Mit dem Campervan von Darwin bis Perth in 4 Wochen – unsere schönsten Stellplätze in Australien
Australien ist wie gemacht fürs Campen. Endlose Strände, rote Wüsten, dichte Wälder und Nationalparks, die oft direkt am Wasser liegen. Wer mit Camper oder Zelt unterwegs ist, erlebt das Land intensiver als in jedem Hotel. In diesem Artikel zeigen wir euch die schönsten Campingplätze Australiens – von einfachen Naturplätzen bis zu spektakulären Spots, bei denen ihr morgens mit Blick aufs Meer oder mitten im Outback aufwacht.
Weitere Artikel zu unserer Australien Reise:
- 2 Wochen Tasmanien mit Camper – alle Infos zu Reisezeit, Route und Highlights
- Roadtrip durch den Norden Australiens – Von Darwin bis Lake Argyle mit Kindern
- 4 Wochen Westaustralien mit Camper
- Australien Roadtrip mit dem Camper – Tipps und Infos
- Die schönsten Stellplätze in Tasmanien mit dem Camper
Inhaltsverzeichnis
/Mit dem Camper durch Tasmanien – unsere schönsten StellplätzeCamper mieten in Tasmanien
Vorbereitungen zum Campen in Tasmanien
Unsere Route durch Tasmanien
Die schönsten Stellplätze in TasmanienFortescue Bay Camping, Mill Creek, Tasman Peninsula
Friendly Beaches, Freycinet Nationalpark
Gowrie Park Wilderness Village, nähe Cradle Mountain
Cradle Mountain Camping, Cradle Mountain National Park
Lake St Clair Camping, Cynthia Bay
Mount Field National Park Camping
Weitere empfehlenswerte Stellplätze in TasmanienCockle Creek, Recherche Bay
Bakers Beach, Narawntapu National Park
Bruny Island – Jetty Beach
Wild Campen in Tasmanien
Fazit – Campen in Tasmanien
FAQ – Häufige Fragen zum Campen in Tasmanien
Blog Kategorien
Westaustralien mit Camper – Die wichtigsten Infos
Beste Reisezeit für Westaustralien
Westaustralien ist riesig und hat verschiedene Klimazonen. Der Norden (Darwin bis Broome) ist tropisch mit ausgeprägter Regen- und Trockenzeit. Die beste Reisezeit für den Norden ist die Trockenzeit von April bis Oktober. Von November bis März ist Regenzeit mit extremer Hitze, Überschwemmungen und vielen gesperrten Straßen.
Für den Süden (Perth und Umgebung) ist das genau umgekehrt: Hier sind die Sommermonate Dezember bis März am besten, während es im Winter (Juni-August) kühl und regnerisch werden kann.
Wir waren von Juni bis Juli unterwegs – perfektes Timing für die Strecke Darwin-Perth. Im Norden hatten wir angenehme 25-30°C, weiter südlich wurde es dann kühler.
Distanzen nicht unterschätzen!
Westaustralien ist flächenmäßig sieben Mal so groß wie Deutschland. Die Entfernungen sind gewaltig: Von Darwin nach Perth sind es über 4.000 km! Plant nicht zu viel pro Tag ein. Wir haben selten mehr als 300-400 km gefahren und das war vollkommen ausreichend.
Wichtig: Zwischen vielen Orten liegen hunderte Kilometer ohne Tankstelle oder Supermarkt. Tank immer bei halbleerem Tank nach und kauft in größeren Orten ein. Ersatzkanister mit Wasser und Benzin sind für abgelegene Strecken sinnvoll.
Camper mieten in Westaustralien
Wir haben unseren Camper in Darwin übernommen und in Perth wieder abgegeben. One-Way-Mieten sind in Australien üblich, kosten aber oft einen Aufschlag (bei uns 300 AUD). In der Trockenzeit (Hauptsaison) sind die Preise höher als in der Nebensaison.
Wichtige Tipps zum Camper mieten:
- Frühzeitig buchen – 3-6 Monate im Voraus, besonders für die Hauptsaison
- Unbegrenzte Kilometer sind Pflicht bei den Distanzen
- Achtet auf eine zweite Batterie und Solarpanel – Strom gibt es auf vielen Plätzen nicht
- 2WD reicht für die Hauptstrecken, für die Gibb River Road braucht ihr 4WD
- Kühlbox mit Gas ist unverzichtbar
- Preis: Rechnet mit 100-180 AUD pro Tag je nach Saison und Ausstattung
Wir haben über ein Vergleichsportal gebucht und einen guten Deal bekommen. Die großen Anbieter wie Apollo, Britz und Maui haben Stationen in Darwin, Broome und Perth.
Campingplätze in Westaustralien buchen
Die Buchung von Campingplätzen in Westaustralien kann manchmal etwas tricky sein, weil die Systeme je nach Region unterschiedlich funktionieren.
Nationalpark-Campingplätze buchen
Alle staatlichen Nationalpark-Campgrounds in WA bucht ihr über parks.dpaw.wa.gov.au. Ihr braucht ein Konto und eine Kreditkarte, die Buchung läuft komplett online ab. Das System ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich einmal durchgeklickt hat, geht es ganz gut.
Wichtig: Beliebte Plätze wie Cape Range oder Karijini sind in der Hochsaison (April-Oktober) oft schon 3-6 Monate im Voraus ausgebucht – also früh dran sein! Viele Camper setzen sich einen Wecker, wenn die Buchungen für ihren Zeitraum freigegeben werden. Die Plätze werden genau 6 Monate im Voraus um Mitternacht freigeschaltet.
Private Caravan Parks
Private Caravan Parks in Exmouth, Coral Bay, Broome etc. bucht ihr direkt über deren Websites oder über booking.com. Die sind flexibler und meist auch kurzfristig verfügbar, aber deutlich teurer (40-60 AUD pro Nacht statt 10-20 AUD in Nationalparks).
Dafür bekommt ihr Duschen mit heißem Wasser, Waschmaschinen, oft Swimmingpools und manchmal Spielplätze – perfekt für einen Komfort-Tag zwischendurch, wenn ihr mal wieder richtig duschen und Wäsche waschen wollt.
Self-Registration Campgrounds
In Nationalparks gibt es nur unpowered sites (ohne Strom), also nehmt Powerbanks und Solarladegeräte mit! Manche abgelegene Campgrounds funktionieren mit Self-Registration: Ihr sucht euch einen Platz, füllt einen Umschlag mit Bargeld aus und werft ihn in die dafür vorgesehene Box. Trotzdem solltet ihr vorher online prüfen, ob eine Buchung nötig ist – bei vielen beliebten Plätzen ist Self-Registration nicht mehr möglich.
Parks Pass für Westaustralien
Für die Nationalparks in WA braucht ihr einen Parks Pass. Der Holiday Park Pass kostet 20 AUD pro Fahrzeug und gilt für einen Tag in einem Park. Wenn ihr mehrere Parks besucht, lohnt sich der Annual Park Pass für 120 AUD, der ein ganzes Jahr gültig ist.
Den Pass könnt ihr online kaufen oder direkt an den Park-Eingängen. Bei manchen abgelegenen Parks gibt es Selbstbedienungsstationen mit Bezahlboxen.
Unsere Route von Darwin bis Perth
Unsere vierwöchige Route durch Westaustralien führte uns von den tropischen Wasserfällen im Norden bis zu den Stränden bei Perth:
Darwin → Litchfield Nationalpark → Kakadu Nationalpark → Katherine/Nitmiluk → Lake Argyle → Kununurra → Purnululu Nationalpark (Bungle Bungles) → Halls Creek → Fitzroy Crossing → Broome → Port Hedland → Cape Keraudren → Karijini Nationalpark → Exmouth → Cape Range Nationalpark → Coral Bay → Shark Bay → Kalbarri → Geraldton → Lancelin → Yanchep Nationalpark → Perth
Die schönsten Stellplätze in Westaustralien
Litchfield National Park – Florence Falls Campground

Der Litchfield Nationalpark war unser erster Stopp nach Darwin und hat uns sofort begeistert. Weniger touristisch als der Kakadu, aber mindestens genauso schön. Der Florence Falls Campground liegt mitten im tropischen Regenwald, umgeben von Palmen und dem Rauschen des Wasserfalls.
Die Florence Falls sind nur 10 Gehminuten vom Campingplatz entfernt – ein wunderschöner Wasserfall mit natürlichem Pool zum Schwimmen. Morgens früh habt ihr den Pool oft noch für euch alleine, bevor die Tagestouristen aus Darwin kommen.
Infos zum Campingplatz:
- Preis: ca. 15-20 AUD pro Fahrzeug und Nacht
- Ausstattung: Toiletten, Duschen (kalt), Picknicktische, Feuerstellen
- Wasser: Trinkwasser vorhanden
- Strom: Nein
- Buchung: Online über parks.nt.gov.au empfohlen
- Besonderheiten: Sehr beliebt, in der Trockenzeit schnell voll
- Handyempfang: Kaum bis gar nicht
Weitere Highlights im Litchfield: Wangi Falls, Buley Rockhole, Tolmer Falls und die beeindruckenden Cathedral und Magnetic Termite Mounds.
Kakadu National Park – Merl Campground
Der Kakadu ist Australiens größter Nationalpark und UNESCO Welterbe. Wir haben am Merl Campground übernachtet, einem der vielen Campingplätze im Park. Die Auswahl ist riesig und jeder Campground hat seinen eigenen Charme.
Merl liegt relativ zentral und ist ein guter Ausgangspunkt für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Nourlangie Rock und Ubirr Rock mit ihren Aboriginal Felsmalereien.
Infos zum Campingplatz:
- Preis: ca. 15-20 AUD pro Fahrzeug und Nacht
- Ausstattung: Toiletten, Duschen (kalt), überdachte Sitzbereiche
- Wasser: Trinkwasser vorhanden
- Strom: Nein
- Buchung: Online möglich, auch spontan oft noch Plätze frei
- Besonderheiten: Krokodil-Warnungen ernst nehmen!
- Handyempfang: Minimal
Kakadu National Park – Mardugal Campground
Ein weiterer schöner Campground im Kakadu, etwas abgelegener als Merl. Perfekt für alle, die es ruhiger mögen. Von hier aus erreicht ihr die berühmten Jim Jim Falls und Twin Falls – allerdings nur mit 4WD.
Infos zum Campingplatz:
- Preis: ca. 15-20 AUD pro Fahrzeug und Nacht
- Ausstattung: Basis-Toiletten, Picknicktische
- Wasser: Mitbringen empfohlen
- Strom: Nein
- Buchung: Meist spontan möglich
- Besonderheiten: Sehr naturnah, weniger frequentiert
Nitmiluk National Park (Katherine Gorge)

Der Nitmiluk Nationalpark bei Katherine ist berühmt für seine spektakuläre Katherine Gorge – 13 Schluchten, durch die sich der Katherine River schlängelt. Der Campingplatz liegt direkt am Parkeingang und ist perfekt ausgestattet.
Von hier aus könnt ihr Bootstouren durch die Schlucht machen, Kanus mieten oder die verschiedenen Wanderwege erkunden. Die Sonnenuntergänge über der Schlucht sind spektakulär.
Infos zum Campingplatz:
- Preis: ca. 20-30 AUD pro Fahrzeug (powered teurer)
- Ausstattung: Moderne Toiletten, heiße Duschen, Waschküche, Pool, Restaurant
- Wasser: Trinkwasser vorhanden
- Strom: Powered und unpowered sites verfügbar
- Buchung: Empfohlen über parks.nt.gov.au
- Besonderheiten: Einer der komfortabelsten Campingplätze im NT
- Handyempfang: Gut (Telstra)
Lake Argyle Resort

Lake Argyle ist Australiens größter künstlicher See und ein absoluter Geheimtipp. Das Lake Argyle Resort hat sowohl einen Campingplatz als auch Bungalows. Die Lage direkt am See mit Blick auf die Infinity Pool ist einfach atemberaubend.
Am Abend könnt ihr am Ufer Süßwasserkrokodile beobachten (die sind harmlos!), und der Sonnenuntergang über dem See gehört zu den schönsten, die wir in Australien erlebt haben. Die Farben sind einfach unwirklich.
Infos zum Campingplatz:
- Preis: ca. 25-35 AUD für unpowered, 35-45 AUD für powered sites
- Ausstattung: Saubere Toiletten und Duschen, Pool, Restaurant, kleiner Shop
- Wasser: Trinkwasser vorhanden
- Strom: Powered sites verfügbar
- Buchung: Über lakeargyle.com, in der Hochsaison empfohlen
- Besonderheiten: Infinity Pool mit Seeblick, Bootstouren buchbar
- Handyempfang: Gut
Tipp: Bucht unbedingt die Sonnenuntergangs-Bootstour – absolut lohnenswert!
Cape Keraudren – Camping direkt am Meer

Cape Keraudren war vor allem ein strategischer Stopp, weil es günstig zwischen Port Hedland und Karijini lag. Aber die Lage war wirklich traumhaft – man campt direkt am Strand mit wahnsinns Aussicht aufs türkisblaue Meer.
Allerdings gibt es hier ein großes Problem: Sandflies! Diese nervigen kleinen Biester haben uns so zugesetzt, dass wir statt der geplanten zwei Nächte nur eine geblieben sind. Sie sind vor allem morgens und abends aktiv und ihre Stiche jucken tagelang. Trotz Insektenspray waren wir völlig zerstochen.
Der Strand an sich war aber wunderschön und man konnte gut buddeln und in den kleineren Gezeitenpools baden. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und gibt interessante Felsformationen frei.


Infos zu Cape Keraudren:
- Lage: Ca. 150 km südlich von Port Hedland
- Preis: ca. 15 AUD pro Fahrzeug und Nacht
- Ausstattung: Nur Plumpsklos, kein Trinkwasser
- Wasser: Unbedingt selbst mitbringen
- Strom: Nein
- Buchung: Nicht nötig
- Besonderheiten: Gezeiten beachten – bei Flut wird der Strand sehr schmal
- Handyempfang: Keiner
- Wichtig: Insektenspray nicht vergessen! Die Sandflies sind brutal
Unser Tipp: Wenn ihr empfindlich auf Insektenstiche reagiert, überlegt euch gut, ob ihr hier übernachten wollt. Sonst: Lange Kleidung abends anziehen und den Camper geschlossen halten.
Karijini National Park – Karijini Overflow Campground
Der Karijini Nationalpark war eines der absoluten Highlights unserer Westaustralien-Reise. Die roten Schluchten, türkisblauen Pools und spektakulären Wanderungen sind einfach atemberaubend. Wir haben auf dem Karijini Overflow Campground übernachtet – ein einfacher, aber schön gelegener Platz.
Der Campground liegt etwas außerhalb des Parks und ist deutlich günstiger als die Plätze innerhalb des Parks (Dales Campground), der bei uns schon voll war. Dafür sind die Facilities sehr basic, aber für uns war das völlig okay.
Infos zum Campingplatz:
- Preis: ca. 15 AUD pro Fahrzeug und Nacht
- Ausstattung: Toiletten, Picknicktische, keine Duschen
- Wasser: Begrenzt verfügbar, besser selbst mitbringen
- Strom: Nein
- Buchung: Nicht nötig, first come first served
- Besonderheiten: Kann voll werden, früh ankommen
- Handyempfang: Keiner
Die Must-Do Wanderungen im Karijini:
- Hancock Gorge – spektakulär, aber anspruchsvoll
- Weano Gorge – führt zu einem wunderschönen Pool
- Circular Pool – relativ einfach und sehr schön
- Joffre Falls – beeindruckender Wasserfall
- Oxers Lookout – fantastischer Aussichtspunkt
Plant mindestens 3-4 Tage für den Karijini ein. Die Wanderungen sind teilweise sehr anspruchsvoll mit Kletterpartien und Durchqueren von Wasserpools. Feste Schuhe sind Pflicht!
Cape Range National Park – Mesa Campground, Exmouth


Der Cape Range Nationalpark bei Exmouth war definitiv einer unserer Lieblings-Stellplätze in ganz Westaustralien. Die Campingplätze liegen direkt am türkisblauen Meer des Ningaloo Reef – morgens aus dem Camper steigen und direkt schnorcheln gehen, einfach perfekt!
Wir haben am Mesa Campground übernachtet und hatten mal wieder richtig Glück, denn normalerweise sind diese Plätze 6 Monate im Voraus ausgebucht. Wir konnten aber eine kurzfristige Stornierung erwischen – es lohnt sich also, regelmäßig nachzuschauen!
Alle Campingplätze im Cape Range NP liegen wunderschön direkt am Strand. Bei uns war es ziemlich windig, aber der wahnsinnige Sonnenuntergang hat dafür mehr als entschädigt. Die Farben waren einfach unbeschreiblich.
Infos zum Cape Range National Park:
- Eintritt: 15 AUD pro Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Camping: Mehrere Campgrounds am Strand, alle unpowered
- Beliebte Camps: Mesa, Osprey Bay, Sandy Bay, Kurrajong, Ned’s Camp
- Preis: ca. 11-15 AUD pro Fahrzeug und Nacht
- Ausstattung: Nur Plumpsklos, keine Duschen
- Wasser: Kein Trinkwasser – unbedingt selbst mitbringen!
- Strom: Nein
- Buchung: Unbedingt erforderlich über parks.dpaw.wa.gov.au
- Besonderheiten: Mesa ist der einzige Platz, wo Buchungen möglich sind
- Handyempfang: Keiner
Highlights im Cape Range:
- Turquoise Bay – weltklasse Schnorcheln direkt vom Strand
- Oyster Stacks – spektakuläre Felsformationen
- Yardie Creek – Bootstour durch die Schlucht (ca. 45 AUD) oder Wanderung am Rand
- Ningaloo Reef – mit Walhaien schwimmen (April-Juli)
Yanchep National Park – Känguru-Alarm!

Der Yanchep Nationalpark war unser letzter Stopp vor Perth und nochmal ein richtiges Highlight. Der Park ist vor allem für seine zahmen Kängurus bekannt, und als wir ankamen, war unser ganzer Stellplatz voll davon!
Sie sind wirklich überhaupt nicht scheu und liegen quasi überall im Weg rum oder grasen gemütlich zwischen den Campern. Unsere Kinder waren völlig aus dem Häuschen. Die Australier lässt das Ganze übrigens völlig kalt – wahrscheinlich sind Kängurus hier wirklich sowas wie Kaninchen bei uns.
Im Park gibt es auch ein kleines Gehege mit Koalas, die man besuchen kann – das war unsere erste richtige Koala-Sichtung! Die Fütterungszeiten sind um 11 Uhr und 14 Uhr, dann kann man die verschlafenen Beuteltiere beim Fressen beobachten.
Am nächsten Tag sind wir noch einmal um den Loch McNess gelaufen und haben weitere Kängurus, aber auch viele bunte Vögel gesehen. Der See ist wirklich sehr idyllisch mit alten Bäumen und Seerosen.

Infos zum Yanchep National Park:
- Lage: Nur 50 km nördlich von Perth – perfekter letzter Stopp
- Eintritt: 15 AUD pro Fahrzeug (oder Parks Pass)
- Preis Camping: ca. 25-35 AUD für unpowered, 35-45 AUD für powered
- Ausstattung: Saubere Toiletten, heiße Duschen, Grillplätze, Spielplatz
- Wasser: Trinkwasser vorhanden
- Strom: Powered und unpowered sites verfügbar
- Buchung: Empfohlen über parks.dpaw.wa.gov.au
- Handyempfang: Gut
Highlights im Yanchep:
- Koalas: Kleine Koala-Anlage mit Fütterungszeiten (11 Uhr, 14 Uhr)
- Kängurus: Western Grey Kangaroos überall im Park frei herumlaufend
- Wanderungen: Wetlands Walk (1,5 km), Yaberoo Budjara Heritage Trail (5 km)
- Crystal Cave: Führungen durch die Tropfsteinhöhle buchbar
- Loch McNess: Schöner Rundweg um den See
Unser Tipp: Perfekter Zwischenstopp vor oder nach Perth.
Empfehlenswerte Rest Areas in Westaustralien

Ellendale Rest Area
Eine einfache Raststation zwischen Lake Argyle und Halls Creek, aber perfekt für eine Übernachtung. Kostenlos und direkt an der Great Northern Highway gelegen. Nichts Besonderes, aber praktisch für die lange Strecke.
Infos:
- Preis: Kostenlos
- Ausstattung: Plumpsklo, Picknicktische, Mülltonnen
- Wasser: Nein, selbst mitbringen
- Strom: Nein
- Buchung: Nicht nötig
- Besonderheiten: Kann nachts von Road Trains laut sein
Spring Creek Rest Area
Diese Rest Area liegt an der Great Northern Highway zwischen Halls Creek und Fitzroy Crossing. Ein schlichter, aber sauberer Stopp für die Nacht mit schönem Baumbestand, der etwas Schatten spendet.
Infos:
- Lage: Ca. 60 km südlich von Halls Creek
- Preis: Kostenlos
- Ausstattung: Toiletten, Picknicktische, Mülltonnen, überdachte Sitzbereiche
- Wasser: Nein, selbst mitbringen
- Strom: Nein
- Buchung: Nicht nötig
- Besonderheiten: Relativ ruhig, weniger Verkehr als andere Rest Areas
- Handyempfang: Keiner
Goldwire Rest Area
Liegt zwischen Broome und Port Hedland an der Great Northern Highway. Eine der besseren Rest Areas auf dieser Strecke mit etwas mehr Ausstattung als üblich.
Infos:
- Lage: Ca. 200 km südlich von Broome
- Preis: Kostenlos
- Ausstattung: Toiletten, Picknicktische, Grillstellen, Mülltonnen, teils schattige Plätze
- Wasser: Begrenzt vorhanden (nicht zum Trinken geeignet)
- Strom: Nein
- Buchung: Nicht nötig
- Besonderheiten: Kann voll werden, da beliebter Stopp auf der Strecke
- Handyempfang: Minimal (Telstra)
Barradale Rest Area

Eine der besseren Rest Areas zwischen Broome und Port Hedland, die wir auf unserer Strecke genutzt haben. Barradale liegt strategisch günstig auf der langen Strecke und bietet etwas mehr Komfort als die meisten anderen kostenlosen Rastplätze.
Die Rest Area ist relativ gepflegt und hat deutlich mehr Bäume als andere Stopps in dieser Gegend, was bei der Hitze wirklich angenehm ist. Wir haben hier eine ruhige Nacht verbracht, auch wenn natürlich ab und zu Road Trains vorbeigefahren sind.
Infos:
- Lage: Ca. 100 km südlich von Broome an der Great Northern Highway
- Preis: Kostenlos
- Ausstattung: Saubere Toiletten, Picknicktische, überdachte Sitzbereiche, Mülltonnen, guter Baumbestand für Schatten
- Wasser: Nein, selbst mitbringen
- Strom: Nein
- Buchung: Nicht nötig
- Besonderheiten: Eine der gepflegteren Rest Areas auf dieser Strecke, relativ ruhig
- Handyempfang: Minimal bis keiner
- Maximaler Aufenthalt: 24 Stunden
Unser Tipp: Guter Stopp, wenn ihr von Broome Richtung Süden fahrt und nicht die ganze Strecke bis Port Hedland an einem Tag schaffen wollt. Kommt nicht zu spät an, denn die schattigen Plätze sind begehrt.
Genereller Tipp zu Rest Areas:
Sie sind perfekt für Zwischenübernachtungen auf langen Strecken, aber plant nicht, länger als eine Nacht zu bleiben. Die meisten haben ein 24-Stunden-Limit. Nehmt immer ausreichend Wasser mit und entsorgt euren Müll ordentlich. Road Trains fahren oft nachts, also rechnet mit Lärm. Ohrenstöpsel können hilfreich sein!
Wild Campen in Westaustralien
Wild Campen bzw. Freedom Camping ist in Westaustralien theoretisch möglich, aber mit Einschränkungen. Viele Shires (Gemeinden) haben eigene Regeln.
Wichtige Regeln:
- Nur campen wo es ausdrücklich erlaubt ist
- “No Camping” Schilder ernst nehmen – Strafen bis 500 AUD
- Rest Areas sind meist nur für kurze Pausen gedacht (max. 24h)
- Manche Rest Areas erlauben explizit Übernachtungen
- In Nationalparks nur auf ausgewiesenen Campingplätzen
- Leave No Trace – allen Müll mitnehmen
- Kein offenes Feuer außerhalb von Campingplätzen
Die App WikiCamps Australia (ca. 6 AUD) ist unverzichtbar und zeigt euch, wo Freedom Camping erlaubt ist. Sie hat aktuelle Bewertungen und Infos zu jeder Rest Area.
Unsere Erfahrung: Wir haben an mehreren Rest Areas übernachtet, besonders auf den langen Strecken zwischen den Parks. Die meisten waren einfach aber okay. Manche haben nur Plumpsklos, andere gar nichts. Plant eure Wasser- und Toilettenversorgung entsprechend.
Was man sonst noch für Westaustralien wissen sollte
Straßenverhältnisse
Die Hauptstrecken (Highway 1, Great Northern Highway) sind alle asphaltiert und gut befahrbar. Für Abstecher wie die Gibb River Road oder zum Purnululu Nationalpark (Bungle Bungles) braucht ihr aber definitiv 4WD.
Wichtig: Viele Mietwagen-Versicherungen decken keine Schäden auf Unsealed Roads (Schotterpisten). Lest das Kleingedruckte!
Tiere auf der Straße
Besonders in der Dämmerung und nachts sind Kängurus, Emus und Kühe auf den Straßen unterwegs. Fahrt vorsichtig und nicht zu schnell. Ein Zusammenstoß mit einem Känguru kann böse enden – für beide Seiten.
Leider sieht man sehr viele tote Tiere am Straßenrand. Das ist traurig, aber Realität. Manche Streckenabschnitte sind regelrechte Tierfriedhöfe.
Tanken und Vorräte
Plant gut! Zwischen manchen Orten liegen 200-400 km ohne Tankstelle oder Supermarkt. Tankt bei halbleerem Tank nach und kauft in größeren Orten ein (Broome, Exmouth, Carnarvon).
Die Benzinpreise variieren stark. In abgelegenen Gegenden kann der Liter 2-3 AUD kosten, in Städten eher 1,50-1,80 AUD.
Fliegengitter und Insektenschutz
Die Fliegen in Westaustralien sind legendär nervig, besonders im Landesinneren. Ein Fliegennetz für den Kopf ist Gold wert! Und gegen Sandflies an der Küste hilft nur: lange Kleidung und gutes Insektenspray.
Budget
Rechnet mit etwa 150-250 AUD pro Tag für zwei Personen (inkl. Campingplatz, Essen, Benzin und Parkeintritt). Wenn ihr viel selbst kocht und günstige Stellplätze nutzt, kommt ihr auch mit 100-130 AUD pro Tag hin.
Benzin ist der größte Kostenfaktor bei den Distanzen. Wir haben in 4 Wochen über 5.000 km zurückgelegt – das summiert sich!
FAQ:
Ist Wild Campen in Westaustralien erlaubt?
Teilweise. Freedom Camping ist nur dort erlaubt, wo es ausdrücklich gestattet ist. Viele Gemeinden verbieten es komplett. Schilder solltet ihr unbedingt ernst nehmen, sonst drohen hohe Strafen.
Wo darf man über Nacht stehen?
Auf ausgewiesenen Campingplätzen, in manchen Rest Areas (meist max. 24 Stunden) und auf erlaubten Freedom-Camping-Spots. In Nationalparks nur auf offiziellen Plätzen.
Wie finde ich legale Campingplätze und Rest Areas?
Die App WikiCamps Australia ist fast unverzichtbar. Sie zeigt erlaubte Stellplätze, Regeln und aktuelle Bewertungen anderer Reisender.
Brauche ich einen 4WD in Westaustralien?
Für die großen Highways nicht. Für abgelegene Strecken wie die Gibb River Road oder den Purnululu Nationalpark aber unbedingt. Achtung: Viele Mietwagenversicherungen schließen Schotterpisten aus.
Wie gefährlich sind Tiere auf der Straße?
Vor allem in der Dämmerung und nachts sehr relevant. Kängurus, Emus und Kühe sind häufig unterwegs. Langsam fahren und Nachtfahrten möglichst vermeiden.
Wie gut ist die Versorgung mit Tankstellen und Supermärkten?
Sehr unterschiedlich. Zwischen manchen Orten liegen 200–400 km ohne Versorgung. Plant voraus, tankt frühzeitig und kauft in größeren Städten ein.FAQ: Camping und Reisen in Westaustralien
Ist Wild Campen in Westaustralien erlaubt?
Teilweise. Freedom Camping ist nur dort erlaubt, wo es ausdrücklich gestattet ist. Viele Gemeinden verbieten es komplett. Schilder solltet ihr unbedingt ernst nehmen, sonst drohen hohe Strafen.
Wo darf man über Nacht stehen?
Auf ausgewiesenen Campingplätzen, in manchen Rest Areas (meist max. 24 Stunden) und auf erlaubten Freedom-Camping-Spots. In Nationalparks nur auf offiziellen Plätzen.
Wie finde ich legale Campingplätze und Rest Areas?
Die App WikiCamps Australia ist fast unverzichtbar. Sie zeigt erlaubte Stellplätze, Regeln und aktuelle Bewertungen anderer Reisender.
Brauche ich einen 4WD in Westaustralien?
Für die großen Highways nicht. Für abgelegene Strecken wie die Gibb River Road oder den Purnululu Nationalpark aber unbedingt. Achtung: Viele Mietwagenversicherungen schließen Schotterpisten aus.
Wie gefährlich sind Tiere auf der Straße?
Vor allem in der Dämmerung und nachts sehr relevant. Kängurus, Emus und Kühe sind häufig unterwegs. Langsam fahren und Nachtfahrten möglichst vermeiden.
Wie gut ist die Versorgung mit Tankstellen und Supermärkten?
Sehr unterschiedlich. Zwischen manchen Orten liegen 200–400 km ohne Versorgung. Plant voraus, tankt frühzeitig und kauft in größeren Städten ein.
