen Universal-Reiseadapter mit mehreren Anschlüssen und am besten mit USB-Ports, dann könnt ihr mehrere Geräte gleichzeitig laden. Diese gibt es ab etwa 15-20 Euro bei Amazon oder im Elektronikfachhandel.
Trinkwasser
Das Leitungswasser auf Hawaii ist grundsätzlich trinkbar und von guter Qualität. Besonders praktisch: Nehmt eine wiederverwendbare Trinkflasche mit. An vielen Stränden, in Parks und an Sehenswürdigkeiten gibt es Wasserspender, wo ihr kostenlos auffüllen könnt. In Hotels und Ferienwohnungen könnt ihr eure Flasche ebenfalls auffüllen.
Trotzdem kaufen viele Touristen Wasser in Flaschen im Supermarkt, was ihr natürlich auch tun könnt – es ist aber nicht notwendig. Ein 24er-Pack kostet etwa 5-8 Dollar im Supermarkt (deutlich günstiger als an Tankstellen oder in touristischen Gebieten).
Bei Wanderungen zu Wasserfällen oder in abgelegenen Gebieten solltet ihr Wasser aus Bächen oder Pools nicht ungefiltert trinken, da es Bakterien enthalten kann. Nehmt immer ausreichend Trinkwasser von zu Hause mit auf Wanderungen.
Internet und Handyempfang
Der Handyempfang auf Hawaii ist in touristischen Gebieten und Städten gut, in abgelegenen oder bergigen Regionen kann er aber schwächer werden oder ganz ausfallen. Auf der Road to Hana auf Maui oder im Waimea Canyon auf Kauai hatte ich stellenweise keinen Empfang.
Für die Internetnutzung habt ihr mehrere Optionen. Ihr könnt euren deutschen Mobilfunkanbieter nach Roaming-Paketen für die USA fragen – diese sind aber oft teuer. Eine günstigere Alternative ist eine US-amerikanische Prepaid-SIM-Karte, die ihr am Flughafen oder in Elektronikgeschäften kaufen könnt. Anbieter wie T-Mobile oder AT&T bieten Tourist-Pakete mit Daten, Telefonie und SMS für etwa 30-50 Dollar für 2-4 Wochen.
Die beste und günstigste Option ist meiner Meinung nach eine eSIM, die ihr bereits vor der Reise online kaufen und aktivieren könnt. Anbieter wie Airalo oder Holafly bieten Datenpakete speziell für die USA ab etwa 15-20 Euro für 1-2 Wochen mit mehreren GB Datenvolumen. Das funktioniert reibungslos und ihr seid sofort nach der Landung online.
WLAN gibt es in praktisch allen Hotels, Ferienwohnungen, Cafés und vielen Restaurants kostenlos. Die Qualität variiert aber – in günstigen Unterkünften kann es langsam sein.
Mein Tipp: Ladet Offline-Karten in Google Maps oder maps.me vor der Reise herunter, dann könnt ihr auch ohne Internet navigieren. Das hat mir mehrmals geholfen, als ich in Gegenden ohne Empfang unterwegs war.
Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten auf Hawaii sind generell sehr touristenfreundlich, unterscheiden sich aber von deutschen Gewohnheiten.
Geschäfte und Supermärkte: Die meisten Supermärkte wie Safeway, Foodland oder Target haben täglich von 6 oder 7 Uhr morgens bis 22 oder 23 Uhr abends geöffnet, manche sogar 24 Stunden. Kleinere Geschäfte haben meist von 9 oder 10 Uhr bis 18 oder 20 Uhr geöffnet. Sonntags haben fast alle Geschäfte normal geöffnet – anders als in Deutschland.
Restaurants: Frühstück wird meist zwischen 6 und 11 Uhr serviert, Mittagessen von 11 bis 15 Uhr und Abendessen ab 17 Uhr bis etwa 21 oder 22 Uhr. Viele Restaurants haben einen oder zwei Ruhetage pro Woche, oft Montag oder Dienstag. Reservierungen sind in beliebten Restaurants empfehlenswert, besonders am Wochenende.
Sehenswürdigkeiten und Parks: Nationalparks wie der Hawaiʻi Volcanoes National Park sind meist 24 Stunden zugänglich, die Visitor Center haben aber begrenzte Öffnungszeiten (meist 9-17 Uhr). Manche Strände und Aussichtspunkte haben nachts oder frühmorgens keinen Zugang oder eingeschränkte Parkplätze.
Banken: Banken haben meist nur unter der Woche von 9 bis 16 oder 17 Uhr geöffnet, samstags verkürzt und sonntags geschlossen. Geldautomaten sind aber rund um die Uhr verfügbar.
Sicherheit
Hawaii gilt als sehr sicheres Reiseziel. Die Kriminalitätsrate ist niedriger als in vielen Teilen der USA. Dennoch solltet ihr einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.
Diebstahl: Autoeinbrüche an Stränden und Wanderparkplätzen kommen leider vor. Lasst niemals Wertsachen, Taschen, Kameras oder andere sichtbare Gegenstände im Auto liegen, auch nicht im Kofferraum. Am besten nehmt ihr alles Wertvolle mit an den Strand oder in eure Unterkunft. In Waikiki und touristischen Gebieten gibt es gelegentlich Taschendiebe – passt auf eure Sachen auf, besonders in Menschenmengen.
Naturgefahren: Die größeren Gefahren auf Hawaii sind natürlicher Art. Achtet auf Warnschilder an Stränden – manche haben gefährliche Strömungen oder hohe Wellen. Schwimmt niemals alleine an abgelegenen Stränden und unterschätzt die Kraft des Ozeans nicht. Bei Wanderungen respektiert Absperrungen – Klippen sind rutschig und Abstürze passieren jedes Jahr. Im Volcanoes National Park folgt den Anweisungen der Ranger und bleibt auf den markierten Wegen. Bei plötzlichen Regenfällen können Flüsse und Bäche schnell anschwellen – überquert sie dann nicht.
Sonnenschutz: Die Sonne auf Hawaii ist extrem stark, auch wenn es bewölkt ist. Benutzt Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+), tragt einen Hut und sucht regelmäßig Schatten auf. Wichtig: Verwendet nur rifffreundliche Sonnencreme ohne Oxybenzon und Octinoxat – diese Chemikalien sind auf Hawaii zum Schutz der Korallenriffe verboten.
Wildtiere: Respektiert die Tierwelt. Haltet Abstand zu Meeresschildkröten (mindestens 3 Meter), Mönchsrobben (mindestens 15 Meter) und anderen Wildtieren. Füttert keine Tiere. Bei Wanderungen gibt es keine gefährlichen Schlangen oder giftigen Spinnen auf Hawaii, aber achtet auf Insekten.
Tsunami-Warnsystem: Hawaii hat ein ausgezeichnetes Tsunami-Warnsystem mit Sirenen überall auf den Inseln. Wenn die Sirenen heulen, folgt den Anweisungen und begebt euch auf höher gelegenes Gelände (mindestens 30 Meter über dem Meeresspiegel).
Insgesamt ist Hawaii ein sehr sicheres und entspanntes Reiseziel. Mit gesundem Menschenverstand und den üblichen Vorsichtsmaßnahmen werdet ihr einen wundervollen und sorgenfreien Urlaub haben.
Fazit
Hawaii ist ein absolutes Traumziel, das jeden Cent und jede Flugstunde wert ist. Die Kombination aus spektakulärer Natur, traumhaften Stränden, freundlichen Menschen und der entspannten Aloha-Kultur macht die Inseln zu einem unvergesslichen Reiseerlebnis. Meine 3 Wochen im November waren perfekt – das Wetter war angenehm, die Wellen ideal zum Surfen, und wir konnten alle Highlights entspannt erleben ohne uns gehetzt zu fühlen.
Plant ausreichend Zeit ein, bucht Flüge und Mietwagen frühzeitig, und lasst euch auf die hawaiianische Gelassenheit ein. Egal ob ihr Abenteuer sucht, am Strand entspannen oder einfach die Natur genießen wollt – Hawaii bietet für jeden das Richtige. Aloha und viel Spaß auf eurer Reise!
