Schottland mit dem Wohnmobil entdecken

Mit dem Camper oder Wohnmobil durch Schottland zu reisen ist eine der schönsten Möglichkeiten, die raue Natur, mystischen Landschaften und historischen Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Die Freiheit, spontan an malerischen Orten zu halten, auf abgelegenen Parkplätzen mitten in der Natur zu übernachten und die Route flexibel anzupassen, macht den besonderen Reiz dieser Art des Reisens aus.

In diesem Artikel teile ich unsere Route durch Schottland mit Camper oder dem Wohnmobil und verrate dir die schönsten Stopps entlang des Wegs – von den mittelalterlichen Abteien im Süden über die dramatischen Highlands bis zu den karibikähnlichen Stränden im hohen Norden. Auch mit Kindern ist diese Reise absolut machbar, wie unsere Erfahrungen zeigen.

Anreise nach Schottland mit dem Camper

Je nachdem, wie man nach Schottland kommt – entweder mit der Fähre oder über England – startet man im Süden der Insel. Die gängigsten Fährverbindungen führen von Amsterdam oder Hoek van Holland nach Newcastle, von dort geht es dann weiter nordwärts. Alternativ kann man durch England fahren und über die Grenze bei Gretna Green nach Schottland einreisen.

Mehr zur Anreise nach Schottland hier: Anreise mit dem Camper nach Schottland

Unsere Route durch Schottland

Schottland mit camper
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  1. Melrose Abbey 2. Edinburgh 3. Stirling 4. Culross 5. St. Andrews 6. Cairngorms NP 7. Loch An Eilean 8. Inverness 9. Duncansby Head 10. NC 500 11. Durness 12. Ardvreck castle und Lake Assent 13. Old Man of Storr 14. Quiraing 15. Neist Point Lighthouse 16. Eilean Donan Castle 17. Loch Lomond 18. Glenfinnan Viadukt 19. Glencoe 20. Glasgow

Die Scottish Borders: Melrose Abbey und Jedburgh Abbey

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Im Süden Schottlands lohnt es sich unbedingt, eine der historischen Abteien anzuschauen. Wir haben uns für die Melrose Abbey entschieden und diese bei strahlendem Sonnenschein besichtigt. Die halb verfallene Ruine eines Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert ist der Bestattungsort des Herzens von Robert the Bruce, dem legendären schottischen König. Die gotischen Bögen und filigranen Steinmetzarbeiten sind beeindruckend und geben einen Einblick in die mittelalterliche Klosterarchitektur.

Kann ich definitiv empfehlen!

Tipp: Wunderschön ist auch der kleine verwunschene Garten gegenüber (Priorwood Garden), ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, wo man auch Äpfel oder Pflanzen kaufen kann. Der Garten ist auf Trockenblumen spezialisiert – perfekt für ein kleines Mitbringsel.

Eine weitere sehenswerte Abbey ist die Jedburgh Abbey, ebenfalls eine beeindruckende Klosterruine aus dem 12. Jahrhundert mit gut erhaltenen Mauerresten.

Edinburgh – Schottlands Hauptstadt

Schottland mit Camper: Route, Highlights und praktische Tipps 1

Edinburgh ist natürlich ein Muss bei jeder Schottland-Reise. Da wir schon mehrmals dort waren, haben wir die Stadt bei unserer Camper-Tour ausgelassen, aber wer noch nicht dort war, verpasst etwas! Meine Lieblingsstadt in Schottland und eine meiner liebsten Städte überhaupt. Die mittelalterliche Altstadt, das imposante Edinburgh Castle, die Royal Mile und die vielen versteckten Gassen machen die Stadt einzigartig.

Mehr dazu findest du im Artikel: Meine 18 Highlights von Edinburgh

Stirling – Die Burg auf dem Hügel

schottland Stirling

Stirling ist ein nettes kleines Städtchen mit einer beeindruckenden Burg oben auf dem Hügel. Mit Kinderwagen ist es ganz schön steil da hoch, aber alles machbar. Von oben hat man eine tolle Aussicht über die Stadt und die umliegende Landschaft, auch auf den urigen Friedhof.

Stirling Castle war eines der wichtigsten Schlösser in der schottischen Geschichte und Schauplatz vieler bedeutender Schlachten, darunter die Schlacht von Stirling Bridge (1297), bei der William Wallace die Engländer besiegte. Die Burg ist prachtvoll restauriert und bietet spannende Einblicke in das höfische Leben der schottischen Könige.

Falkirk Wheel – Technisches Meisterwerk

Nach Stirling sind wir noch nach Falkirk zu dem Schiffshebewerk gefahren. Das Falkirk Wheel ist das weltweit einzige rotierende Schiffshebewerk und verbindet den Forth and Clyde Canal mit dem Union Canal. Es war ganz nett, aber hat uns aber nicht so richtig überzeugt – für Technik-Nerds aber bestimmt ganz interessant. Man kann Bootsfahrten mit dem Hebewerk buchen und dabei zusehen, wie das rotierende Rad die Boote 24 Meter nach oben oder unten transportiert.

Fife Peninsula: Culross und St. Andrews

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Als nächstes ging es auf die Halbinsel Fife, an der St. Andrews liegt. Hier schauten wir zuerst Culross an, ein süßes Dörfchen mit den typischen schottischen Häuschen mit ihren charakteristischen orangefarbenen Dächern. Das Dorf diente übrigens als Drehort für die Serie Outlander und sieht aus wie aus der Zeit gefallen.

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Als nächstes fuhren wir nach St. Andrews, eine sehenswerte Stadt mit süßen Läden, beeindruckenden Ruinen und Meerblick. St. Andrews ist weltberühmt als Heimat des Golfsports – hier befindet sich der älteste Golfplatz der Welt, der Old Course. Auch die Ruinen der St. Andrews Cathedral, einst die größte Kirche Schottlands, sind spektakulär. Ein Spaziergang an der Küste zum West Sands Beach lohnt sich ebenfalls.

Cairngorms National Park – Wandern in den Highlands

Das nächste Highlight ist der Cairngorms National Park, der größte Nationalpark Großbritanniens. Dort liegt auch Balmoral Castle, der Sommersitz der königlichen Familie, welches absolut sehenswert ist. Das Schloss im schottischen Baronialstil ist von Mai bis Juli für Besucher geöffnet (bitte Öffnungszeiten vorab checken), und die Gärten sind wunderschön angelegt. Da wir im August da waren, hatte es leider nicht geöffnet.

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Wir waren anschließend noch wandern in der Nähe von Braemar, wo viele Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsgraden starten. Wir haben eine einfachere Wanderung rausgesucht, aber es wären auch längere möglich gewesen. Die Landschaft ist geprägt von schroffen Bergen, tiefen Tälern und dichten Kiefernwäldern. Auf dem Parkplatz (Linn Dee) haben wir dann auch mitten im Wald übernachtet – ein magisches Erlebnis!

Loch an Eilean – Märchenhafter See mit Burgruine

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Das Loch an Eilean ist ein kleiner See, in dessen Mitte eine Burgruine auf einer Insel steht. Es ist sehr schottisch und fügt sich wunderschön in die Landschaft ein. Die Ruine stammt aus dem 13. Jahrhundert und war einst ein Unterschlupf für die berüchtigten Clans der Highlands.

Leider hat es bei uns gerade angefangen zu regnen, als wir losgelaufen sind, daher sind wir nur kurz zum See und zurück. Ein paar Unerschrockene haben dort aber sogar gebadet! Bei schönem Wetter bestimmt noch einmal beeindruckender. Der Rundweg um den See dauert etwa eine Stunde und bietet traumhafte Ausblicke.

Duncansby Head – Spektakuläre Klippen im äußersten Nordosten

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Der nächste Stopp ist der äußerste Nordosten Schottlands mit dem Städtchen John O’Groats, dem berühmten Endpunkt der längsten Durchquerung Großbritanniens (von Land’s End nach John O’Groats).

Hier haben wir recht spontan eine Bootstour gebucht, die die wunderschönen Klippen des Duncansby Head vom Wasser aus betrachten lässt. Diese sind ein tolles Brutgebiet für viele Vögel, daher konnten wir viele Kormorane und andere Seevögel beobachten. Auch Robben haben wir gesehen – ein absolutes Highlight!

Anschließend sind wir noch mal zu den Klippen des Duncansby Head gefahren und zu den berühmten Felsnadeln (Stacks) gelaufen. Da es schon wieder geregnet hat, haben wir nur eine kurze Runde gedreht (und sind dabei fast von den Midges, den berüchtigten schottischen Stechmücken, aufgefressen worden). Auch hier kann man theoretisch auch eine größere Wanderung an den Klippen entlang machen.

North Coast 500 – Schottlands schönste Küstenstraße

Schottland mit Camper: Route, Highlights und praktische Tipps 2

Weiter geht’s auf dem North Coast 500, einer der spektakulärsten Küstenstraßen Europas. Die Route führt auf 830 Kilometern einmal um die schottischen Highlands herum und bietet atemberaubende Ausblicke auf Küsten, Berge und Lochs.

Die Straße ist an vielen Stellen einspurig (Single Track Road), man muss also immer aufpassen und rechtzeitig in eine Haltebucht (Passing Place) fahren, um entgegenkommende Fahrzeuge passieren zu lassen. Ansonsten fanden wir es im August nicht übermäßig voll mit Touristen oder Wohnmobilen. Die Strecke ist einfach wunderschön und die Landschaft einfach zum Genießen.

Durness – Karibikfeeling in Schottland

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Mein persönliches Highlight waren die Strände von Durness. Hier fühlt man sich nicht wie in Schottland, sondern eher wie in der Karibik: weiße Sandstrände und türkisfarbenes Wasser! Sogar das Wetter hat diesmal mitgespielt, und wir konnten bei blauem Himmel und Sonnenschein die Strände genießen.

Die bekanntesten Strände hier sind Balnakeil Beach und Sango Sands Beach – beide absolut traumhaft. Der Campingplatz in Durness (Sango Sands Camping) ist wunderschön und spektakulär an den Klippen gelegen, und man kann (über einen sehr steilen Zugang) zum Strand runterlaufen. Einer meiner Lieblingsstellplätze der Reise!

Tipp: In der Nähe befindet sich auch die Smoo Cave, eine beeindruckende Meereshöhle mit Wasserfall, die man kostenlos besichtigen kann.

Ein weiterer Stopp ist hier das Ardvreck Castle (am Loch Assynt gelegen), eine malerische Ruine idyllisch an einem See. Hier machen wir Mittagspause und genießen die Aussicht.

Isle of Skye – Mystische Insel voller Naturwunder

Das nächste Highlight ist die Isle of Skye, zu Recht einer der absoluten Touristen-Hotspots Schottlands. Das merkt man auch an den Straßen und Parkplätzen, die auf einmal so viel voller sind als vorher.

Old Man of Storr

Schottland mit Camper: Route, Highlights und praktische Tipps 3

Als nächstes geht es zum Old Man of Storr, einer der berühmtesten Felsformationen Schottlands. Der 55 Meter hohe Felsturm ragt aus einem Felsmassiv hervor und bietet spektakuläre Fotomotive.

Leider hat der Wanderparkplatz eine Höhenbeschränkung, und die Plätze an der Straße sind schon sehr voll. Nach kurzem Warten wird aber etwas frei. So voll wie der Parkplatz, so voll ist auch der Wanderweg. Da das Baby im Auto schläft, läuft nur einer von uns kurz hoch und macht ein paar Fotos. Die Wanderung zum Old Man of Storr dauert etwa 1-1,5 Stunden hin und zurück und ist mittelschwer.

Rigg Viewpoint

Der nächste Aussichtspunkt ist der Rigg Viewpoint an der Straße zwischen Staffin und Uig, der einen fantastischen Blick über die Küste und das Meer bietet.

Quiraing Wanderung

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Das nächste Highlight wartet am nächsten Tag: die Wanderung im Quiraing bei strahlendem Sonnenschein. Der Quiraing ist ein spektakulärer Erdrutsch mit bizarren Felsformationen, Felstürmen und versteckten Plateaus – eine der beeindruckendsten Landschaften Schottlands.

Mit beiden Kindern laufen wir nicht die komplette Runde, sondern drehen nach ca. der Hälfte um. Trotzdem war es die schönste Wanderung für uns in Schottland! Da wir früh unterwegs sind, ist auch auf dem Weg nicht viel los, es wird im Laufe des Vormittags aber immer voller. Die komplette Rundwanderung dauert etwa 2-3 Stunden.

Neist Point – Der westlichste Punkt von Skye

Der Neist Point ist der westlichste Punkt der Isle of Skye und bietet eine der dramatischsten Küstenlandschaften der Insel. Die steilen Klippen fallen hier über 100 Meter ins Meer ab, und am Ende der Landzunge thront ein Leuchtturm aus dem Jahr 1909.

Die Wanderung zum Leuchtturm führt über einen steilen Pfad hinab – etwa 20-30 Minuten bergab (und entsprechend schweißtreibend wieder bergauf!). Der Ausblick auf die schroffen Klippen, das türkisfarbene Wasser und bei klarer Sicht sogar bis zu den Äußeren Hebriden ist atemberaubend. Mit etwas Glück kann man hier Wale, Delfine oder Riesenhaie vom Land aus beobachten.

Der Parkplatz liegt am Ende einer einspurigen Straße und ist begrenzt – bei gutem Wetter kann es voll werden. Wir hatten Glück und fanden einen Platz am späten Nachmittag, als viele Besucher schon wieder auf dem Rückweg waren. Die Stimmung bei Sonnenuntergang soll hier übrigens magisch sein!

Tipp: Da der Neist Point etwas abseits der Hauptroute liegt (ca. 45 Minuten Fahrt von Dunvegan), ist er deutlich weniger überlaufen als Old Man of Storr oder Quiraing – perfekt für alle, die die Schönheit von Skye etwas ruhiger genießen möchten.

Eilean Donan Castle – Schottlands Bilderbuchschloss

Eilean donan castle

Kurz hinter der Isle of Skye besuchen wir noch das Eilean Donan Castle, eines der schönsten Schlösser Schottlands und bekannt aus diversen Filmen wie “Highlander” und James Bond “Die Welt ist nicht genug”.

Die Burg liegt malerisch auf einer kleinen Gezeiteninsel, die über eine Steinbrücke mit dem Festland verbunden ist. Bei Flut ist die Lage besonders dramatisch. Das Schloss stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber im 20. Jahrhundert liebevoll restauriert. Der Eintritt kostet etwa £10-12 für Erwachsene, und im Inneren kann man die prächtigen Räume und eine Waffensammlung besichtigen.

Glenfinnan Viadukt – Harry Potter Brücke

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Hier diskutieren wir lange, ob wir bis hierher fahren sollen, da es etwas abseits liegt und wir ca. 1 Stunde hin und 1 Stunde zurück brauchen werden. Ich laufe letztendlich dann alleine hoch, da die Kinder im Auto schlafen.

Das Glenfinnan Viadukt ist die berühmte Brücke aus den Harry Potter Filmen, über die der Hogwarts Express fährt. Es ist eine nette kleine Wanderung mit schöner Aussicht auf das 21-bögige Viadukt und den Loch Shiel, aber so richtig überzeugt hat es mich nicht. Für alle Harry Potter Fans aber sicherlich ein Muss in Schottland!

Tipp: Der dampfbetriebene Jacobite Steam Train fährt in den Sommermonaten zweimal täglich über die Brücke – ein spektakuläres Fotomotiv! Ich war natürlich zu faul, darauf zu warten, aber auch ohne Zug ist es eine nette Aussicht.

Kinlochleven – Tor zur Mamores

Kinlochleven ist ein kleines Dorf am Ende des Loch Leven, umgeben von Bergen. Der Ort ist Ausgangspunkt für Wanderungen in die Mamores-Bergkette und liegt am West Highland Way, einem der bekanntesten Fernwanderwege Schottlands. Wir nutzen den Stopp für eine kurze Pause.

Glencoe – Das dramatische Tal

Glencoe ist eines der berühmtesten und dramatischsten Täler Schottlands, umgeben von schroffen Bergen und tiefen Schluchten. Das Tal ist geschichtsträchtig – hier fand 1692 das Massaker von Glencoe statt, bei dem 38 Mitglieder des MacDonald-Clans ermordet wurden.

Hier haben wir leider etwas Pech mit dem Wetter. Es regnet und ist einfach sehr neblig, sodass man nur erahnen kann, wie schön es hier ist. Bei gutem Wetter sind die Aussichten atemberaubend, und es gibt zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Loch Lomond & The Trossachs National Park

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Aufgrund des Wetters fahren wir am Loch Lomond relativ zügig vorbei. Hier würde ich aber beim nächsten Mal mehr Zeit verbringen wollen, da das, was man durch die Wolken erkennen kann, wunderschön aussieht.

Der Loch Lomond ist der größte See Schottlands (nach Fläche) und liegt im gleichnamigen Nationalpark. Die Gegend ist perfekt zum Wandern, Kajakfahren und für Bootstouren. Der malerische Ort Luss am Westufer ist besonders sehenswert.

Glasgow – Schottlands größte Stadt

Die Stadt selbst kennen wir schon, daher besichtigen wir sie nicht wirklich. Wir nutzen sie aber zum Einkaufen und übernachten in einem kleinen Park direkt neben einem Spielplatz.

Glasgow ist eine lebendige Stadt mit toller Architektur, interessanten Museen (das Kelvingrove Art Gallery and Museum ist fantastisch!) und einer kreativen Szene. Wer Zeit hat, sollte mindestens einen Tag einplanen.

Abreise von Cairnryan

Das war im Prinzip auch unser letzter größerer Stopp. Wir entscheiden uns dann, von Cairnryan die Fähre nach Nordirland zu nehmen. Von hier fahren regelmäßig Fähren nach Belfast und Larne.

Fazit: Schottland mit dem Camper – eine unvergessliche Reise

Eine Wohnmobil-Tour durch Schottland ist ein absolutes Traumerlebnis! Die Kombination aus spektakulärer Natur, historischen Sehenswürdigkeiten und der Freiheit, flexibel zu reisen und an den schönsten Orten zu übernachten, macht diese Art des Reisens so besonders.

Meine persönlichen Highlights waren:

  • Die karibikähnlichen Strände von Durness
  • Die Quiraing-Wanderung auf der Isle of Skye
  • Die Bootstour am Duncansby Head
  • Die Übernachtung mitten im Wald im Cairngorms National Park

Auch mit Kindern ist die Tour absolut machbar – wir haben die Tage entspannt angehen lassen, genügend Pausen eingeplant und die Route flexibel an die Bedürfnisse der Familie angepasst.

Wichtige Tipps für deine Schottland-Reise:

  • Plane genug Zeit ein – Schottland ist größer als man denkt, und die Single Track Roads brauchen Zeit
  • Sei vorbereitet auf wechselhaftes Wetter – Regen- und Sonnenphasen können sich stündlich abwechseln
  • Buche beliebte Campingplätze in der Hochsaison (Juli/August) im Voraus
  • Pack Mückenschutz ein – die Midges können vor allem an windstillen Abenden zur Plage werden
  • Respektiere den Scottish Outdoor Access Code beim Wildcampen

Schottland hat mich einmal mehr verzaubert, und ich kann es kaum erwarten, wiederzukommen!

FAQ – Häufige Fragen zu Camper-Reisen in Schottland

Wann ist die beste Reisezeit für Schottland mit dem Wohnmobil? Die beste Reisezeit ist von Mai bis September. Juni und Juli bieten die längsten Tage, August ist am wärmsten (aber auch am vollsten). Mai und September sind oft ruhiger, können aber kühler sein. Das Wetter ist ganzjährig wechselhaft – pack immer Regenkleidung ein!

Kann man in Schottland wild campen mit dem Wohnmobil? Wildcampen ist in Schottland grundsätzlich erlaubt (Scottish Outdoor Access Code), allerdings gibt es Einschränkungen für Wohnmobile. In einigen Gebieten wie am Loch Lomond gibt es Camping Management Zones, wo Wildcampen verboten ist. Generell gilt: Respektiere die Natur, hinterlasse keine Spuren, und übernachte nicht auf Privatgrundstücken ohne Erlaubnis.

Wie sind die Straßen in Schottland für Wohnmobile? Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut. Viele landschaftlich schöne Strecken sind jedoch Single Track Roads (einspurige Straßen) mit Passing Places. Hier ist vorsichtiges und rücksichtsvolles Fahren gefragt. Prüfe die Höhe und Breite deines Wohnmobils – manche Brücken und Parkplätze haben Beschränkungen.

Was kosten Campingplätze in Schottland? Die Preise variieren stark: Einfache Campingplätze kosten 15-25 £ pro Nacht, Plätze mit mehr Ausstattung 25-40 £. In der Hochsaison und auf der Isle of Skye kann es teurer sein. Viele Plätze bieten keine Reservierung an – first come, first served.

Braucht man einen speziellen Führerschein für Wohnmobile? In der EU gilt: Mit dem normalen PKW-Führerschein (Klasse B) darf man Wohnmobile bis 3,5 Tonnen fahren. Für schwerere Fahrzeuge wird ein LKW-Führerschein benötigt.

Wie schlimm sind die Midges wirklich? Midges (kleine Stechmücken) können von Mai bis September vor allem an windstillen Abenden und in der Nähe von Gewässern zur Plage werden. Mückenschutz (z.B. Smidge oder Avon Skin So Soft) hilft, ebenso wie Wind und Bewegung. In windigen Küstengebieten sind sie meist kein Problem.

Lohnt sich die Isle of Skye trotz vieler Touristen? Definitiv ja! Die Landschaft ist einzigartig. Tipp: Starte früh am Morgen zu den Hauptattraktionen oder besuche weniger bekannte Orte wie Neist Point oder die Fairy Pools. Außerhalb der Hauptsaison ist es deutlich ruhiger.

Wie viel Zeit sollte man für die NC500 einplanen? Mindestens 5-7 Tage für die komplette Route, besser 10-14 Tage, wenn man wandern und die Landschaft richtig genießen möchte. Wir haben Teilstrecken davon gemacht und fanden es perfekt so.

Braucht man in Schottland einen Adapter für Strom? Ja, in Großbritannien werden andere Stecker verwendet (Typ G mit drei Pins). Ein Reiseadapter ist notwendig – bekommst du in jedem Supermarkt oder online vorab.

Wie ist die Versorgungslage für Wohnmobile (Wasser, Entsorgung)? Die meisten Campingplätze und viele Tankstellen bieten Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Es gibt auch spezielle Disposal Points. In abgelegenen Gegenden sollte man vorausplanen und Tanks nicht zu knapp kalkulieren.