Oahu Sehenswürdigkeiten: Die besten Highlights & Insider-Tipps für die lebhafte Hawaii-Insel
Oahu – die lebendigste und meistbesuchte Insel Hawaiis vereint pulsierende Großstadt-Atmosphäre mit traumhaften Stränden, historischen Stätten und spektakulärer Natur. Als das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Archipels beherbergt Oahu die Hauptstadt Honolulu, den weltberühmten Waikiki Beach und gleichzeitig einige der unberührtesten Naturschönheiten Hawaiis. In diesem ausführlichen Guide zeige ich dir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Highlights auf Oahu, von den bekannten Must-Sees bis zu versteckten Geheimtipps.
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Warum Oahu besuchen?
Oahu ist für die meisten Hawaii-Besucher die erste Station, denn der internationale Flughafen in Honolulu ist das Haupttor zu den hawaiianischen Inseln. Doch die Insel ist weit mehr als nur ein Durchgangsort – sie bietet eine faszinierende Mischung aus urbanem Leben und unberührter Natur, die so auf keiner anderen hawaiianischen Insel zu finden ist.
Die Insel wird auch “The Gathering Place” genannt, denn hier leben etwa 70% der gesamten Bevölkerung Hawaiis. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Kultur wider: Ihr findet hier authentische hawaiianische Traditionen neben asiatischen Einflüssen, amerikanischem Lebensstil und einer modernen Surf-Kultur. Nirgendwo sonst auf Hawaii ist die kulturelle Vielfalt so spürbar wie auf Oahu.
Was Oahu besonders macht, ist die Bandbreite an Erlebnissen auf relativ kleinem Raum. Ihr könnt morgens im Großstadtdschungel von Honolulu Frühstücken, mittags am legendären Waikiki Beach surfen, nachmittags eine historische Tour durch Pearl Harbor machen und den Tag mit einem Sonnenuntergang am ruhigen North Shore ausklingen lassen. Diese Vielfalt macht Oahu zur perfekten ersten Station für eure Hawaii-Reise.
Wie viel Zeit für Oahu einplanen?
Ich empfehle mindestens 3-4 Tage für Oahu, um die wichtigsten Highlights zu sehen. Wenn ihr nur Waikiki und Honolulu erleben möchtet, reichen auch 2 Tage, aber dann verpasst ihr die spektakuläre Ostküste und den North Shore. Ideal sind 5-6 Tage, dann habt ihr auch Zeit zum Entspannen und könnt die Insel wirklich kennenlernen.
Viele Reisende machen den Fehler, Oahu nur als Zwischenstopp zu nutzen und direkt weiterzufliegen. Das wäre schade, denn die Insel hat unglaublich viel zu bieten. Plant am besten ein paar Tage am Anfang eurer Hawaii-Reise ein, um anzukommen und euch an die Zeitverschiebung zu gewöhnen, und vielleicht auch 1-2 Tage am Ende, um vor dem langen Rückflug nochmal zu entspannen.
Waikiki Beach & Honolulu: Das touristische Herz
Waikiki Beach

Der Waikiki Beach ist der bekannteste Strand Hawaiis und für viele Besucher der erste Kontakt mit dem hawaiianischen Strandleben. Der 3 Kilometer lange Sandstrand erstreckt sich entlang der Südküste von Honolulu und ist gesäumt von Hochhaus-Hotels, Restaurants und Shops. Ja, er ist touristisch und oft überlaufen, aber es gibt gute Gründe, warum Waikiki so beliebt ist.
Das Wasser ist hier ruhig und warm, perfekt zum Schwimmen und für erste Surfversuche. Die Wellen sind groß genug, um Spaß zu machen, aber nicht so gefährlich wie am North Shore. Unzählige Surfschulen bieten Kurse für Anfänger an – ich habe hier meine erste Surfstunde genommen und es hat riesigen Spaß gemacht. Die Lehrer sind geduldig und die entspannte Atmosphäre macht das Lernen leicht.
Der Strand selbst ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, jeder mit eigenem Charakter. Der Kuhio Beach Park ist familienfreundlich mit einem geschützten Badebereich. Der Queen’s Surf Beach ist bei Einheimischen beliebt und etwas ruhiger. Und der Sans Souci Beach am östlichen Ende ist perfekt zum Schnorcheln mit vielen bunten Fischen.
Mein Tipp: Kommt früh am Morgen, wenn der Strand noch nicht überfüllt ist. Der Sonnenaufgang über dem Diamond Head ist wunderschön und die morgendliche Stimmung deutlich entspannter als mittags. Abends versammeln sich viele Menschen, um den Sonnenuntergang zu beobachten – ein schönes Erlebnis mit Live-Musik von Straßenmusikanten.
Honolulu City
Honolulu ist die einzige richtige Großstadt auf Hawaii und bietet einen interessanten Kontrast zur Natur der anderen Inseln. Die Innenstadt mit ihren Wolkenkratzern, dem geschäftigen Treiben und den vielen Restaurants zeigt die moderne Seite Hawaiis.
Ein Spaziergang entlang der Kalakaua Avenue, der Hauptstraße in Waikiki, gehört zum Pflichtprogramm. Hier reihen sich Luxusboutiquen, Souvenirläden, Restaurants und Straßenkünstler aneinander. Besonders abends ist die Straße lebendig und beleuchtet. Der Ala Moana Beach Park etwas westlich von Waikiki ist bei Einheimischen deutlich beliebter als Waikiki – hier könnt ihr sehen, wie die Locals ihren Strandtag verbringen.
Das Chinatown-Viertel bietet authentische asiatische Küche, bunte Märkte und einen Einblick in die multikulturelle Seite Honolulus. Der Farmers Market hier ist großartig für frisches Obst und lokale Snacks. Der Iolani Palace, der ehemalige Königspalast, ist das einzige königliche Schloss auf amerikanischem Boden und bietet interessante Führungen zur Geschichte der hawaiianischen Monarchie.

Diamond Head Krater
Der Diamond Head ist das Wahrzeichen von Oahu und der markante Vulkankrater, den man von überall in Waikiki sehen kann. Die Wanderung zum Gipfel ist eine der beliebtesten Aktivitäten auf der Insel – und das zu Recht. Der Trail ist etwa 2,5 Kilometer lang (hin und zurück) und führt durch den Krater und mehrere Tunnel hinauf zum Gipfel.
Die Wanderung ist nicht besonders schwierig, aber an einigen Stellen steil mit vielen Stufen. Plant etwa 1,5-2 Stunden für den gesamten Rundweg ein. Oben angekommen werdet ihr mit einem spektakulären 360-Grad-Blick belohnt: Auf der einen Seite seht ihr den gesamten Waikiki Beach und Honolulu, auf der anderen Seite die wilde Ostküste und das endlose Blau des Pazifiks.
Wichtig: Ihr müsst im Voraus online eine Reservierung machen unter gostateparks.hawaii.gov, da nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern pro Tag erlaubt ist. Die Kosten betragen 5 Dollar für den Eintritt plus 10 Dollar für das Parken (oder 1 Dollar wenn ihr zu Fuß kommt). Startet früh am Morgen – zum einen, um der Hitze zu entgehen, zum anderen für bessere Lichtverhältnisse und weniger Menschenmassen. Der Sonnenaufgang vom Diamond Head ist legendär, allerdings müsst ihr dafür wirklich sehr früh aufstehen.
Nehmt ausreichend Wasser mit, tragt Sonnenschutz und festes Schuhwerk. Es gibt kaum Schatten auf dem Weg.
Pearl Harbor: Geschichtsträchtige Gedenkstätten
Pearl Harbor ist einer der geschichtsträchtigsten Orte der USA und ein Muss für jeden, der sich für Geschichte interessiert. Hier wurde am 7. Dezember 1941 der japanische Angriff durchgeführt, der zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg führte. Der Ort ist heute eine eindrucksvolle Gedenkstätte mit mehreren Attraktionen.
Das USS Arizona Memorial ist die Hauptattraktion und den meisten Besuchern das wichtigste Ziel. Das weiße Denkmal wurde über dem gesunkenen Schlachtschiff USS Arizona errichtet, bei dessen Untergang 1.177 Soldaten ums Leben kamen. Der Zugang zum Memorial ist kostenlos, aber Tickets müssen im Voraus online auf recreation.gov reserviert werden, da nur begrenzte Plätze verfügbar sind. Die Tickets sind schnell ausgebucht, besonders in der Hauptsaison, also kümmert euch frühzeitig darum. Der Besuch beginnt mit einem 23-minütigen Dokumentarfilm über den Angriff, danach bringt euch ein Boot zum Memorial. Die Atmosphäre dort ist sehr bewegend und nachdenklich – man kann durch Glasböden auf die Überreste des Schiffes schauen, aus dem immer noch Öl austritt.
Das USS Missouri Battleship ist ein weiteres Highlight. Auf diesem Schlachtschiff wurde 1945 die japanische Kapitulation unterzeichnet, die den Zweiten Weltkrieg beendete. Ihr könnt das gesamte Schiff auf eigene Faust oder mit geführten Touren erkunden. Der Eintritt kostet etwa 35 Dollar für Erwachsene. Besonders beeindruckend ist es, auf dem Deck zu stehen, wo die Kapitulation unterschrieben wurde.
Das USS Bowfin Submarine Museum bietet die Möglichkeit, ein echtes U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg zu besichtigen. Die Audio-Tour führt euch durch die engen Gänge und erklärt das Leben der Besatzung. Eintritt etwa 20 Dollar.
Das Pearl Harbor Aviation Museum auf der Ford Island zeigt historische Flugzeuge und erzählt die Geschichte der Luftfahrt im Pazifikkrieg. Besonders cool sind die beiden originalen Hangars, die noch Einschusslöcher vom Angriff 1941 aufweisen.
Plant mindestens einen halben Tag für Pearl Harbor ein, besser einen ganzen Tag, wenn ihr alle Attraktionen sehen möchtet. Wichtig: Taschen und Rucksäcke sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt – es gibt Schließfächer am Eingang für 7 Dollar. Ihr dürft nur durchsichtige Plastiktüten, Kameras und Wasserflaschen mitnehmen.
North Shore: Surfer-Paradies und entspannte Vibes
Der North Shore von Oahu ist legendär in der Surf-Welt und bietet eine komplett andere Atmosphäre als das geschäftige Waikiki. Hier geht es entspannt, authentisch und vor allem ums Surfen zu. Die etwa 11 Kilometer lange Küstenstrecke zwischen Haleiwa und Turtle Bay ist besonders im Winter (November bis Februar) spektakulär, wenn riesige Wellen von 6-9 Metern oder mehr an die Küste rollen.

Haleiwa Town
Das charmante Surf-Städtchen Haleiwa ist das Herz des North Shore und ein absolutes Highlight. Die kleine Stadt hat ihren ursprünglichen Charakter bewahrt mit bunten Holzhäusern, Surf-Shops, Galerien und entspannten Restaurants. Die Atmosphäre ist herrlich relaxed – hier ticken die Uhren langsamer.
Ein absolutes Muss ist Matsumoto Shave Ice, wo seit 1951 das berühmte hawaiianische Shave Ice (eine Art Slush-Eis) verkauft wird. Die Schlange ist oft lang, aber das Warten lohnt sich. Nehmt eine große Portion mit süßer Kondensmilch und Eiscreme – der perfekte Snack an einem heißen Tag. Auch Giovanni’s Shrimp Truck ist legendär für seine Garlic Shrimp – ein lokales Kulinarik-Erlebnis.
Schlendert durch die kleine Hauptstraße, stöbert in den Surf-Shops und schaut den lokalen Künstlern bei der Arbeit zu. Mittwochs findet am Haleiwa Farmers Market statt mit frischen Produkten, Kunsthandwerk und Food Trucks.
Die legendären Surf-Spots
Der North Shore ist die Heimat der bekanntesten Surf-Spots der Welt. Sunset Beach bietet im Winter spektakuläre Wellen und ist Austragungsort internationaler Surf-Wettbewerbe. Selbst wenn ihr nicht surft, ist es faszinierend, den Profis zuzuschauen, wie sie die gigantischen Wellen reiten.
Die Banzai Pipeline ist der berühmteste und gefährlichste Surf-Spot der Welt. Die Wellen brechen hier über einem flachen Riff und bilden perfekte, aber extrem gefährliche Röhren. Im Winter versammeln sich Menschenmassen am Strand, um die besten Surfer der Welt zu beobachten. Die Atmosphäre ist elektrisch und die Wellen einfach unglaublich – ein absolutes Spektakel.
Waimea Bay ist ein weiterer legendärer Spot mit riesigen Winterwellen. Im Sommer hingegen ist das Wasser hier spiegelglatt und perfekt zum Schwimmen. Der Strand ist wunderschön mit seinem goldenen Sand und den schattenspendenden Bäumen. Ein beliebtes Fotomotiv ist der große Felsen im Wasser, von dem mutige Springer ins tiefe Wasser springen.
Wichtig: Schwimmt im Winter NICHT im Wasser am North Shore, wenn ihr keine erfahrenen Surfer seid. Die Strömungen sind lebensgefährlich und jedes Jahr passieren Unfälle. Respektiert die Warnschilder und genießt das Spektakel vom Strand aus.
Weitere North Shore Highlights
Laniakea Beach ist auch als “Turtle Beach” bekannt, denn hier könnt ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit grüne Meeresschildkröten am Strand beobachten, die sich in der Sonne aufwärmen. Haltet unbedingt den vorgeschriebenen Abstand von mindestens 3 Metern ein und berührt die Tiere nicht – freiwillige Helfer achten darauf. Die Schildkröten kommen meist nachmittags an den Strand.
Der Waimea Valley etwas landeinwärts ist ein wunderschöner botanischer Garten mit über 5.000 tropischen Pflanzenarten und einem malerischen Wasserfall am Ende des Weges. Der etwa 1,5 Kilometer lange Spaziergang durch den Garten ist entspannend und lehrreich. Am Wasserfall könnt ihr im natürlichen Pool schwimmen. Eintritt: etwa 25 Dollar.
Sharks Cove ist bei Ebbe einer der besten Schnorchelplätze auf Oahu mit kristallklarem Wasser, bunten Fischen und interessanten Felsformationen. Bei Flut und im Winter ist es hier aber zu gefährlich zum Schnorcheln.
Plant einen ganzen Tag für den North Shore ein. Die Fahrt von Waikiki dauert etwa eine Stunde ohne Stopps, aber ihr werdet an so vielen schönen Orten anhalten wollen, dass ihr deutlich länger braucht.
Ostküste: Dramatische Ausblicke und versteckte Strände
Die Ostküste von Oahu ist wilder, grüner und weniger erschlossen als die West- oder Südküste. Hier findet ihr dramatische Klippen, versteckte Buchten und einige der schönsten Aussichtspunkte der Insel. Eine Fahrt entlang der Ostküste ist ein absolutes Highlight und lässt sich perfekt mit dem North Shore verbinden.

Makapuu Point Lighthouse Trail
Diese relativ leichte Wanderung führt euch zu einem alten Leuchtturm mit spektakulärem Blick über die Ostküste. Der gepflasterte Weg ist etwa 3 Kilometer lang (hin und zurück) und steigt sanft an. Die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend – ihr schaut auf die türkisblaue Küste, die vorgelagerten Inseln Manana (Rabbit Island) und Kaohikaipu, und an klaren Tagen bis zum Molokai.
Zwischen Dezember und April ist dies auch einer der besten Orte auf Oahu, um Buckelwale zu beobachten, die zum Kalben in die warmen Gewässer kommen. Bringt ein Fernglas mit und haltet Ausschau nach den charakteristischen Fontänen der Wale.
Die Wanderung ist auch für Familien mit Kindern gut geeignet, da der Weg breit und nicht zu steil ist. Es gibt kaum Schatten, also startet früh am Morgen oder spätnachmittags, und nehmt ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit. Der Sonnenaufgang vom Makapuu Point ist legendär.
Kailua und Lanikai Beach
Die Ostküste beherbergt einige der schönsten Strände Oahus, die deutlich ruhiger sind als Waikiki. Kailua Beach ist ein kilometerlanger, breiter Sandstrand mit türkisblauem Wasser und perfekten Bedingungen zum Schwimmen, Kayaking und Windsurfen. Der feine weiße Sand quietscht unter den Füßen und das Wasser ist kristallklar – ein Postkarten-Strand.
Der Strand ist bei Einheimischen sehr beliebt, besonders am Wochenende, unter der Woche aber deutlich ruhiger. Es gibt Parkplätze, Toiletten und Duschen. Viele Anbieter vermieten Kayaks, Stand-Up-Paddle-Boards und Schnorchelausrüstung direkt am Strand.
Lanikai Beach, nur wenige Minuten südlich von Kailua, gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Der Name bedeutet “himmlisches Meer” – und er macht seinem Namen alle Ehre. Der puderweiche Sand, das türkisblaue Wasser und der Blick auf die zwei vorgelagerten Mokulua Islands sind einfach perfekt. Der Strand ist etwas schwieriger zu finden, da er durch ein Wohngebiet führt, und Parkplätze sind begrenzt. Kommt früh oder nutzt einen der wenigen Straßenparkplätze.
Von Lanikai Beach aus könnt ihr eine Kayak-Tour zu den Mokulua Islands unternehmen. Die beiden kleinen Inseln liegen etwa 1,5 Kilometer vor der Küste und sind ein Vogelschutzgebiet. Auf der größeren Insel gibt es einen kleinen Strand, an dem ihr Pause machen könnt. Die Kayak-Tour dauert etwa 2-3 Stunden hin und zurück und ist ein wunderschönes Abenteuer. Verleiher findet ihr in Kailua.
Weitere Highlights der Ostküste
Der Lanikai Pillbox Hike (auch Kaiwa Ridge Trail) ist eine kurze, aber steile Wanderung zu alten Militärbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg. Von oben habt ihr einen spektakulären Blick auf Lanikai Beach, Kailua und die Mokulua Islands. Die Wanderung dauert etwa 1-1,5 Stunden und ist besonders zum Sonnenaufgang beliebt. Der Trail ist teilweise rutschig und steil – tragt gute Schuhe.
Makapu’u Beach am Fuße des Makapuu Points ist bekannt für seinen roten Sand (durch vulkanisches Gestein) und große Wellen. Im Sommer kann man hier schwimmen, im Winter ist es eher für erfahrene Bodyboarder geeignet.

Hanauma Bay an der Südostspitze ist einer der besten Schnorchelplätze auf Oahu. Die hufeisenförmige Bucht ist ein Naturschutzgebiet mit kristallklarem Wasser und hunderten bunten tropischen Fischen. Hier könnt ihr direkt vom Strand aus schnorcheln und Schildkröten, Papageienfische, Doktorfische und viele andere Arten sehen.
Wichtig: Reservierung ist im Voraus online erforderlich (7,50 Dollar Eintritt plus 3 Dollar Reservierungsgebühr, Parken 3 Dollar) hier. Die Bucht ist mittwochs geschlossen. Kommt früh, da die Besucherzahl begrenzt ist. Bevor ihr ins Wasser dürft, müsst ihr ein kurzes Video über den Umweltschutz anschauen.
Die Pali Lookout ist ein spektakulärer Aussichtspunkt in den Bergen mit Blick auf die grüne Windward Coast. Hier weht ständig ein starker Wind – haltet eure Hüte fest! Der Blick über die Klippen auf Kailua und Kaneohe ist atemberaubend und ein beliebtes Fotomotiv.
Weitere Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
Manoa Falls
Die Manoa Falls sind ein 60 Meter hoher Wasserfall im üppigen Manoa Valley, nur wenige Minuten von Waikiki entfernt. Die Wanderung dorthin ist etwa 2,5 Kilometer lang (hin und zurück) und führt durch einen magischen Regenwald mit riesigen Bambuspflanzen, Baumfarnen und tropischer Vegetation. Der Weg ist meist matschig – tragt Schuhe, die schmutzig werden dürfen.
Am Wasserfall angekommen werdet ihr mit einem beeindruckenden Naturschauspiel belohnt. Nach starken Regenfällen ist der Wasserfall besonders spektakulär. Baden ist allerdings verboten wegen der Gefahr von herabfallenden Steinen. Die Wanderung ist relativ einfach und auch für Familien geeignet, kann aber nach Regen rutschig sein.
Parken kostet 10 Dollar am offiziellen Parkplatz. Kommt früh am Morgen, um Menschenmassen zu vermeiden und die besten Lichtverhältnisse zu haben. Nehmt Mückenspray mit – die Moskitos können im Regenwald lästig sein.
Polynesian Cultural Center
Das Polynesian Cultural Center in Laie an der Nordostküste ist ein großer Themenpark, der die Kulturen verschiedener polynesischer Inseln präsentiert. In verschiedenen “Dörfern” lernt ihr die Traditionen von Hawaii, Samoa, Tahiti, Fidschi, Tonga und Neuseeland kennen. Es gibt traditionelle Tänze, Handwerksvorführungen und kulturelle Darbietungen.
Der Eintritt ist mit 70-150 Dollar nicht günstig, je nachdem welches Paket ihr wählt. Der Besuch dauert einen ganzen Tag. Abends gibt es eine spektakuläre Abendshow mit polynesischen Tänzen und Feuerspektakel. Das Center ist sehr touristisch, aber dennoch lehrreich und unterhaltsam, besonders für Familien mit Kindern.
Dole Plantation
Auf dem Weg zum North Shore liegt die Dole Plantation, eine große Ananas-Plantage mit Besucherzentrum. Hier könnt ihr das berühmte Dole Whip (Ananas-Softeis) probieren, durch den weltgrößten Pflanzenlabyrinth-Garten laufen oder eine Zugfahrt durch die Plantage machen. Es ist sehr touristisch und eher kitschig, aber ein netter Zwischenstopp auf der Fahrt zum North Shore, besonders mit Kindern.
Kualoa Ranch
Die Kualoa Ranch an der Ostküste ist eine riesige Ranch, die als Drehort für unzählige Hollywood-Filme diente, darunter Jurassic Park, Lost und Godzilla. Verschiedene Touren bieten ATV-Fahrten, Pferdereiten, Zipline und Movie-Site-Touren. Die Kulisse mit den dramatischen grünen Bergen ist spektakulär. Die Touren kosten ab 50 Dollar und sollten im Voraus gebucht werden.
Byodo-In Temple
Dieser wunderschöne buddhistische Tempel im Valley of the Temples in Kaneohe ist eine exakte Nachbildung eines 900 Jahre alten Tempels in Japan. Die Anlage mit dem roten Tempel, dem Koi-Teich und den grünen Bergen im Hintergrund ist unglaublich friedlich und fotogen. Eintritt: 5 Dollar. Ein schöner Ort für einen ruhigen Moment abseits der Touristenmassen.
Strände für Einheimische
Wenn ihr sehen wollt, wo die Locals ihre Freizeit verbringen, besucht den Ala Moana Beach Park westlich von Waikiki. Der künstlich angelegte Strand ist ruhig, sauber und perfekt zum Schwimmen. Am Wochenende grillen hier viele hawaiianische Familien.
Sandy Beach an der Südostküste ist bei Bodyboardern sehr beliebt, aber wegen der starken Strömung und Wellen gefährlich zum Schwimmen. Hier könnt ihr den Locals beim Bodyboarden zuschauen und die wilde, ungeschützte Küste genießen.
Praktische Tipps für Oahu
Transport: Ein Mietwagen ist sehr empfehlenswert, um Oahu richtig zu erkunden. Zwar gibt es mit TheBus ein funktionierendes Bussystem, aber für Ausflüge zum North Shore oder zur Ostküste ist ein Auto deutlich praktischer. Die Straßen sind gut ausgebaut, Verkehr gibt es hauptsächlich rund um Honolulu zu den Stoßzeiten. Parken in Waikiki ist teuer (15-30 Dollar pro Tag in Hotels), an Stränden und Wanderparkplätzen meist kostenlos oder günstig.
Unterkunft: In Waikiki habt ihr die größte Auswahl von Budget-Hotels bis zu Luxus-Resorts. Die Preise sind allerdings hoch. Günstiger und authentischer wohnt ihr in Kailua oder auf der Nordseite. Wer das echte Hawaii erleben möchte, mietet eine Ferienwohnung in einem Wohnviertel statt in einem Hotel in Waikiki.
Essen: Oahu bietet die größte kulinarische Vielfalt aller hawaiianischen Inseln. Probiert unbedingt Plate Lunch (typisches hawaiianisches Essen mit Reis, Macaroni Salad und einem Hauptgericht) – günstig und lecker. Poke Bowls (roher Fisch mit Reis und Gemüse) sind ebenfalls ein Muss. Gute Food Trucks findet ihr überall, besonders am North Shore und in Haleiwa.
Beste Tageszeit: Für die meisten Strände und Wanderungen gilt: Je früher, desto besser. Morgens sind die Parkplätze noch frei, die Strände leerer und die Temperaturen angenehmer. Außerdem ist das Licht zum Fotografieren am Morgen und späten Nachmittag am besten.
Sicherheit: Oahu ist generell sicher, aber Autoeinbrüche an Stränden und Wanderparkplätzen kommen vor. Lasst niemals Wertsachen im Auto sichtbar liegen. In Waikiki solltet ihr wie in jeder Touristenregion auf eure Taschen achten.
Fazit: Oahu – Vielfalt zwischen Stadt und Natur
Oahu ist die perfekte Einstiegsinsel für eure Hawaii-Reise und bietet eine unglaubliche Vielfalt auf relativ kleinem Raum. Von der pulsierenden Energie Waikikis über die historische Bedeutung Pearl Harbors bis zu den weltberühmten Surf-Spots am North Shore und den traumhaften Stränden der Ostküste – hier findet jeder etwas.
Was mir an Oahu besonders gefallen hat, ist die Mischung: Ihr könnt morgens urban frühstücken, mittags am Strand surfen und nachmittags durch den Regenwald wandern. Die Insel zeigt alle Facetten Hawaiis – das moderne Amerika, die polynesische Kultur und die spektakuläre Natur.
Lasst euch nicht von Vorurteilen abschrecken, Oahu sei zu touristisch. Ja, Waikiki ist überlaufen und kommerziell, aber schon wenige Kilometer außerhalb findet ihr Ruhe, Natur und Authentizität. Plant genug Zeit ein, um sowohl die touristischen Highlights als auch die weniger besuchten Ecken zu erkunden.
Mein wichtigster Tipp: Verlasst Waikiki! Die wahre Schönheit Oahus zeigt sich an der Ostküste, am North Shore und in den Bergen. Mietet ein Auto und erkundet die Insel – ihr werdet überrascht sein, wie vielfältig und unberührt Oahu außerhalb der Touristenzentren ist.
FAQ: Häufige Fragen zu Oahu
Wie viele Tage sollte man für Oahu einplanen? Ich empfehle mindestens 3-4 Tage, um die wichtigsten Highlights zu sehen. Ideal sind 5-6 Tage, um auch Zeit zum Entspannen zu haben und die Insel nicht im Eiltempo abzuklappern.
Ist Waikiki zu touristisch? Ja, Waikiki ist sehr touristisch und kommerziell. Aber es ist trotzdem einen Besuch wert, besonders zum Surfen lernen und als Ausgangspunkt. Die wahre Schönheit Oahus zeigt sich außerhalb von Waikiki am North Shore und der Ostküste.
Brauche ich einen Mietwagen auf Oahu? Ein Mietwagen ist sehr empfehlenswert, um die Insel richtig zu erkunden. Zwar gibt es TheBus als öffentliches Verkehrsmittel, aber für Ausflüge zum North Shore, zur Ostküste oder zu Wanderungen ist ein Auto deutlich praktischer und flexibler.
Wann ist die beste Zeit, um am North Shore zu surfen? Die großen Wellen am North Shore kommen im Winter von November bis Februar. Im Sommer ist das Wasser dort spiegelglatt. Für Anfänger ist Waikiki ganzjährig besser geeignet zum Surfen lernen.
Kann man Wale auf Oahu sehen? Ja, von Dezember bis April kommen Buckelwale in die Gewässer um Hawaii. Der Makapuu Point Lighthouse Trail ist einer der besten Orte auf Oahu zur Walbeobachtung vom Land aus.
Wo sind die schönsten Strände auf Oahu? Für Ruhe und Schönheit: Lanikai Beach und Kailua Beach an der Ostküste. Zum Surfen lernen: Waikiki Beach. Zum Schnorcheln: Hanauma Bay. Zum Beobachten von Profisurfern: North Shore (Sunset Beach, Pipeline).
Ist Pearl Harbor kostenlos? Das USS Arizona Memorial ist kostenlos, aber Reservierung ist erforderlich. Die anderen Attraktionen (USS Missouri, USS Bowfin) kosten Eintritt. Plant mindestens einen halben Tag für den Besuch ein.
Wo kann man auf Oahu Schildkröten sehen? Am Laniakea Beach (Turtle Beach) am North Shore kommen regelmäßig grüne Meeresschildkröten an den Strand. Beim Schnorcheln in Hanauma Bay oder an der Ostküste könnt ihr sie auch im Wasser sehen. Haltet immer mindestens 3 Meter Abstand.
Ist die Wanderung zum Diamond Head schwierig? Nein, die Wanderung ist moderat und für die meisten Menschen gut machbar. Es gibt steile Abschnitte und viele Stufen, aber der Weg ist gut ausgebaut. Plant 1,5-2 Stunden ein und startet früh wegen der Hitze. Reservierung erforderlich!
Was ist das typische Essen auf Oahu? Probiert unbedingt Plate Lunch (mit Kalua Pork, Loco Moco oder Chicken Katsu), Poke Bowls, Garlic Shrimp vom North Shore, Malasadas (portugiesische Donuts) und Shave Ice bei Matsumoto in Haleiwa.
Kann man einen Tagesausflug zu anderen Inseln machen? Ja, Tagesausflüge nach Maui oder Big Island sind theoretisch möglich mit Inlandsflügen (30-60 Minuten), aber sehr stressig. Besser ist es, mindestens eine Übernachtung auf den anderen Inseln einzuplanen.
Gibt es gefährliche Tiere auf Oahu? Nein, es gibt keine giftigen Schlangen oder gefährlichen Landtiere. Im Meer solltet ihr auf Strömungen, Quallen (vor allem 8-10 Tage nach Vollmond) und Seeigel achten. Respektiert Warnschilder an Stränden.
