Irland: Alles was du vor der Reise wissen musst

Irland hat uns ehrlich gesagt zunächst nicht als erstes auf der Traumliste gestanden. Grüne Hügel, viel Regen, nette Pubs. Aber wer sich die Mühe macht, genauer hinzuschauen, findet eine wahnsinnig tolle Küstenlandschaft: Klippen, wie die berühmtesten Europas, türkisblaue Buchten, die man so im Norden nicht erwartet, und eine Ruhe und Weite, die man sonst nicht oft findet. Wir waren im September drei Wochen mit Kind und Baby unterwegs und haben Irland per Camper von Nordirland bis in den Süden erkundet. Dieser Artikel fasst alles zusammen, was ihr vor der Reise wissen solltet.

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3 Wochen Route durch Irland mit Camper


Allgemeines

Irland ist eine Insel im Nordatlantik, westlich von Großbritannien. Die Republik Irland (englisch: Republic of Ireland) umfasst etwa fünf Sechstel der Insel, Nordirland im Nordosten gehört zum Vereinigten Königreich. Die Bevölkerung liegt bei rund 5 Millionen Menschen, die Hauptstadt ist Dublin.

Das Land ist bekannt für seine grüne Landschaft (der Spitzname “Emerald Isle” ist kein Zufall), seine Klippenküsten im Westen und Südwesten sowie seine lebhafte Pub-Kultur. Irland ist Mitglied der EU und nutzt den Euro, Nordirland hingegen das Britische Pfund.

Die Landschaft ist abwechslungsreich: wilde Atlantikküste im Westen, sanftere Hügellandschaften im Osten, Moore, Berge und zahlreiche Seen (Loughs) im ganzen Land. Das Klima ist ozeanisch: mild, feucht und windreich das ganze Jahr über. Regen ist jederzeit möglich, aber genauso schnell wieder vorbei.


Reisezeit

Die beste Reisezeit für Irland ist von Mai bis September. In diesen Monaten sind die Tage lang, die Temperaturen am angenehmsten (ca. 15 bis 20 Grad) und die meisten Sehenswürdigkeiten geöffnet.

Juli und August sind die beliebtesten Monate und entsprechend voller, besonders an bekannten Spots wie den Cliffs of Moher. Wer die Hauptsaison meiden möchte, ist mit Mai, Juni oder September gut beraten. September hat den Vorteil, dass die Hochsaison vorbei ist, die Tage noch lang sind und die Landschaft oft besonders schön grün leuchtet. Wir waren im September unterwegs und haben das als guten Kompromiss empfunden.

Im Winter ist Irland zwar mild für die Jahreszeit, aber grau, stürmisch und viele Campingplätze sind geschlossen. Für eine Camperreise eher nicht zu empfehlen.

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Reisedauer

Für eine erste Irlandreise mit Camper empfehlen wir mindestens zwei, besser drei Wochen. Die Abstände zwischen den Highlights sind nicht immer groß, aber die Straßen (besonders im Westen) sind eng und kurvenreich, was die Fahrzeiten verlängert. Wer nur eine Woche hat, sollte sich auf eine Region konzentrieren, zum Beispiel den Westen mit Connemara, Achill Island und den Cliffs of Moher.

Drei Wochen erlauben es, Nordirland, den Westen und den Süden (Killarney, Ring of Kerry) in Ruhe zu erkunden ohne ständig hetzen zu müssen.


Route

Wir sind von Schottland per Fähre nach Nordirland eingereist und dann in einem Bogen durch den Westen und Süden Irlands gefahren. Die wichtigsten Stationen waren: Giant’s Causeway in Nordirland, Donegal mit den Slieve League Cliffs, Achill Island, Connemara Nationalpark, Kylemore Abbey, Cliffs of Moher, Killarney und der Ring of Kerry.

Eine ausführliche Routenbeschreibung findet ihr in unserem Artikel:

3 Wochen Route durch Irland mit Camper


Highlights

Slieve League Cliffs (Donegal): Bis zu 600 Meter hohe Klippen, deutlich weniger besucht als die Cliffs of Moher und genauso beeindruckend. Empfehlenswert für alle, die Menschenmassen meiden wollen.

Keem Beach (Achill Island): Einer der schönsten Strände Irlands mit überraschend türkisblauem Wasser. Die Zufahrt ist eng, lohnt sich aber.

Connemara Nationalpark: Wildromantische Moorlandschaft mit guten Wanderwegen, auch mit Kindern machbar.

Cliffs of Moher: Touristisch, aber mit Grund. Die Klippen sind spektakulär und ein Besuch gehört für die meisten Irland-Reisenden dazu. Früh morgens besuchen, um die größten Menschenmassen zu vermeiden.

Killarney und Killarney Nationalpark: Schöne Kombination aus hübschem Städtchen und eindrucksvollem Nationalpark mit Seen, Wäldern und alten Burgen.

Ring of Kerry: Die berühmte Küstenrundfahrt im Südwesten. Schöne Landschaft, aber in der Saison voll. Wer Ruhe sucht, fährt frühmorgens oder weicht auf weniger bekannte Routen aus.

Giant’s Causeway (Nordirland): Das UNESCO-Welterbe mit seinen sechseckigen Basaltsäulen ist für Kinder wie für Erwachsene faszinierend.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

  • Burren (karge Kalksteinlandschaft in Clare, einzigartig in Europa)
  • Skellig Michael (Felseninsel mit frühmittelalterlichem Kloster, bekannt aus Star Wars; nur per Boot erreichbar)
  • Dingle Peninsula (schöne Alternative zum überlaufeneren Ring of Kerry)
  • Glenveagh Nationalpark (Donegal, wenig bekannt und sehr schön)
  • Galway (lebhaftes Universitätsstädtchen, guter Ausgangspunkt für den Westen)
  • Dublin (für Städtereisende mit Trinity College, Guinness Storehouse und lebhaftem Kulturleben)
irland camper
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Good to know

Einreise und Visum: Für EU-Bürger ist kein Visum erforderlich. Irland ist nicht Teil des Schengen-Raums, aber für Deutsche reicht der Personalausweis für die Einreise. Nach Nordirland (UK) ebenfalls kein Visum nötig, nur Personalausweis. Grenzkontrollen zwischen der Republik Irland und Nordirland gibt es im Alltagsverkehr nicht.

Währung: In der Republik Irland gilt der Euro. In Nordirland wird in Britischen Pfund (GBP) bezahlt. Kartenzahlung ist fast überall möglich und weit verbreitet. Kleines Bargeld schadet trotzdem nicht für Märkte, kleine Cafés oder Eintrittsautomaten.

Sprache: Die Amtssprachen sind Irisch (Gaeilge) und Englisch. Im Alltag wird fast überall Englisch gesprochen. In manchen Regionen im Westen (sogenannte Gaeltacht-Gebiete) ist Irisch noch lebendig, Schilder sind dort teils nur auf Irisch. Englisch reicht aber überall aus.

Transport: Irland wird am besten mit dem eigenen Auto oder Camper erkundet. Der öffentliche Nahverkehr außerhalb Dublins ist begrenzt und für Sightseeing-Touren im Westen kaum geeignet. Rechtsverkehr wie in Deutschland gilt nicht: In Irland wird links gefahren. Das erfordert zu Beginn etwas Gewöhnung, besonders auf engen Landstraßen.

Mietwagen: Mietwagen sind in Irland gut verfügbar, aber oft teuer (besonders in der Saison). Schaltgetriebe sind günstiger als Automatik. Viele Mietverträge schließen Nordirland aus oder verlangen einen Aufpreis, also vorab prüfen. Einige Anbieter vermieten keine Camper für die Nutzung auf sehr engen Straßen (z.B. Keem Beach-Zufahrt).

Steckdosen: Irland nutzt den britischen Stecker Typ G (drei rechteckige Stifte). Ein Adapter ist für deutsche Geräte nötig. In Nordirland dasselbe System.

Trinkwasser: Leitungswasser in Irland ist trinkbar und von guter Qualität. Wasserquellen unterwegs lassen sich gut nachfüllen, auf Campingplätzen sowieso. Im Camper hatten wir damit nie ein Problem.

Internet: Mobilfunknetz und LTE sind in den meisten besiedelten Gebieten gut verfügbar. In abgelegenen Teilen des Westens (Donegal, Connemara) kann der Empfang schwach sein. EU-Roaming funktioniert in der Republik Irland wie zuhause. In Nordirland ebenfalls, da das UK seit dem Brexit eigene Roaming-Regeln haben kann, vorab beim eigenen Anbieter prüfen.

Öffnungszeiten: Geschäfte sind in der Regel von 9 bis 18 Uhr geöffnet, sonntags oft kürzer oder gar nicht. Pubs haben längere Öffnungszeiten, teilweise bis 23:30 Uhr. Sehenswürdigkeiten haben in der Nebensaison oft eingeschränkte Zeiten oder sind geschlossen, vorab prüfen.

Sicherheit: Irland ist ein sehr sicheres Reiseland. Kleinkriminalität in Touristengegenden wie überall, ansonsten keine besonderen Sicherheitsbedenken. Auf Wanderwegen und an Klippen gilt: Das Wetter kann schnell umschlagen, feste Schuhe und Regenjacke immer dabei haben. An Steilküsten nicht zu nahe an unbefestigte Kanten herantreten.


Irland mit dem Camper

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Allgemeine Hinweise zum Campern in Irland

Irland ist ein ausgezeichnetes Reiseland für Camper. Die Landschaft ist abwechslungsreich, viele Campingplätze liegen direkt am Meer oder in Nationalparks, und das Straßennetz erschließt auch abgelegene Küstenregionen. Allerdings sollte man ein paar Eigenheiten kennen.

Die Straßen im Westen und Nordwesten sind oft schmal, kurvenreich und werden von Reisebussen befahren. Mit einem mittelgroßen Camper kommt man gut zurecht, große Fahrzeuge über 6 Meter können auf manchen Strecken problematisch werden. Für besonders enge Zufahrten (z.B. zum Keem Beach auf Achill Island) empfiehlt es sich, mit dem Auto statt dem Camper hinzufahren, falls möglich.

Wild Camping ist in Irland nicht offiziell erlaubt, wird aber auf abgelegenen Stellflächen, an Stränden und in Nationalparks oft toleriert, sofern man kein Feuer macht, keinen Müll hinterlässt und früh weiterzieht. In der Praxis haben wir das als entspannt erlebt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt ausgewiesene Campingplätze.

Linksverkehr: Für Deutsche die größte Umgewöhnung. Besonders beim Abbiegen und beim Einfahren in Kreisverkehre schleichen sich am Anfang Fehler ein. Einfach bewusst langsam angehen und in jeder Situation kurz innehalten.

Campingplätze: Das Angebot ist gut, besonders in touristisch erschlossenen Regionen. Viele Plätze liegen direkt am Meer oder in der Nähe von Wandergebieten. In der Hochsaison (Juli/August) empfiehlt sich eine Vorabreservierung, im September hatten wir fast überall spontan Platz gefunden. Preise liegen bei ca. 25 bis 40 Euro pro Nacht für zwei Erwachsene mit Fahrzeug.

Campervan mieten in Irland: Es gibt mehrere Anbieter, besonders in Dublin und in der Nähe der Fährhäfen. Buchungen für Hauptsaison möglichst weit im Voraus tätigen.

Strom und Ver-/Entsorgung: Strom ist auf den meisten Campingplätzen als CEE-Anschluss vorhanden (wie in Deutschland), britische Adapter braucht man in der Regel nicht. Frischwasser-Auffüllung und Abwasserentsorgung sind auf den offiziellen Plätzen kein Problem. Motorhome-spezifische Stellplätze (Stellplatzsäulen, wie in Deutschland üblich) sind selten, Campingplatz ist die Norm.

Diesel und Tanken: Tanken ist in Irland teurer als in Deutschland (Stand 2024). Supermärkte (Tesco, Lidl) haben oft günstigere Tankstellen. Auf abgelegenen Halbinseln und in Donegal immer voll tanken, bevor man abbiegt.

Fähre: Die häufigste Einreise per Fähre erfolgt über Dublin oder Rosslare (aus Frankreich oder Wales). Von Schottland (Cairnryan) kann man nach Belfast (Nordirland) übersetzen und von dort weiterreisen. Fähre mit Camper unbedingt frühzeitig buchen, Kapazitäten für Fahrzeuge sind begrenzt.


Wissenswertes mit Kindern und Babys

Unterkunft

Irland ist familienfreundlich. Die meisten Campingplätze haben Sanitäranlagen, oft auch Spielplätze und Waschmaschinen. Im Camper ist das mit kleinen Kindern bequemer als im Zelt: trockener Schlafplatz unabhängig vom Wetter, alles griffbereit. Mit Baby haben wir eine feste Schlafstätte im Fahrzeug als großen Vorteil empfunden.

Transport

Linksverkehr ist für Kinder kein Problem, für Erwachsene am Steuer zu Beginn schon. Im Camper fühlt man sich wegen der erhöhten Position und der Breite des Fahrzeugs anfangs etwas unwohl auf engen Straßen. Nach ein, zwei Tagen gewöhnt man sich daran. Kindersitze aus Deutschland lassen sich problemlos mitbringen und nutzen.

Babynahrung und Windeln

Windeln, Babynahrung und Pflegeprodukte sind in irischen Supermärkten (Tesco, SuperValu, Lidl) gut erhältlich. Die Auswahl ist gut, die Preise vergleichbar mit Deutschland. In sehr kleinen Orten kann das Angebot eingeschränkt sein, daher vor längeren Etappen auffüllen.

Gesundheitsvorsorge

Irland hat ein gutes öffentliches Gesundheitssystem. EU-Bürger haben mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) Anspruch auf medizinische Grundversorgung. Für Nordirland gilt das ebenfalls noch (Stand 2024), aber die Situation kann sich nach dem Brexit ändern, vorab prüfen. Eine Reisekrankenversicherung ist trotzdem empfehlenswert.

Impfungen

Für Irland sind keine besonderen Impfungen erforderlich. Der normale deutsche Impfschutz (Tetanus, Diphtherie, Masern etc.) sollte aktuell sein.

Essenszeiten und Restaurants

Iren essen früh zu Mittag (12 bis 14 Uhr) und früh zu Abend (ab 17 Uhr). Viele Restaurants nehmen ab 20 Uhr keine neuen Gäste mehr an, gerade im ländlichen Raum. Mit kleinen Kindern ist das tatsächlich praktisch: Man ist meist früh satt und hat keinen Stress mit späten Abendessen. Pubs sind oft die familienfreundlichste Option, in Irland sind sie auch tagsüber für Familien offen und bieten häufig Kinder-Speisekarten an.

Aktivitäten mit Kindern

Irland bietet für Kinder viel Abwechslung: Burgen, Strände, Nationalparks mit Wanderwegen. Der Connemara Nationalpark hat gut ausgeschilderte Wege, die auch mit Kleinkindern machbar sind. Burgen (davon gibt es ungezählte) faszinieren Kinder fast immer. Giant’s Causeway mit seinen sechseckigen Steinen begeistert Kinder sehr, Felsen klettern ausdrücklich erlaubt.

Strände

Irland hat einige der schönsten Strände Europas, besonders im Westen. Keem Beach (Achill Island), Keel Beach (Achill Island), Inch Beach (Halbinsel Dingle) und Barleycove Beach (Cork) sind Highlights. Das Wasser ist frisch bis kalt (selbst im Sommer meist unter 18 Grad), tapfere Kinder lieben das trotzdem. Am Strand Sand in die Schuhe kriegen ist in Irland sehr wahrscheinlich.

Praktische Tipps

  • Immer Regenjacken einpacken, auch im Sommer. Irland-Regen kommt schnell und geht schnell.
  • Windel-Entsorgung auf Campingplätzen meist problemlos über den normalen Hausmüll.
  • Manche Klippen und Wanderwege haben keine Absperrungen, kleine Kinder gut im Blick behalten.
  • Wickelmöglichkeiten in größeren Städten und Supermärkten vorhanden, im ländlichen Raum eher selten.
  • Irische Kinder sind überall willkommen, Restaurants und Pubs freuen sich in der Regel über Familien.
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Essen in Irland

Die irische Küche ist pragmatisch und sättigend, nicht die spannendste, aber mit einigen klaren Stärken. Allen voran: das Frühstück. Das “Full Irish Breakfast” mit Spiegelei, Speck, Würstchen, Bohnen, Schwarzbrot und Tee ist in vielen Pubs und Cafés für wenig Geld erhältlich und macht gut satt für den Tag.

Seafood ist im Westen und Süden eine gute Wahl. Frischer Lachs, Muscheln und Austern, oft direkt von lokalen Züchtern, sind in Küstenorten manchmal das Beste auf der Karte.

Das klassische Gericht “Irish Stew” (Lamm oder Rind mit Kartoffeln und Rüben) ist in Pubs überall erhältlich, warm und gehaltvoll, besonders an regnerischen Tagen.

Brot spielt eine große Rolle: Soda Bread (ein helles Natronbrot) ist typisch irisch und oft selbst gebacken in kleinen Cafés erhältlich. Lohnt sich.

Vegetarische Optionen sind in Städten und touristischen Orten gut verfügbar, im ländlichen Raum überschaubar. Mit Baby und Kind im Schlepptau haben wir viel auf Supermärkte gesetzt: gut sortiert, erschwinglich, und man hat Kontrolle über das, was man isst.

Kaffeekultur hat in den letzten Jahren deutlich zugelegt. In Galway, Cork und Dublin gibt es gute Specialty Coffee Shops. Im ländlichen Raum ist der Tee (immer mit Milch serviert) das sichere Getränk.

Guinness trinkt man in Irland aus gutem Grund vor Ort. Es schmeckt anders als zuhause. Ein Pub-Besuch gehört einfach dazu.

Fazit: Lohnt sich Irland?

Ja, eindeutig. Irland ist kein Land, das einen sofort umhaut. Es braucht ein bisschen Zeit, bis man seinen Rhythmus gefunden hat: die engen Straßen, das wechselhafte Wetter, die Weite der Westküste.

Für Familien mit Kindern ist es ein unkompliziertes Reiseland: sicher, kinderfreundlich, mit kurzen Wegen zwischen Strand, Burg und Nationalpark. Mit dem Camper funktioniert das besonders gut, weil man flexibel bleibt und sich das Wetter nicht vorschreiben lässt, wann man wo schläft.

Wer auf ausgetretenen Pfaden reist, wird an manchen Spots (Cliffs of Moher, Ring of Kerry) Menschenmassen begegnen. Wer einen halben Tag früher aufbricht oder auf weniger bekannte Ecken ausweicht, hat Irland oft fast für sich allein. Und genau das ist es, was bleibt: diese eine Bucht, die man zufällig gefunden hat, der Regenbogen über dem Moor, der Tee in einem kleinen Pub am Ende einer langen Fahrtstrecke.


FAQ: Irland Reise

Wie lange sollte man für eine Irland-Reise einplanen? Für eine erste Reise empfehlen wir mindestens zwei Wochen, besser drei. Zwei Wochen reichen, wenn man sich auf eine Region konzentriert (z.B. nur der Westen). Drei Wochen erlauben eine entspannte Rundreise durch Nordirland, Westen und Süden.

Welche Reisezeit ist die beste für Irland? Mai bis September. Die Schulferien-Monate Juli und August sind am vollsten. September ist unser persönlicher Favorit: ruhiger, grüner, und mit etwas Glück gibt es noch schöne Sonnentage.

Ist Irland gut für einen Familienurlaub mit kleinen Kindern geeignet? Ja. Irland ist familienfreundlich und sicher. Pubs sind oft die besten Restaurants für Familien. Strände, Burgen und Nationalparks bieten viel für Kinder. Mit Baby kein Problem, Windeln und Babynahrung gibt es in den Supermärkten ohne Einschränkung.

Ist Irland mit dem Camper bereisbar? Sehr gut sogar. Campingplätze sind zahlreich, viele liegen direkt am Meer. Die Straßen im Westen sind schmal, mit einem kompakten Camper aber gut machbar. Wild Camping wird manchmal toleriert, ist aber offiziell nicht erlaubt.

Was kostet eine Irland-Reise grob? Irland ist im europäischen Vergleich kein günstiges Reiseland. Campingplätze liegen bei 25 bis 40 Euro pro Nacht, Essen in Restaurants bei 12 bis 20 Euro pro Person, Diesel ist teurer als in Deutschland. Wer viel selbst kocht und auf günstige Campingplätze setzt, kann die Kosten gut im Griff behalten.

Braucht man in Irland ein Visum? Nein, für EU-Bürger reicht der Personalausweis, sowohl für die Republik Irland als auch für Nordirland.

Wie ist das Wetter in Irland? Wechselhaft. Regen ist zu jeder Jahreszeit möglich, die Sommer sind mild (ca. 15 bis 20 Grad). Man sollte immer eine Regenjacke dabei haben, aber in Irland kommt der Regen meist genauso schnell wieder, wie er aufgehört hat.

Kann man in Irland gut vegetarisch essen? In Städten und Touristenorten ja, im ländlichen Raum wird die Auswahl dünner. Supermärkte sind überall gut sortiert und eine gute Alternative, wenn das Restaurant-Angebot eingeschränkt ist.

Ist Nordirland anders als die Republik Irland? In der Praxis kaum. Die Landschaft ist ähnlich schön, die Währung ist Britisches Pfund statt Euro, und EU-Roaming funktioniert möglicherweise anders (vorab beim Anbieter prüfen). Der Giant’s Causeway liegt in Nordirland und ist allein schon einen Abstecher wert.

Welche Straßen sind mit dem Camper zu meiden? Manche Zufahrtsstraßen zu Stränden und Aussichtspunkten (z.B. Keem Beach auf Achill Island) sind sehr eng. Mit großem Camper besser das Auto nehmen oder parken und zu Fuß gehen. Generell gilt: kleine L-Roads im Westen immer mit Bedacht befahren.